Pokal-Aus gegen Zweitligisten: FC Twente wird von den „Superboeren“ überrumpelt

Blick zum Nachbarn

Nach ordentlichem Start in die Meisterschaft erlebte der FC Twente einen Rückschlag im niederländischen Pokalwettbewerb. Gegen De Graafschap fehlten Energie und Intensität, so der Trainer.

Enschede

von Daniel Buse

, 28.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lindon Selahi (M.) und der FC Twente wachten gegen den Zweitligisten aus Doetinchem, De Graafschap, erst nach dem Seitenwechsel auf. Das Aus in Runde eins im Pokal konnte aber nicht mehr verhindert werden.

Lindon Selahi (M.) und der FC Twente wachten gegen den Zweitligisten aus Doetinchem, De Graafschap, erst nach dem Seitenwechsel auf. Das Aus in Runde eins im Pokal konnte aber nicht mehr verhindert werden. © twentemedia.nl

Der FC Twente aus Enschede ist bereits in der ersten Runde des niederländischen Fußball-Pokals ausgeschieden: Das Team unterlag am Dienstag im eigenen Stadion dem Zweitligisten De Graafschap aus Doetinchem mit 1:3 (0:2).

„Wir haben dieses Spiel komplett in der ersten Halbzeit verloren“, ärgerte sich Enschedes Trainer Ron Jans. „Die Energie und Intensität, die wir normalerweise haben, fehlten heute“, ergänzte er.

Twente-Team verschläft erste Spielhälfte

Jans hatte seine Startelf im Vergleich zum Liga-Spiel in Utrecht auf fünf Positionen geändert, eine B-Elf war es allerdings nicht, die er auf den Platz schickte. De Graafschap war es egal, wer auf der anderen Seite stand: Die Gäste dominierten den ersten Durchgang und kamen durch Daryl van Mieghem (16.) und Joey Konings (18.) zu guten Möglichkeiten.

Die dritte Chance verwertete der Außenseiter, als Mohamed Hamdaoui, der 2019 auch schon für Twente spielte, aus 16 Metern flach zum 1:0 in die kurze Ecke traf (18.). Nach einem üblen Fehlpass von Enschedes Linksverteidiger Gijs Smal erhöhte Joey Konings für De Graafschap sogar auf 2:0 (34.). „So wie in der ersten Halbzeit darf es nicht laufen“, war Twente-Trainer Ron Jans vom Auftritt seines Teams bedient.

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Erst nach dem Seitenwechsel rissen sich die Enscheder zusammen und kamen besser ins Spiel. Die erste gute Gelegenheit hatte Stürmer Danilo, der einen Schuss aus 14 Metern an die Latte setzte (60.). Bezeichnenderweise war es mit Casper Staring, ein Debütant und darüber hinaus noch ein Innenverteidiger, der sich beim FC Twente danach etwas zutraute: Er schaltete sich mutig in einen Angriff mit ein und drückte die Kugel auf Vorlage von Tyronne Ebuehi zum 1:2 über die Linie (62.).

Steigerung nach der Pause

„In der zweiten Halbzeit haben wir dann so gespielt, wie wir das vorhatten“, meinte Trainer Jans. Auf den Ausgleich wartete er jedoch vergeblich, denn sein Team tat sich schwer damit, Chancen gegen die kompakt verteidigenden Gäste herauszuspielen. In der Nachspielzeit machte schließlich Julian Lelieveld nach einem Konter mit dem 3:1 alles klar (90.+4).

„Der Gegner war viel bissiger und wir haben uns individuelle Fehler geleistet“, fasste Twente-Trainer Jans zusammen, warum seine Mannschaft ausgeschieden war.

FC Twente: De Lange – Ebuehi, Pleguezuelo, Dumic (40. Staring), Smal – Selahi (46. Dervisoglu), Roemeratoe (46. Brama), Zerrouki – Menig (46. Menig), Danilo (82. Jeremejeff), Lamprou.

De Graafschap: De Boer – Lelieveld, van Heertum (63. van Huizen), van de Pavert, Tutuarima – Verbeek (90. Baas), Dekker (63. Schuurman), Lieftink – van Mieghem, Konings (75. Opoku), Hamdaoui.

Tore: 0:1 Hamdaoui (18.), 0:2 Konings (34.), 1:2 Staring (62.), 1:3 Lelieveld (90.+4).

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