Rick Reekers: „Ich bin hier top zufrieden“

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Der Wüllener hat bei RW Nienborg seine erste Trainerstation angetreten. Welche Herausforderungen er dabei erlebt hat, verrät er im Interview.

Nienborg

, 06.12.2018, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Als eine der ersten Mannschaften hat sich B-Ligist RW Nienborg bereits in die Winterpause verabschiedet und liegt als Tabellenzweiter nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Epe. Wir haben mit Spielertrainer Rick Reekers aus Wüllen gesprochen, der das Team im Sommer übernommen hat.

Ihre Mannschaft verbringt den Winter auf dem zweiten Platz. Wie bewerten Sie die bisherige Saison und inwiefern liebäugeln Sie mit dem Aufstieg?
Wenn man sieht, dass die Mannschaft in der gesamten Vorsaison 42 Punkte geholt hat und wir jetzt schon bei 37 stehen, können wir durchaus zufrieden sein. Anfangs hat es etwas gedauert, bis sich die Neuerungen eingespielt haben, aber mittlerweile läuft alles gut. Zum Thema Aufstieg kann ich nur sagen, dass es mein Ziel ist, unter die ersten Drei zu kommen. Die Spieler ziehen alle gut mit und wollen den größtmöglichen Erfolg. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt.

Rot-Weiß ist Ihre erste Station als Trainer, gleichzeitig spielen Sie selbst mit. Wie haben Sie die Umstellung hinbekommen?
Am Anfang war es schon eine Herausforderung, auf dem Platz alles im Blick zu behalten und mich gleichzeitig auf meine eigene Leistung zu konzentrieren. Das klappt jetzt aber ganz gut und meine Mitspieler machen es mir da auch einfach. Ein größerer Unterschied ist für mich, dass ich mich nach den Spielen viel mehr damit beschäftige. Als ich nur Spieler war, habe ich die Spiele viel schneller abgehakt.

Mit 27 Jahren sind Sie noch ziemlich jung. Was hat für Sie den Anreiz gegeben, schon ins Trainergeschäft einzusteigen?
Das war eigentlich gar nicht angedacht. Wäre das Angebot aus Nienborg nicht gekommen, wäre ich jetzt wahrscheinlich noch Spieler beim FC Epe. Aber ich habe es mir gemeinsam mit meinem Co-Trainer Philipp Schlamann angeschaut und wir waren sofort vom Potenzial in Nienborg überzeugt. Der Eindruck hat sich jetzt bewahrheitet, es ist eine sehr schöne erste Trainerstation. Das Alter ist meiner Meinung nach gar nicht so wichtig. Was zählt ist, dass man Ahnung hat und die Spieler mitreißen kann.

Ahaus, Stadtlohn, Emsdetten, Epe, Wüllen, Coesfeld, Wattenscheid – Sie sind in Ihrer Laufbahn als Spieler viel herumgekommen. Wie kam das?
Naja, das hatte verschiedene Gründe. Als ich aus der Jugend des SuS Stadtlohn in die erste Mannschaft kam, hatte ich Markus Krüchting und Rainer Hackenfort als Konkurrenten auf meiner Position – da gab es kein Vorbeikommen, also bin ich nach Epe gewechselt. Nach einem halben Jahr kam dann das Angebot aus der Landesliga von Borussia Emsdetten. Wir sind abgestiegen und nach der Saison mussten viele Spieler gehen, dazu gehörte ich auch. Dann bin ich zu Eintracht Ahaus, wo ich nicht gut zurechtgekommen bin, und dann nach Wüllen gewechselt. In Wattenscheid war ich, weil ich zu der Zeit in Bochum studiert habe. Danach bin ich zurück nach Ahaus und habe für den FC Epe gespielt. Für einige klingt es komisch, wenn man bei so vielen Vereinen war. Aber es hat sich halt immer so ergeben und ich bin froh, dass ich überall nette Leute kennengelernt habe.

Bei RW Nienborg haben Sie Ihren Vertrag nun bis 2020 verlängert. Können Sie sich vorstellen, hier langfristig zu arbeiten?
Auf jeden Fall. Ob das klappt, hängt von vielen Faktoren ab. Wenn wir zum Beispiel in die A-Liga aufsteigen würden und es irgendwann nicht mehr so gut läuft, können sich die Dinge schnell anders entwickeln. Aber im Prinzip spricht nichts dagegen. Ich bin hier top zufrieden.

Wie nehmen Sie die Stimmung im Umfeld der Mannschaft in dieser erfolgreichen Phase wahr?
Es herrscht schon ein bisschen Euphorie. Gleichzeitig sind aber auch die Ansprüche gewachsen. Nach unserem letzten Spiel gegen den TuS Wüllen II habe ich auch Stimmen gehört, die meinten: „Wie kann man gegen die nur unentschieden spielen?“ Das zeigt, dass schon eine gewisse Erwartungshaltung da ist, die Menschen merken, dass mit dieser Mannschaft einiges möglich ist.

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