Krankenwagen und möglicher Trainerkandidat waren zu Gast in Vreden

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Auch wenn Marvin Hakvoort im Krankenhaus landete, erlebte die SpVgg einen gelungenen Auftakt ins Heimspieljahr. Unter den Zuschauern befand sich auch ein möglicher Nachfolger für Rob Reekers.

Vreden

, 02.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spielerisch war der erste Heimauftritt 2020 der SpVgg Vreden kein Leckerbissen. Doch mit den zwei späten Treffern zum 2:1-Sieg über den VfL Theesen bekamen die Zuschauer ein emotionales Ende geboten. Im Publikum stand auch ein Mann, der möglicherweise ab Sommer den Trainerposten von Rob Reekers einnehmen könnte.

Bestätigen wollten auf Anfrage weder die Vredener Klubführung noch Engin Yavuzaslan dieses Szenario. Aber auch ein Dementi gab es von beiden Seiten nicht. Dass sich der Trainer, zuletzt aktiv bei der DJK Coesfeld, den Sonntagnachmittag nur so in Vreden vertreiben oder vielleicht seinen ehemaligen Schützling Mario Worms beobachten wollte – eher unwahrscheinlich.

Yavuzaslan (38) ist derzeit ohne festen Klub, lief am Ende der Hinserie kurzfristig als „Freundschaftsdienst“ für Union Lüdinghausen in der Bezirksliga auf. In dieser feierte er noch im Sommer die Meisterschaft und den Kreispokalsieg mit den Coesfeldern – auf den Aufstieg verzichtete die DJK jedoch aus wirtschaftlichen Gründen.

Der frühere Coesfelder Trainer Engin Yavuzaslan (v.) war als Zuschauer bei der SpVgg Vreden.

Der frühere Coesfelder Trainer Engin Yavuzaslan (v.) war als Zuschauer bei der SpVgg Vreden. © Sascha Keirat

Ob es für die Vredener in diesem Jahr zum Titel in der Westfalenliga reicht, das wird sich wohl erst in ein paar Wochen entscheiden. Mit dem Sieg am Sonntag, bei dem Rekonvaleszent Carlo Korthals in der 87. Minute zum Sieg traf, hat sich die SpVgg zumindest wieder auf Platz eins der eng gestrickten Tabelle vorgeschoben.

Marvin Hakvoort musste ins Krankenhaus

Spielerisch können die Vredener definitiv mehr als am Sonntag gezeigt. Doch dass dabei trotzdem ein Sieg heraussprang, wertete Trainer Reekers durchaus positiv.

Beim Jubel nach dem Schlusspfiff konnte ein Spieler allerdings nicht mit seinen Kollegen abklatschen: Marvin Hakvoort war schon nach einer Viertelstunde mit dem Theesener Kai-Niklas Janz zusammengeprallt. Beide wurden aufgrund von Platzwunden am Kopf zunächst verbunden und dann im Krankenhaus weiter behandelt.

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Für Marvin Hakvoort ging die Sache glimpflich aus, wie er am Montag berichtete. „Ich hatte zum Glück keine Gehirnerschütterung, Übelkeit oder Ähnliches.“ Nach dem Nähen konnte der defensive Mittelfeldspieler das Krankenhaus wieder verlassen und wird wahrscheinlich nicht lange pausieren müssen. Am Montag stand noch die Nachuntersuchung aus.

Für die Vredener geht es nun im nächsten Spiel am Sonntag beim FC Gievenbeck darum, ihre Tabellenführung zu verteidigen. Vielleicht schon wieder mit Marvin Hakvoort und vielleicht schon mit der Gewissheit, wer ab Sommer Trainer im Hamalandstadion sein wird.

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