Legdens neuer Trainer Mike Börsting will sich in der Landesliga fithalten

rnFußball-Kreisliga A

Der neue Spielertrainer spricht im Interview über die Voraussetzungen beim SuS, seine Entlassung in Ramsdorf und verrät, bei welchem Verein er sich in der Rückrunde fithalten wird.

Legden

, 09.11.2020, 11:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Nachfolger des scheidenden Izzet Günes hat der SuS Legden am Wochenende Mike Börsting (35) aus Gescher präsentiert. Im Gespräch mit der Münsterland Zeitung hat er Interessantes zu erzählen.

Sie haben sich recht schnell mit den Verantwortlichen beim SuS geeinigt. Was reizt Sie an der Aufgabe in Legden?

Ich denke, dass der Verein eine attraktive Adresse in der A-Liga ist. Das sieht zwar aktuell in der Tabelle nicht so aus, aber das Potenzial ist mit Sicherheit da.

Welche Perspektive sehen Sie mit der Mannschaft?
Die Mannschaft ist wirklich noch sehr jung, der älteste Spieler ist glaube ich 26 Jahre alt. Ich denke, das Izzet Günes hier etwas Gutes aufgebaut hat, sodass die Mannschaft auf kurz oder lang auch wieder im oberen Drittel mitspielen kann.

Haben Sie irgendeine Verbindung zum Verein?
Also von den Spielern oder Verantwortlichen kannte ich bisher eigentlich keinen. Ich habe zwar im Laufe der Jahre schon mit Legdenern zusammengespielt und die haben mit viel Positives über den Verein und die familiäre Atmosphäre erzählt. Aber obwohl Legden von meinem Heimatort Gescher nur zehn Autominuten entfernt ist, betreten ich hier schon Neuland. Das gilt auch für die Kreisliga A2, da ich ja in den letzten Jahren immer anderweitig aktiv gewesen bin.

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Zuletzt beim VfL Ramsdorf in der Bezirksliga, wo Ihr Engagement in diesem Sommer schon nach fünf Spieltagen endete. Was lief aus Ihrer Sicht falsch?
Diese Frage haben mir sehr viele Leute gestellt. Und ich konnte immer nur sagen, dass ich das auch nicht so genau weiß. Der Vorstand war der Meinung, dass die Punktausbeute in den ersten Spielen zu gering war. Aber deshalb schon nach fünf Spieltagen ohne Vorwarnung die Reißleine zu ziehen, ist für mich eigentlich ein Unding im Amateurfußball. Mit der Mannschaft war alles in Ordnung, deshalb waren auch alle total überrascht von der Entscheidung. Aber nun ist es nicht mehr zu ändern.

Worauf legen Sie denn bei der Trainerarbeit besonderen Wert, was ist Ihre Philosophie?
Für mich ist die Kameradschaft innerhalb der Mannschaft immer ein ganz wichtiger Faktor, um Erfolg zu haben. Ich glaube, dass das in Legden gegeben ist, weil die Spieler sozusagen eine große Clique sind. Das ist eine gute Voraussetzung, damit lässt sich gut arbeiten. Generell möchte ich mit der Mannschaft attraktiven Offensivfußball zeigen und damit auch Erfolg haben.

Die Ausrüstung des VfL Ramsdorf trug Mike Börsting nur wenige Wochen.

Die Ausrüstung des VfL Ramsdorf trug Mike Börsting nur wenige Wochen. © Stephan Sühling

Sie haben unter anderem bis zur Westfalenliga in Vreden und Ahaus gespielt, dabei viele Trainer erlebt. Welcher hat Sie am meisten beeinflusst?
Ich muss schon sagen, dass zu meiner zweiten Zeit in Vreden Marcus Feldkamp war. Da war ich mit 29, 30 in einem Alter, wo man schon mehr auf die Trainerarbeit achtet als mit 20. Und ich muss sagen, dass er immer sehr akribisch gearbeitet und das Beste aus uns Spielern rausgeholt hat. Aus dieser Zeit konnte ich einiges mitnehmen.

Wenn Sie nach Legden wechseln, wollen Sie mit 36 Jahren auch weiterhin auf dem Platz stehen. Wie halten Sie sich bis dahin fit?
Aktuell mache ich das wie die meisten Fußballer: mit Laufeinheiten für mich selbst. Aber um nicht die komplette Rückrunde auf der Couch verbringen zu müssen, habe ich jetzt kurzfristig bei Viktoria Heiden in der Landesliga zugesagt. Das ist eine gute Option, um weiter Wettkampfpraxis zu sammeln und dann in Legden nicht so viel aufholen zu müssen.

Mit Ihnen soll noch ein Co-Trainer zum SuS kommen. Wie ist der Stand der Suche?
Da bin ich aktuell voll im Thema und habe schon bei ein, zwei Leuten angefragt, die durchaus Interesse haben. Zu vermelden gibt es da aber im Moment noch nichts.

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