Uwe Stampfer wirft in Wüllen das Handtuch: „Zu diesem Zeitpunkt schon überraschend“

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Uwe Stampfer hat das Traineramt beim Bezirksligisten TuS Wüllen niedergelegt – die Zusammenarbeit endet damit nach nur acht Monaten. Maßgeblich war die jüngste Entwicklung beim Abstiegskandidaten.

Wüllen

, 06.03.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Ralf Wesker kam die Entwicklung „zu diesem Zeitpunkt schon überraschend“, für Uwe Stampfer war es nach reiflicher Überlegung „eine Entscheidung der Vernunft“ und ein „konsequenter Schritt“: Am Dienstagabend bat der Trainer des TuS Wüllen den Sportlichen Leiter zum Gespräch, um ihm mitzuteilen, dass er das Traineramt mit sofortiger Wirkung niederlegen wird. Kurzfristig werden Daniel Tatti, der erst im Winter wieder als Co-Trainer aktiv geworden ist, und der spielende Co-Trainer Klaus Büning die Elf betreuen.

Letztlich ausschlaggebend für diesen Schritt sei die jüngste Entwicklung nach der Winterpause gewesen, so Stampfer: „Wir hatten uns einen Schub durch den Gewinn der Hallenmeisterschaft versprochen, wollten schnell punkten. Doch der Erfolg ist weiter ausgeblieben. Symptomatisch war der Spielverlauf im Spiel gegen Gescher. Da überlegt man, was man ändern kann. Und an einer Mannschaft ist bekanntlich in der Saison nichts zu ändern.“

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Natürlich stelle er den Verein damit vor vollendete Tatsachen, aber „es muss etwas passieren“. „Der TuS hat noch 14 Spiele, da ist noch alles möglich. Am Ende darf sich keiner den Vorwurf machen müssen, nicht alles versucht zu haben.“ Stampfer weiter: „Ich hänge natürlich an Verein und Mannschaft, diese stehen aber allein im Mittelpunkt. Da muss man als Trainer persönliche Eitelkeiten zurückstellen.“

Schweres Erbe

Er zeigt sich dabei weiter davon überzeugt, dass die Mannschaft Bezirksliga-Qualität besitzt, die Umstände in der Saison seien natürlich extrem schwierig gewesen. Das erkennt auch der Sportliche Leiter Ralf Wesker an: „Uwe hat natürlich ein schweres Erbe angetreten nach den erfolgreichen Jahren. Wir wussten, dass es nach den Abgängen im Sommer keine einfache Saison wird, dazu kommen die vielen Verletzten, viele junge Spieler mussten früh Verantwortung übernehmen.“ In der Summe sei der Schritt Stampfers nachvollziehbar. Zunächst werden nun Daniel Tatti und Klaus Büning die Mannschaft für den Abstiegskampf rüsten – eng begleitet vom Sportlichen Leiter. Über die Alternative, das künftige Trainergespann Maik Hollweg und Johannes Dönnebrink früher einzubinden, habe man nicht nachgedacht: „Zum einen sind beide zeitlich dazu aktuell nicht in der Lage, zum anderen kann uns Johannes derzeit auf dem Platz noch nicht weiterhelfen. Die Chance zu einem Neustart im Sommer ist für beide die fairere Lösung.“

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Nach dem Spiel in Reken werde man sich in Ruhe mit den sportlich Verantwortlichen zusammensetzen, um eine Lösung für die Zukunft zu finden. Das bestätigt Daniel Tatti. Der Interimscoach sieht die Mannschaft nun gefordert, dem Zeichen von Uwe Stampfer ein eigenes folgen zu lassen. Neun Punkte beträgt aktuell der Rückstand aufs rettende Ufer...

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