SuS Stadtlohn plant Trainingsstart – mit einer Portion Frust

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Nach aktuellem Stand der Dinge zählt der SuS Stadtlohn als Bezirksliga-Zweiter zu den Teams, die nicht von der geplanten Aufstiegsregelung profitieren. Nun will das Team auf den Platz zurück.

Stadtlohn

, 02.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein paar Wochen sind schon vergangen, seit der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) seine geplante Lösung für das Ende der Saison 2019/20 präsentiert hat. Sie soll gewertet werden, ohne Absteiger. Dafür dürfen alle Tabellenführer zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs sowie zum Ende der Hinrunde in die nächst höhere Klasse. Ebenso punktgleiche Tabellenzweite.

Auf Platz zwei stand auch der SuS, als Covid-19 die Saison Mitte März auf Eis gelegt hat. Die Stadtlohner hatten zwar im Lauf der Rückserie Boden auf Spitzenreiter TuS Haltern II gutgemacht und den Rückstand von sieben Punkten zum Hinrundenende auf drei verkürzt. Doch auch die Tatsache, dass der SuS dem Spitzenreiter die Stirn geboten und eine starke Serie gespielt hat, wird ihm wohl am Ende nicht reichen, um die angestrebte Rückkehr in die Landesliga schon in diesem Jahr zu realisieren.

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Und dass der SuS nach den Plänen des FLVW keine Chance dazu erhalten soll, empfinden viele im Verein als ungerecht. „Wir gönnen allen Aufsteigern den verdienten Aufstieg und allen potenziellen Absteigern den Klassenerhalt. Der Beschluss hinkt aber im Sinne von Gleichbehandlung und Verhältnismäßigkeit“, sagte Geschäftsführer Michael Schley bereits Anfang Mai, als die Verbandspläne konkret geworden waren.

Der zweite Platz bedeute schließlich in vielen Ligen eine mögliche Aufstiegsrelegation. Das wäre auch in der Bezirksliga der Fall gewesen, wenn aus der Regionalliga West höchstens zwei Vereine in den westfälischen Verband abgestiegen wären. So sah zum Beispiel die Konstellation zum Ende der Hinrunde aus. Auf der anderen Seite dürfen Mannschaften als aktueller Tabellenfünfter aufsteigen oder andere in ihren Ligen bleiben, obwohl sie kein einziges Saisonspiel gewonnen haben.

Rahsing will noch nicht ins Detail gehen

Alles Fakten, die auch SuS-Trainer Stefan Rahsing kennt. „Um es neutral zu formulieren: Mir fehlen bei dieser Saisonwertung die Grundsätze der Einheitlichkeit und Gerechtigkeit.“ Ins Detail wolle er aber erst gehen, wenn der FLVW seine Regelung nach Abstimmung durch den Verbandstag am 9. Juni veröffentlicht hat. „Ich bin mal gespannt, was da noch passiert. Denn es gibt definitiv noch offene Fragen, etwa zur Zusammensetzung der Ligen in der nächsten Saison.“

Dass in Sachen Saisonwertung, gegen die andere Zweitplatzierte in Westfalen bereits Beschwerde beim Verband eingereicht haben, noch etwas passiert, ist eine leise Hoffnung. Die Chance, dass Tabellenführer TuS Haltern II im Zuge der neuen Vereinsausrichtung möglicherweise auf sein Landesliga-Ticket verzichtet, stuft Rahsing ebenfalls als gering ein.

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Zufällig exakt am 9. Juni, dem Tag der endgültigen FLVW-Entscheidung, wollen die Stadtlohner wieder ins Training einsteigen. In verschiedenen Gruppen und unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln. „In Absprache mit dem Mannschaftsrat haben wir beschlossen, nicht zu schnell wieder auf den Platz zu gehen“, erklärt Rahsing. „Wir werden das behutsam angehen, um die Spieler nicht zu überlasten. Nach zwei Wochen schauen wir dann, ob wir das Training so fortsetzen.“

Bis auf den weiterhin verletzten Lars Sparwel sind derzeit alle SuS-Spieler fit, wie Rahsing sagt. Worauf er mit seinem Team hintrainiert, das steht noch nicht genau fest. Der Start der neuen Saison ist noch ungewiss. Möglicherweise sind die Stadtlohner aber noch im Kreispokal der „alten“ Saison gefordert. Der Kreisvorsitzende Willy Westphal hat angekündigt, den Wettbewerb wenn irgend möglich noch über die Bühne bringen zu wollen. Der SuS würde im Halbfinale auf die SG Coesfeld treffen. Ein Team übrigens, das als Tabellenzweiter in die Bezirksliga aufsteigen darf...

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