Westfälische Hallenmeisterschaften komplett abgesagt

Leichtathletik

Der Verband hat entschieden: In diesem Winter werden sich die Leichtathleten nicht auf westfälischer Ebene messen können. „Uns bleibt keine andere Möglichkeit“, heißt es vom FLVW.

Kreis

20.11.2020, 13:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Frühjahr 2020 noch ganz oben auf dem Treppchen stand Jonas Huning vom TV Vreden. Seinen Westfalen-Titel im Hürdenlauf wird er 2021 nicht verteidigen können.

Im Frühjahr 2020 noch ganz oben auf dem Treppchen stand Jonas Huning vom TV Vreden. Seinen Westfalen-Titel im Hürdenlauf wird er 2021 nicht verteidigen können. © privat

Der westfälische Meisterschafts-Kalender wird in den kommenden Monaten gähnend leer bleiben. Um der dynamischen Entwicklung der Corona-Inzidenzzahlen entgegenzuwirken, werden in diesem Winter erstmals in der Geschichte des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) keine westfälischen Hallenmeisterschaften stattfinden. Dies beschloss die Kommission Wettkampforganisation des Verbandes am Donnerstagabend im Rahmen einer Video-Konferenz.

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„Uns bleibt in der aktuellen Situation keine andere Möglichkeit, denn wir tragen eine große Verantwortung gegenüber allen am Wettkampf beteiligten Personen. Auch wir möchten vor dem Hintergrund der hohen Infektionszahlen unseren Beitrag dazu leisten, dass die Bevölkerung in den nächsten Monaten einigermaßen gut über die Runden kommt“, betont die westfälische Leichtathletik-Wettkampfwartin Melanie Neitzel. Und Sportwart Hubert Funke ergänzt: „Unser Beschluss richtet sich nicht gegen den Sport, sondern für den Sport.“

Kaderathleten dürfen nicht trainieren

Die Kommission ließ in ihre Entscheidung auch den Aspekt mit einfließen, dass die Mitglieder des FLVW-Landeskaders zurzeit nicht trainieren dürfen und ein Ende dieses Lockdowns noch nicht in Sicht ist. Daher ist aus sportfachlicher Sicht eine sinnvolle Vorbereitung auf die verschiedenen Hallenmeisterschaften unter den gegebenen Voraussetzungen nicht möglich.

Die Wettkampfkommission Leichtathletik will mit ihrer gestrigen Absage der Hallentitelkämpfe auch dazu beitragen, dass Athletinnen und Athleten sowie Trainerinnen und Trainer nun Planungssicherheit haben. So können sie sich in aller Ruhe auf die Freiluftsaison 2021 vorbereiten – auch wenn dies für einige nur ein schwacher Trost ist.

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