TV Vreden stellt sich mutig und mit Rückkehrer Julius Jetter dem Ligaprimus TV Verl

rnHandball-Landesliga

Im letzten Heimspiel der Hinrunde treffen die Handballer des TV Vreden auf den Tabellenersten TV Verl. Trainer Frank Steinkamp sieht gute Gründe, warum das Schlusslicht Paroli bieten sollte.

09.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Selbstverständlich werde man die Auftritte der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der EM verfolgen, doch der Fokus sei bei den Handballern des TV Vreden eindeutig auf die eigene Herausforderung Abstiegskampf gerichtet. Nach der Weihnachtspause hat Coach Frank Steinkamp die Sinne seiner Landesliga-Handballer noch einmal geschärft.

Denn die ausstehenden beiden Aufgaben in der Hinrunde haben es in sich: Im letzten Heimspiel geht es am Samstag ab 19.45 Uhr in der Hamalandhalle, Up de Bookholt, gegen den Tabellenführer TV Verl. Und eine Woche darauf wartet das Derby bei Vorwärts Gronau. Noch Zukunftsmusik.

Dass man gegen den Ligaprimus aus Verl als klarer Außenseiter auf die Platte gehe, das stehe außer Frage. „Was soll man beim Spiel des Tabellenletzten gegen den Ersten auch anderes sagen, da sind wir realistisch genug“, so Steinkamp. Dennoch: Der TV habe trotz der schmalen Bilanz von nur zwei Siegen aus elf Partien oft gezeigt, dass er in der Klasse mithalten kann. „Vielleicht wird der Gegner dann irgendwann nervös. Um das auszunutzen, müssen wir eine bessere Chancenverwertung zeigen als zuletzt.“

Das Winterprogramm war sehr intensiv

Und Steinkamp führt gleich einige Gründe an, warum man auch dem Spitzenreiter Paroli bieten können sollte. „Wir konnten dank der günstig gelegenen Feiertage unsere Hallenzeiten in der Pause sehr gut nutzen“, verweist Steinkamp auf ein intensives Winterprogramm. Zudem habe Verl jüngst gegen Kattenvenne eine durchaus deutliche Niederlage einstecken müssen, was zeige, dass die Mannschaft „sicher über große Qualität verfügt“, aber „nicht unschlagbar“ ist.

Jetzt lesen

Und nicht zuletzt macht der sich füllende Kader dem Trainer Hoffnung. Durch Abgänge und Verletzungen war der Spielfluss in den vergangenen Monaten doch ein wenig verloren gegangen. Insbesondere die Rückkehr von Julius Jetter nach Auslandssemester sollte dem Spiel der Vredener guttun.

„Im Test gegen Havixbeck hat man gerade in der Abwehr schon seine besondere Präsenz erkannt. Er ist natürlich noch nicht bei 100 Prozent, aber enorm wichtig für die Mannschaft.“ Zudem könnte womöglich schon am Samstag Alexander Gehling nach Verletzung zurückkehren. Insgesamt werde der Kader so nach und nach stabiler.

"Wir können nur gewinnen"

Fakt bleibe aber: „Wir können gegen Verl nur gewinnen, in Gronau müssen wir uns dann zeigen. Aufgegeben haben wir uns natürlich noch lange nicht, dafür ist die Liga viel zu eng. Wir brauchen aber Ergebnisse, das wissen wir auch.“ Und zusätzliche Motivation könnten auch die Handballabende vor dem Fernseher ergeben. „Die meisten Spiele der Deutschen schauen wir wieder gemeinsam. Da kann sich auch eine positive Energie entwickeln.“

Lesen Sie jetzt