Ottensteiner Läufer mit „Partnervermittlung“ durch die Coronazeit

Leichtathletik

Der Lauftreff des FC Ottenstein hat sich eine besondere Form des Trainings ausgedacht, um aktiv zu bleiben. Gerade die Laufeinsteiger sollen so bei der Stange gehalten werden.

Ottenstein

15.11.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Laufanfängerin und eine routinierte Sportlerin laufen beim FC zusammen ihre Runden.

Eine Laufanfängerin und eine routinierte Sportlerin laufen beim FC zusammen ihre Runden. © privat

Der Lauftreff des FC Ottenstein lässt auch zu Corona-Zeiten niemanden allein. So wurde noch vor dem Lockdown der Abschlusslauf um eine Woche vorgezogen und 22 Laufeinsteiger sind nun in der Lage, 30 Minuten ohne Pause zu laufen, was mit dem Laufabzeichen belohnt wurde.

„Was kommt danach“? Das war die bange Frage vieler neuer Läufer. Kurzerhand wurde eine Art „Partnervermittlung“ ins Leben gerufen, wobei ein Läufer der Fortgeschrittenen mit einem Laufneuling einmal die Woche trainiert. „15 Teams sind nun unterwegs und alle sind gut zufrieden mit dem Team“, berichtet der Lauftreff.

Jeder sucht sich das Passende

Den einen passe es ganz gut, schon vormittags zu laufen, wenn die Kinder in der Schule und im Kindergarten sind. Andere nutzten bei Sonnenuntergang die gut ausgeleuchtete Runde um den Berkelsee in Vreden. Zwei zugezogene Läuferinnen entschieden immer kurzfristig an den Kreuzungen, welcher Weg der richtige für die Trainingseinheit sein könnte. Eine andere Aktive gebe nun ihrem Mann Nachhilfeunterricht im Laufen. Jeder sucht sich das Passende für sich raus.

Auch Partner machen bei der Aktion mit.

Auch Partner machen bei der Aktion mit. © privat

„Wichtig ist es, den ehemaligen Anfängern zu vermitteln, dass auch die Fortgeschrittenen mal irgendwann angefangen sind und sich noch gut an die Anfänge erinnern können. Es müssen keine Rekorde aufgestellt werden, die neuen Läufer sollen erst mal in ihrem Tempo laufen“, so die Ottensteiner. Die Freude solle erhalten bleiben, gerade in der kalten Jahreszeit.

Fotos werden gepostet

In den jeweiligen Gruppen wird nachher der Trainingserfolg per Foto und Strecke in den Sozialen Medien gepostet. Beide Seiten hätten sehr viel Spaß an diesem Training und die Teambildung wird gleichzeitig aufgebaut. „Gerade das Team ist in unserer Truppe megawichtig. Wir vom LTO bezeichnen die Truppe ja auch oft als Lauffamilie. Alle vermissen die gemeinsamen Trainingseinheiten und die Läufe, aber solange die Situation so ist, wie sie aktuell ist, müssen wir das Beste daraus machen und wir glauben, dass wir einen tollen Weg eingeschlagen haben.“

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