Jetzt geht es schnell: Fußballverband kündigt Entscheidung an – und hört die Vereine

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Bis zum 23. April will der Verbandsfußballausschuss einen Entscheidungsvorschlag erarbeiten, ob und wie es mit der Saison weitergeht. Ein Stimmungsbild der Vereine wird parallel eingeholt.

Ahaus

, 17.04.2020, 13:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Spielbetrieb auf den Sportplätzen ruht wegen der Corona-Krise weiter – vorerst zumindest bis zum 3. Mai. Wie letztlich die laufende Amateurfußballsaison zu einem Ende gebracht werden soll, das soll nun endgültig am 23. April entschieden werden. Darauf verständigten sich einige Kreisvorsitzende im Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) in einer freiwilligen Telefonkonferenz am Donnerstagabend, zu der auch das Verbandspräsidium um Gundolf Walaschewski sowie der Vorsitzende des Verbandsfußballausschusses, Reinhold Spohn, zugeschaltet wurden. Für ein letztes Stimmungsbild soll nun ein Fragebogen an die Vereine verschickt werden, schließlich seien die Interessen der Vereine höchst unterschiedlich.

Rechtliche Prüfung läuft

Ziel ist weiter eine einheitliche Lösung von der Ober- bis in die Kreisliga D. Bis zum kommenden Donnerstag möchte der Verbandsfußballausschuss (VFA) darauf basierend einen Entscheidungsvorschlag erarbeiten, ob und wie die Saison fortgesetzt werden soll. Dieser wäre dann aber noch nicht rechtskräftig. „Das Präsidium und die Ständige Konferenz mit allen Kreisvorsitzenden muss diesem Vorschlag noch zustimmen, damit er rechtskräftig ist“, teilt der Manfred Schnieders vom VFA, der am Freitag tagt, mit. Einen Termin für die Ständige Konferenz gibt es noch nicht.

An der Telefonkonferenz nahm auch der Kreisvorsitzende des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld, Willy Westphal, teil. „Wichtig ist es uns nun, dass die Vereine das Gefühl bekommen, dass sie gehört werden. Es geht uns um ein Stimmungsbild, die Lösung muss letztlich auch der rechtlichen Prüfung, die aktuell läuft, standhalten“, so Westphal. Sicher sei es, dass Ende kommender Woche Planungssicherheit herrschen wird.

Bei Abbruch wohl keine Absteiger

Die Videokonferenz war für diese Woche auch anberaumt worden, da ursprünglich eine Spielpause bis zum 19. April angedacht worden war, diese wurde später „bis auf Weiteres“ verlängert. Das Meeting war wegen der zu erwartenden Erlasse durch die Bundesregierung am Mittwoch auf Donnerstag verschoben worden. Mit eben diesen Beschlüssen der Bundesregierung – unter anderem einem Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August – hat sich das Spielfeld, auf dem Entscheidungen getroffen werden können, weiter verengt.

So werden in der Umfrage in den Vereinen nur noch folgende vier Szenarien abgefragt: Annullierung der Saison, Abbruch mit Wertung nach der Hinserie (ohne Absteiger, aber mit Aufsteigern), Abbruch mit Wertung nach aktuellem Tabellenstand (ebenso ohne Absteiger, aber mit Aufsteigern) sowie Fortsetzung der Saison (wenn möglich) ab September.

Kreise werden dem Vorschlag folgen

Dass es nun so schnell gehen soll, überrascht schon ein wenig, da die Entscheidungen in den ersten vier Ligen durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den Westdeutschen Fußball-Verband (WDFV) noch ausstehen. Unter anderem steht die Bildung einer zweigleisigen Dritten Liga im Raume mit fünf oder sechs Regionalligen darunter. „Wir werden keine Entscheidung ohne die Zustimmung des DFB treffen“, erklärt Willy Westphal dazu.

Es werde aber nicht gelingen, eine einheitliche Lösung für alles Landesverbände in Deutschland zu finden, dafür seien diese zu unterschiedlich. Was aber sicher sei, ist, dass die drei Landesverbände unter dem Dach des WDFV – Mittelrhein, Niederrhein und Westfalen – einheitlich entscheiden. „Und dem werden sich die Kreis auch anschließen“, versichert Westphal. Die Entscheidung solle am Ende möglichst viele zufriedene Vereine hinterlassen. Doch es bleibe dabei: „Allen Wünschen wird man in dieser Ausnahmesituation nicht gerecht werden können.“

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