Der FC Overberge verfügt noch über personalisierte Trainingsanzüge im Wert von über 600 Euro, die durch den ehemaligen Trainer angeschafft wurden, aber wegen der Namens-Beflockung nicht mehr vergeben werden können. © FCO
Fußball

Amtsgericht meldet sich: Im Trainer-Prozess ist beim FC Overberge Ausdauer gefragt

Der FC Overberge hat seinen Ex-Trainer verklagt. Es geht um 2700 Euro, die der Klub einfordert. Vom Amtsgericht Unna gibt es nun Neuigkeiten.

Es geht um 2700 Euro. Der FC Overberge verklagt seinen ehemaligen Trainer, der im Vorjahr Trainingsanzüge, Trikots und Shirts im Wert von 6124 Euro gekauft hat. Das Geld wurde unter den Spielern eingesammelt – aber nicht komplett an den Verein zurückerstattet. Die nächste Runde ist nun eingeläutet.

Im März haben sich beide Parteien erstmals vor dem Amtsgericht Unna getroffen. Vorsitzender Michael Puszcz und der Kamener Rechtsanwalt Andreas Habbes vertraten die Interessen des FC Overberge, der ehemalige Übungsleiter indes war entschuldigt und hatte seinen Rechtsbeistand geschickt. Die Verhandlung wurde vertagt.

Verhandlung war eigentlich für Anfang Oktober vorgesehen

Nachdem zwischenzeitlich ein neuer Richter mit dem Prozess betraut wurde, musste die zweite Verhandlung erneut verlegt werden. „Ein durchaus normaler Vorgang“, kommentierte dies Habbes. Anfang Oktober sollten sich nun alle vor dem Gericht wiedersehen und den Vorfall klären.

Michael Puszcz ist Vorsitzender des FC Overberge und fordert  2.700 Euro von seinem ehemaligen Trainer zurück.
Michael Puszcz ist Vorsitzender des FC Overberge und fordert 2700 Euro von seinem ehemaligen Trainer zurück. © Stefan Milk © Stefan Milk

Mittlerweile staunt man beim FC Overberge etwas. Denn auch Anfang Oktober wird es keine Sitzung geben. Michael Puszcz erklärt: „Wir haben eine Mitteilung vom Amtsgericht erhalten, dass als neuer Verhandlungstermin der 17. Dezember angesetzt ist – kurz vor Weihnachten.“ Als Begründung wird in dem Schreiben kurz „Urlaub“ angegeben.

Laut dem Vorsitzenden des FC Overberge soll dann aber der Ex-Trainer persönlich auch vor dem Amtsgericht erscheinen und eine Stellungnahme abgeben. Gegen ihn liegt die Strafanzeige vor – auch wegen Prozessbetrugs.


Zum Hintergrund: Der Ex-Trainer und der FC Overberge sollen sich vor dem Klageweg eigentlich darauf geeinigt haben, dass der Coach die ausstehenden 2700 Euro auch mit seinem Gehalt als Trainer und Platzwart verrechnen könne. Das soll er unterschrieben haben und damit bestätigen, dass er beim Verein noch in der Schuld stehe. Durch seinen Rechtsanwalt ließ er aber mitteilen, dass er so eine Unterschrift nie geleistet habe.

Der FC Overberge hat aber mehrere Zeugen, die das beglaubigen. Sie könnten teils als Vorstandsmitglieder voreingenommen sein, es gibt aber auch noch einen weiteren, neutralen Zeugen, der gesehen haben will, das der Coach die Signatur geleistet habe. So oder so möchte der Verein vor allem die 2700 Euro zurück. „Das ist das Geld unserer Mitglieder“, pocht Michael Puszcz auf sein Recht.

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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Thorsten Teimann

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