Läufer des Südlohner Lauftreffs meistern Ultramarathon vor der Haustür

Laufen

Eigentlich wollten Stefan Enck und Theo Mezger vom Südlohner Lauftreff beim Bottroper Herbstwaldlauf starten. Dieser fiel aber aus. Die Herausforderung nahm das Duo dennoch an: in der Heimat.

Südlohn

, 12.11.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ziel erreicht unter Corona-Auflagen: Trotz Laufabsage in Bottrop hielten Theo Mezger (l.) und Stefan Enck an ihrem Plan fest, am 8. November einen Ultramarathon zu finishen.

Ziel erreicht unter Corona-Auflagen: Trotz Laufabsage in Bottrop hielten Theo Mezger (l.) und Stefan Enck an ihrem Plan fest, am 8. November einen Ultramarathon zu finishen. © privat

Coronabedingte Absagen von Events treffen vor allem die Leichtathleten und die Läufer in diesem Jahr. Da sie nicht auf ihren Sport verzichten wollen, zeigen sich die Sportler erfinderisch, sie machen sprichwörtlich „aus der Not eine Tugend“: so auch Stefan Enck und Theo Mezger vom Südlohner Lauftreff. Sie verlegten ihren am Sonntag beim Bottroper Herbstwaldlauf geplanten Ultramarathon einfach vor die Haustür. Dabei legte das Duo die 50 Kilometer gemeinsam zurück.

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Stefan Enck erinnert sich noch genau an den Tag, als ihn die Nachricht von der Laufabsage ereilte: „Es war exakt der erste Tag meiner zwölfwöchigen Vorbereitung.“ Die Vorfreude auf den Start am Bergwerk Prosper Haniel und den Lauf durch die Bottroper Heide sei enorm gewesen. Nun sollte aber auch nicht alles umsonst gewesen sein.

Und so legte der Ramsdorfer insgesamt 720 Trainingskilometer zurück. In der Spitze lief er 80 Kilometer die Woche, ansonsten waren es im Schnitt 65 bis 70 Trainingskilometer pro Woche. Zugrunde legte er einen Trainingsplan mit entsprechendem Wochenpensum, an dessen Ende eine Zielzeit von 4,5 Stunden stehen sollte: „Das war bei meinen aktuellen Fähigkeiten realistisch.“

Zielzeit wird erreicht

Für Stefan Enck war dieses Pensum schon ein besonderes: „Theo ist immer fit und sehr routiniert, läuft regelmäßig dieses Pensum in der Woche. Der ist nicht bange davor. Für mich war es schon eine Herausforderung, dieses anzunehmen.“ Zur Abrundung und intensiven Vorbereitung lief er an drei Sonntagen jeweils die Marathondistanz als lange Einheit.

Damit verdoppelte er sogleich die Anzahl seiner Marathonläufe in 2020. Theo Mezger aus Stadtlohn, der sich erst vor neun Jahren mit Nachdruck dem Laufen verschrieben und im Marathon nunmehr eine Bestzeit von 3:15 Stunde zu Buche stehen hat, begleitete ihn gerne – auch wenn „es zunächst bitterkalt" gewesen sei.

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Mit Krafttraining stärkte Stefan Enck zudem Muskulatur, Rücken und Rumpf, für Abwechslung sorgten Einheiten auf dem Rad. Auf dieser Basis gelang es ihm dann auch, die Zielzeit zu erreichen: Nach 4:26:49 Stunden und einer Durchschnittskilometerzeit von 5:20 Minuten erreichte er das „Ziel“. „Das hat richtig Spaß gemacht. Um 8 Uhr sind wir in den Sonnenuntergang gestartet und den ganzen Tag über war klasse Wetter“, berichtet Enck.

Er habe nun einfach einmal viele der Runden, die er sonst dreht, aneinandergereiht kennengelernt. „Motivierend war die Unterstützung durch die Mitglieder des Lauftreffs am Streckenrand“, berichtet der Ramsdorfer. Und: „Es ist doch gut, dass es die aktuellen Auflagen möglich machen, zumindest zu zweit seinem Hobby Laufen nachzugehen.“

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