Wüllen auf dem Boden der Realität

Fußball-Bezirksliga 11: Unglückliches 1:2 in Hüls

Dass in der Bezirksliga ein anderer Wind weht als in der Kreisliga, das bekommt der TuS Wüllen zu Beginn in voller Ausdehnung zu spüren. Statt möglicher sechs Punkte steht der Aufsteiger nach zwei Spielen noch ohne Zähler da. Auch das 1:2 beim VfB Hüls war bitter in der Entstehung.

WÜLLEN

, 20.08.2017, 19:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie hart die Realität in der Bezirksliga sein kann, das bekam der TuS Wüllen gestern zum zweiten Mal zu spüren. Auch Christian Theuring (v.) war bei seinem Elfmeterversuch nicht mit Fortuna im Bunde. Am Ende setzte es die zweite Saisonpleite.

Wie hart die Realität in der Bezirksliga sein kann, das bekam der TuS Wüllen gestern zum zweiten Mal zu spüren. Auch Christian Theuring (v.) war bei seinem Elfmeterversuch nicht mit Fortuna im Bunde. Am Ende setzte es die zweite Saisonpleite.

„Das ist schon brutal. Wie gegen Merfeld hauen wir alles raus, spielen einen guten Gegner phasenweise an die Wand, belohnen uns aber nicht.“ Spielertrainer Rainer Hackenfort musste direkt nach Spielschluss erst einmal Herr seiner „gemischten Gefühle“ werden. Zu allem Überfluss zog sich der Routinier auch noch eine Verletzung zu (Verdacht auf Zerrung), die ihn in der kommenden Woche womöglich zum Zuschauen verurteilt. So richtig Fahrt nahm die Bezirksligapartie am Chemiepark erst in den zweiten 45 Minuten auf. Die erste Hälfte plätscherte weitestgehend dahin, beide Mannschaften neutralisierten sich. Und schon zu diesem Zeitpunkt hatte Wüllen die gefährlicheren Aktionen auf seiner Seite. Ein Freistoß von Christian Theuring rauschte an Freund und Feind vorbei (31.), Hackenforts Versuch aus spitzem Winkel wurde vom Torhüter entschärft (37.). Hüls spielte ansehnlich, aber ohne Zug.

Elfmeter verschossen

„Im zweiten Durchgang haben wir 20 Minuten bärenstark aufgespielt“, zeigte sich Hackenfort vom Auftritt seiner Mannen wie schon zum Auftakt beeindruckt. Der Spannungsbogen erreichte zur Mitte der Hälfte seinen Höhepunkt: Zunächst verschoss Christian Theuring einen Foulelfmeter (65.). Dann setzte ein Ball von Klaus Büning an die Unterkante der Latte wohl hinter der Linie auf, der Schiedsrichter ließ die Begegnung allerdings laufen (70.).

Aus dieser Verwirrung heraus konterte Hüls den TuS zum 1:0 durch Okan Solak aus (70.). Wüllen schüttelte sich kurz und egalisierte umgehend durch Christopher Behrendt (72.). Und wieder im Gegenzug der nächste Nackenschlag: Ein Vergehen im Strafraum wertete der Referee als Foul, Marvin Höner nutzte die „Vorlage“ vom Elfmeterpunkt zum 2:1 (73.).

„Das ist ganz bitter: Der Ball von Büning war wohl drin, der Elfmeter eher keiner. Das ist Lehrgeld, daraus müssen wir schnell lernen“, hat Hackenfort den Unterschied zwischen Kreis- und Bezirksliga schnell erkannt. Auch Christian Theurings letzter Versuch sollte an dieser Erkenntnis nichts mehr ändern (90.).

TuS Wüllen: Mester - P. Thering, Martha (84. Thebelt), Haeske, Büning, Möller, Edel, Behrendt, Edel, Hackenfort (76. Holtkamp), C. Theuring.Tore: 1:0 Solak (70.); 1:1 Behrendt (72.); 2:1 Höner (73., Foulelfmeter).Bes. Vorkommnis: C. Theuring, Wüllen, verschießt Foulelfmeter (65.).

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