Neuer Klubchef will Maidy Dogs wieder dahin bringen, „wo wir hingehören“

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Noch ist Thomas Behlert nicht offiziell als Vorsitzender der Maidy Dogs bestätigt. Doch er arbeitet bereits eifrig und verfolgt konkrete Ziele mit dem Klub, um den es zuletzt ruhiger war.

Ahaus

, 24.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hätten die Ahauser Maidy Dogs nach ihrem Aufstieg in die Regionalliga längst die ersten Saisonspiele hinter sich haben sollen. Doch die Coronakrise hat das verhindert. Wann die Saison fortgesetzt wird? Derzeit noch offen. Während es sportlich zuletzt also etwas ruhiger zuging, hat sich hinter den Kulissen einiges getan.

Ende April hatte Rolf Elsebusch sein Amt als Vorsitzender zur Verfügung gestellt. „Er hat mich angerufen, mir erklärt, dass er es zeitlich nicht mehr schafft und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, sein Nachfolger zu werden“, erzählt Thomas Behlert. Und der 48-Jährige konnte. Nachdem der Vorstand ihm bereits das Vertrauen ausgesprochen hat, muss ihn in drei Wochen noch die außerordentliche Mitgliederversammlung im Amt bestätigen.

Eigentlich aus der Nähe von Höxter, habe Behlert in Ahaus eine neue Heimat gefunden und sei seit sechs Jahren Vereinsmitglied. „Mir macht es Spaß, in diesem Verein zu arbeiten. Ich habe im Vorstand gute Leute an meiner Seite, bin verrückt genug dafür und auf jeden Fall mit 100 Prozent dabei“, sagt Behlert, der durchaus ambitionierte Ziele verfolgt.

Ziel ist die Rückkehr in die zweite Liga

Zum einen in der Klubstruktur des früheren Bundesligisten, zum anderen im sportlichen Bereich: „Wir wollen den Verein wieder dahin bringen, wo er hingehört: in die zweite Liga mit einem starken Kader.“ Zunächst einmal wolle sich das Herrenteam um Trainer Lars Schellerhoff, der für Massimo Quagliato die Teamleitung übernommen hat, aber erst einmal im oberen Tabellendrittel der Regionalliga etablieren.

Neben dem Herrenteam stellen die Maidy Dogs dieses Jahr auch eine Schülermannschaft. Ob der Spielbetrieb in dieser aktuell unterbrochenen Saison wieder aufgenommen wird, steht aber noch nicht fest. „Der Verband hat für den 15. September eine Deadline gesetzt. Sollte bis dahin kein Spielbetrieb erlaubt sein, werden die Ligen wohl abgebrochen“, berichtet Thomas Behlert.

Der bislang noch kommissarische Vereinsvorsitzende Thomas Behlert hat mit den Maidy Dogs einiges vor.

Der bislang noch kommissarische Vereinsvorsitzende Thomas Behlert hat mit den Maidy Dogs einiges vor. © Sascha Keirat

Für ihn standen in den vergangenen Monaten, auch schon bevor er kommissarisch den Vorsitz übernommen hatte, auch andere Themen oben auf dem Zettel. Zum Beispiel die Rückgewinnung von Mitgliedern. „Im März 2019 war die Zahl auf 63 zahlende Mitglieder zurückgegangen. Wir sind seitdem aktiv auf die Leute zugegangen und nun schon wieder bei 93, was sehr erfreulich ist.“

Um neue Strukturen zu schaffen, finde derzeit fast wöchentlich eine Vorstandssitzung statt. Sponsorensuche und -pflege sowie Öffentlichkeitsarbeit seien dabei ebenso wichtige Punkte wie die sportliche Zukunft. „Besonders im Nachwuchsbereich wollen wir uns wieder breiter aufstellen“, sagt Behlert. Zwar werde trotz der Pandemie auch jetzt schon wieder regelmäßig trainiert.

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Angebote wie die Laufschule, geleitet von Behlerts Lebensgefährtin Maria Weber, sollen aber erst 2021 wieder im gewohnten Umfang möglich sein. Ebenso wie das Pfingstturnier, das zur überregionalen Bekanntheit des Klub beigetragen habe, wie Behlert sagt. „Für unser 25-jähriges Bestehen im nächstes Jahr haben wir uns also einiges vorgenommen.“

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