Vredener Fight bringt nichts fürs Konto

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Im ersten Oberligaspiel ihrer Vereinsgeschichte lieferten sich die SpVgg und der Gast aus Rheine ein intensives Duell. Zwei Ostenkötter-Tore reichten den Gastgebern unterm Strich aber nicht.

Vreden

, 06.09.2020, 20:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der erste Oberligapunkt war greifbar für die SpVgg Vreden. Am Ende der Fünftligapremiere im Hamalandstadion stand aber eine 2:3-Niederlage gegen den FCE Rheine. Vor den Augen der vier Vredener Bürgermeisterkandidaten und insgesamt 300 Zuschauern boten die Vredener eine gelungene Partie. Dass es am Ende nicht für Zählbares reichte, lag auch an der Abgezocktheit der Oberliga-erfahrenen Gäste.

Die Vredener kamen gut in die Partie und gingen schon in der achten Spielminute in Führung. Nach Zuspiel von Maximilian Hinkelmann visierte Nicolas Ostenkötter erfolgreich das lange Eck an. Großer Jubel beim Vredener Anhang. Doch der sollte nicht lang währen. Die Rheinenser kamen nun besser auf und in der 15. Minute zum Ausgleich: Giglielmo Maddentes Fernschuss ging zwar nur an die Latte, doch der Ball fiel direkt vor die Füße von Routinier Timo Scherping, der aus kurzer Distanz einnetzte.

Die Vredener zeigten sich davon allerdings nicht beeindruckt und setzten vorne weitere Akzente. Doch die Versuche von Kapitän Niklas Niehuis (21.) und dem überraschend in die Startelf beorderten Youngster Felix Mensing (25.) waren nicht präzise genug. Auf der anderen Seite zeigte sich dann der Gegensatz von Erfahrung und Jugend, als Felix Mensing Rheines Julius Hölscher im Strafraum von den Beinen holte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jörg Huesmann zur Gästeführung (27.). Bis auf einen Abschluss von Leon Kondring (41.) passierte bis zur Pause nicht mehr viel. Und der zweite Durchgang begann so, wie es sich die Heimelf keinesfalls vorgestellt hatte. Im dritten Nachschuss nach einer Hereingabe jagte Luca Meyer den Ball ins Netz (49.). Die Vredener reklamierten ein vorausgegangenes Foulspiel an Schlussmann Ricardo Ottink.

Die Szene vor dem Vredener Elfmeter: Rheines Schlussmann Nicholas Beermann foult Maximilian Hinkelmann.

Die Szene vor dem Vredener Elfmeter: Rheines Schlussmann Nicholas Beermann foult Maximilian Hinkelmann. © Sascha Keirat

Trotz des 1:3 glaubten die Blau-Gelben an ihre Chance, noch Zählbares zu holen. Meist endeten ihre Angriffe in einer immer kampfbetonter werdenden Partie aber kurz vor einem möglichen Abschluss. Bernd Verwohlt verzeichnete den ersten Vredener Schuss aufs Gästetor in der 64. Minute. Der nächste brachte 20 Minuten später den Anschluss. Nach Foul von Keeper Beermann an Hinkelmann gelang Ostenkötter vom Punkt sein zweiter Treffer – und der brachte die Hoffnung noch mal zurück.

Bälle in den Strafraum

Allerdings gelang es den Gastgebern in den verbleibenden Minuten nicht, eine der vielen in den Strafraum geschlagenen Standards oder Flanken zu nutzen, um zumindest einen Teilerfolg zu verbuchen. Trainer Engin Yavuzaslan munterte seine enttäuschten Mannen nach dem Schlusspfiff trotzdem auf. Ihr erstes Auswärtsspiel bestreiten sie nun am Sonntag in Dortmund.

SpVgg Vreden - FCE Rheine 2:3
Vreden: Ottink - Hartmann, Verwohlt, Ivanusic, Schücker - Hakvoort, Niehuis - Ostenkötter, Kondring (65. Hilgemann), Mensing (68. Kouyate) - Hinkelmann
Tore: 1:0 Ostenkötter (8.); 1:1 Scherping (15.); 1:2

Huesmann (27., FE); 1:3 Meyer (49.); 2:3 Ostenkötter (83. FE).

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