Ausschreitungen beim Junioren-Finale: SuS und SpVgg erklären sich

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Das Thema kam bei beiden Vereinen am Montag noch mal auf den Tisch: Nach den Ausschreitungen beim Pokalfinale der A-Junioren beziehen SuS Stadtlohn und SpVgg Vreden jetzt Stellung.

Stadtlohn, Vreden

, 26.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Geschehnisse vom Samstag haben die Verantwortlichen beim SuS Stadtlohn und der SpVgg Vreden jeweils in einer internen Besprechung am Montagabend aufgearbeitet. Beide Vereine haben sich danach im Gespräch mit der Münsterland Zeitung zu der Prügelei im Anschluss ans Pokalfinale in Dülmen erklärt.

Als erste Konsequenz haben die beiden Klubs sich darauf verständigt, die Schiedsrichter des Pokalfinals, die nach dem Schlusspfiff zwischen die Fronten geraten sind und offenbar Schläge abbekommen haben, zum Landesligaspiel zwischen SuS und SpVgg am 8. Dezember einzuladen. „Dann hätten beide Mannschaften die Möglichkeit, sich persönlich für die Vorfälle zu entschuldigen“, erklärt Stefan Schulze-Icking, Jugendleiter beim SuS. „Das gebührt sich einfach und ist eine wichtige Geste“, so Kai Ebbers vom Jugendvorstand der SpVgg.

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Zu den Vorfällen an sich sagte Stefan Schulze-Icking: „Was da passiert ist, finden wir sehr befremdlich, das hat weder etwas mit Fußball noch mit dem Leitbild unseres Vereins zu tun.“ Er und seine Mitstreiter hätten sich die Sichtweisen derjenigen angehört, die direkt oder indirekt an den Szenen nach dem Schlusspfiff beteiligt waren.

„Gewalt galt nicht den Schiedsrichtern“

Es herrsche bislang die einhellige Meinung, dass die Gewalt, die nach dem Schlusspfiff von beiden Vereinen ausgeübt wurde, nicht gegen die Schiedsrichter gerichtet gewesen sei. „Unser A-Junioren-Koordinator Stefan Oing hat mit einem der Schiedsrichter gesprochen und der hat ihm bestätigt, dass das Gespann es auch so wahrgenommen hat“, so Stefan Schulze-Icking. Das jedoch sei keine Entschuldigung.

Kai Ebbers vom Jugendvorstand der SpVgg

Kai Ebbers vom Jugendvorstand der SpVgg © Raphael Kampshoff

Der SuS wolle nun das Urteil des Kreisjugendsportgerichts abwarten und dann entscheiden, inwiefern noch interne Maßnahmen gegen mögliche Täter eingeleitet würden. Die SpVgg werde das ähnlich handhaben, wie Kai Ebbers erklärt. „Was intern bei uns passieren wird, ist heute aber noch nicht klar.“

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Die SpVgg sei bei ihrer Besprechung wie der SuS zu der Erkenntnis gekommen, dass die Auseinandersetzung zwischen den Vereinen nicht den Unparteiischen gegolten hätten. „Das ist für uns ganz klar, es hätte auch keinerlei Grund dafür gegeben, denn sie haben das Spiel einwandfrei geleitet und während des Spiels gab es auch keine Auseinandersetzungen mit ihnen.“ Natürlich sei es trotzdem nicht hinnehmbar, dass die Schiedsrichter Schläge abbekommen hätten.

Entschuldigen wolle sich die SpVgg schon jetzt in aller Form für einen Schlag gegen einen Stadtlohner Zuschauer.

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