SpVgg Vreden will zu viel gegen eiskalte Gäste

rnFußball-Westfalenliga

90 Minuten rannte Vreden einem Rückstand gegen Rödinghausen II vergeblich hinterher. Damit ist der Start in die Rückserie vorerst missglückt.

Vreden

, 08.12.2019, 19:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen weiteren Rückschlag musste der Herbstmeister SpVgg Vreden im Spiel gegen den SV Rödinghausen II einstecken: Mit 1:3 ging auch das zweite Rückrundenspiel verloren – dabei half dem Westfalenligist auch eine 35-minütige Überzahl nicht. Die Mannschaft von Trainer Rob Reekers rutschte damit in der engen Spitzengruppe auf Rang fünf ab, musste zudem den Gast vorbeiziehen lassen.

Denkbar ungünstig begann der letzte Heimauftritt der SpVgg bei böigem Wind: Noch kein SpVgg-Spieler hatte den Ball berührt, da hatte der agile Martin Aciz bereits auf 0:1 gestellt (1.). Besonders beeindruckt zeigten sich die Gastgeber nicht: Cihan Bolats Kopfball rutschte knapp am Pfosten vorbei (5.), dann visierte Niklas Hilgemann aus zwölf Metern den linken Pfosten an (7.).

Hilgemann zwang kurz darauf Torsteher Jan Dehl zu einer Parade (12.), auf der Gegenseite nahm Torhüter Ricardo Ottink einen Rückpass mit der Hand auf: Den Freistoß setzte Aciz in die Mauer (15.). Nach dieser fulminanten Anfangsphase wurde es auf dem Platz spielerisch ein weniger ruhiger, emotional aber hektischer.

Inkonsequente Abwehr

Die Hausherren suchten offensiv meist vergeblich die Räume und verteidigten hin und wieder zu fahrig: So auch vor dem 0:2, als der Ball nach mehreren inkonsequenten Abwehrversuchen zu Azic kam, der aus 35 Metern zu einer Bogenlampe exakt ins lange Eck ausholte (27.). „Da müssen wir anders auftreten, das nutzt ein solcher Gegner wie Rödinghausen dann auch aus“, haderte Reekers.

Und doch keimte noch vor der Pause Hoffnung auf nach dem Anschlusstreffer von Mario Worms, der Torwart Dehl austanzte (45.+1). Nach der Pause drückte Vreden nun mit dem Wind im Rücken – und die Rote Karte gegen einen Gästespieler nach einer Unsportlichkeit schien eine weitere Vorlage zu werden (55.). Doch insgesamt blieb das Spiel der Blau-Gelben zu ideenlos, zu fehlerbehaftet.

Verkrampft in Überzahl

„Die Jungs haben viel versucht, wollten dann auch zu viel. Dann wird es schnell verkrampft“, sah auch Reekers in der Folge wenige durchdacht herausgespielte Toraktionen. Viele Abschlüsse wurden geblockt oder gingen knapp vorbei. Einen der wenigen Konter brachte Adrian Wanner dann zur Entscheidung ins Netz (83.) – die Vredener wähnten zuvor ein Handspiel.

Auch ein weiterer Feldverweis nach Gelb-roter Karte (87.) brachte die Gäste nicht mehr in Verlegenheit – sie besannen sich weiter darauf, die Räume eng zu halten und den Spielfluss der Gastgeber zu stören.

„Natürlich hoffst du bei 1:2 immer, dass noch was geht. Es kostet natürlich auch Kraft, immer hinterherlaufen zu müssen. In der Summe spüren wir die vielen Ausfälle auch“, lautete das Fazit von Rob Reekers.

SpVgg Vreden - Rödinghausen II 1:3
SpVgg:
Ottink - Enning, Verwohlt, Hartmann (69. Kondring), Niehuis, Wüpping (46. Kouyate), Hakvoort, Ostenkötter, Worms, Hilgemann, Bolat
Tore: 0:1, 0:2 Aciz (1., 27.); 1:2 Worms (45.+1); 1:3 Wanner (87.)
Zuschauer: 150

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