Rob Reekers spricht über sein erstes Jahr in Vreden

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Kurz vor Saisonende lässt SpVgg-Trainer Rob Reekers sein erstes Jahr in Vreden Revue passieren. „Hier gibt es viele Dinge, die es in anderen Vereinen nicht gibt“, sagt er unter anderem.

Vreden

, 17.05.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Westfalenliga-Saison mit Höhen und Tiefen neigt sich dem Ende entgegen. Die SpVgg Vreden stellt sich bereits am Freitagabend um 20 Uhr beim Delbrücker SC zum letzten Auswärtsspiel vor, ehe sie zum Abschluss noch den TuS Hiltrup empfängt. Wir haben mit Trainer Rob Reekers über sein erstes Jahr in Vreden gesprochen.

Zwei Spiele stehen noch aus, für Ihr Team geht es im Grunde nur noch um die Goldene Ananas. Freuen Sie sich, dass die Saison bald vorbei ist?
Eigentlich ist es schade, weil das Wetter jetzt besser wird. Das ist die beste Zeit zum Fußballspielen. Auf der anderen Seite war es in den letzten Wochen schon schwierig mit unseren ganzen Personalsorgen. Wir hoffen jetzt einfach, dass die Saison gut zu Ende geht, also dass unsere A-Jugend in die Landesliga aufsteigt und unsere zweite Mannschaft die Bezirksliga hält.

Viele hatten von der SpVgg mehr erwartet als einen Platz im unteren Mittelfeld der Tabelle. Inwiefern haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?
Das hatte ich natürlich auch gehofft. Dabei bin ich aber davon ausgegangen, dass zumindest immer 90 Prozent der Spieler fit sind. Dann aber haben uns Leute wie Jan und Nils Temme, Mirko Bertelsbeck oder Carlo Korthals über weite Strecken gefehlt. Und damit auch ihre Qualität und Erfahrung. Das kompensiert man nicht so einfach, auch wenn die jungen Spieler ihre Sache gut gemacht haben. Vielleicht habe ich den Umbruch aber auch ein wenig unterschätzt, immerhin kamen im Sommer acht neue Spieler dazu und viele gestandene sind gegangen.

Was waren denn auf dem Platz die größten Probleme und was lief schon gut?
Gerade in der Rückrunde haben die Jungs es spielerisch schon sehr gut gemacht. Aber insgesamt muss ich sagen, dass die Chancenauswertung nicht gut war. Nach etlichen Spielen haben wir uns gefragt, warum wir nicht als Sieger vom Platz gehen. Das hat dann auch nicht immer mit Pech oder Zufall zu tun. Das müssen wir nächste Saison besser machen.

Es war Ihr erstes Jahr in Vreden. Wie gefällt es Ihnen grundsätzlich im Verein?
Es ist alles top organisiert. Hier gibt es viele Dinge, die es in anderen Vereinen nicht gibt. Wir haben eine eigene Kabine für die Mannschaft und einen Raum, in dem wir zusammen Fußball gucken oder Darts spielen können. Vom Material her ist alles top und auch vom Umfeld: Es gibt viele Leute, die sich ehrenamtlich engagieren, zum Beispiel unsere vier Betreuer. Aber auch Christoph Kondring oder Christian Bengfort aus dem Vorstand haben immer ein offenes Ohr. Jeder versucht zu helfen, wo er kann, und das ist toll. Auch die gemeinsamen Feiern und Fahrten sprechen für die gute Stimmung im Verein.

Die Mannschaft wird zur neuen Saison bei drei Abgängen weitgehend zusammenbleiben, mit Mario Worms kommt ein namhafter Neuzugang. Sind Sie zufrieden mit der Kaderplanung?
Auch mit Jan Beverborg haben wir einen guten Neuzugang, eventuell kommen noch ein, zwei Spieler dazu. Da auch vier Spieler aus der Jugend aufrücken, sind wir in der Breite besser aufgestellt, was auch für den Konkurrenzkampf im Kader wichtig ist. Ich denke, dass das mit dem Weg, so viele Spieler wie möglich aus Vreden und Umgebung einzubauen, der richtige ist. Für die neue Saison habe ich auf jeden Fall ein gutes Gefühl.

Am Freitag in Delbrück

Um 20 Uhr treten die Vredener beim Delbrücker SC an, der als Elfter einen Platz und einen Punkt hinter der SpVgg liegt. „Wir fahren schon um 16 Uhr los, ich hoffe, dass die lange Reise sich lohnt und wir Punkte mitnehmen“, sagt Rob Reekers. Wie sein Kader genau aussieht, konnte er am Donnerstag noch nicht sagen.
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