Wüllen mit Lucky Punch in rassigem Derby

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In einem hitzigen Derby trennten sich SV Heek und TuS Wüllen 3:3. Die Heeker verspielten eine deutliche Führung leichtfertig.

Heek

, 05.10.2020, 11:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach Schlusspfiff verließ Heeks Spielertrainer Rainer Hackenfort kopfschüttelnd den Platz. So richtig glauben, was gerade passiert war, konnte er noch nicht. Denn lange Zeit hatten seine Heeker im Derby gegen Wüllen wie der sichere Sieger ausgesehen.

In der ersten Halbzeit deutete noch nicht viel auf das torreiche Endergebnis hin. Beide Mannschaften tasteten sich ab. Nach 15 Minuten übernahm Wüllen langsam die Spielkontrolle und wäre durch Christopher Behrendt fast in Führung gegangen. Seinen Schuss aus der Drehung wehrte der Heeker Schlussmann aber stark zur Ecke ab (25.). Die größte Chance im ersten Durchgang bot sich aber Luca Böwing: Nach einer Hereingabe von der rechten Seite stand er völlig frei vor Noel Oellerich. Doch sein Schuss war weder platziert, noch besonders stramm. So ging es torlos in die Halbzeit.

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Die Heeker stellten nach der Pause um und waren gleich viel besser drin in der Partie. Kurz nach Wiederanpfiff verzog Luka Kösters aus guter Position nur knapp. Wenige Minuten später machte er es besser. Nach einem starken Pass von Christian Theuring blieb der Heeker Stürmer dieses Mal eiskalt und schob zum 1:0 ein (58.). Der SVH war nun die deutlich bessere Mannschaft und nutzte seine nächste Chance zum 2:0. Wieder war der Torschütze Luka Kösters. In der 66. Minute fiel dann die vermeintliche Vorentscheidung. Nach einem Foul an Rainer Hackenfort traf Robin Kersting vom Punkt zum 3:0. Wüllen war am Boden.

Schöne Direktabnahme

Doch der eingewechselte Paul Vortkamp sorgte mit einer schönen Direktabnahme, die links unten einschlug, zumindest für ein Lebenszeichen (71.). Plötzlich war wieder Feuer drin. Eine Minute vor Schluss nahm dann Christopher Behrendt ein Geschenk des Heeker Torhüters dankend an und traf mühelos zum Anschluss. Alle Dämme brachen dann, als in der Nachspielzeit erneut Paul Vortkamp den Ball irgendwie über die Linie bugsierte. Direkt danach Pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab.

„Wir laden den Gegner mit individuellen Böcken zu den Toren ein. Mir fehlen ein bisschen die Worte“, zeigte sich Rainer Hackenfort frustriert. Aber auch sein Gegenüber war nicht komplett zufrieden. „Nach dem Spielverlauf sind wir mit dem Punkt glücklich, aber die Leistung zu Beginn der zweiten Halbzeit war sehr enttäuschend. Es ist ein Punkt der Moral“, sagte TuS-Trainer Maik Hollweg.

SV Heek - TuS Wüllen 3:3
Heek: Oellerich – Epping, Kersting, Gausling, Olthuis (78. Olthuis), Hackenfort, Schultewolter, Theuring (86. Uphues), Hölscher, Kösters, Bomkamp (46. Schabbing)
Wüllen: Vortkamp – Tenhumberg (70. Kortbuß), Dumpe, Gosling (49. Vorkamp), Nolte, Pieper (77. Edel), Böwing, Hüls (17. Büning), Dönnebrink, Behrendt, Thebelt
Tore: 1:0 Kösters (60.), 2:0 Kösters (66.), 3:0 Kerstin (68. FE), 3:1 P. Vortkamp (79.), 3:2 Behrendt (89.), 3:3 P. Vortkamp (90.)

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