Handball

Böses Erwachen: HC TuRa Bergkamen nach Keller-Knaller nun Schlusslicht

Böses Erwachen für den HC TuRa Bergkamen. Im Keller-Knaller beim HSC Haltern-Sythen verlor die Rycharski-Truppe - und rutscht ans Tabellenende der Vorrunde ab.
HSC Haltern - HC TuRa Bergkamen © Blanka Thieme-Dietel

Auch in Haltern gab es für den HC TuRa nichts zu holen. Nach der 29:34-Niederlage rutschen die Bergkamener an das Tabellenende der Vorrunde.

Oberliga: HSC Haltern-Sythen – HC TuRa Bergkanmen 34:29 (19:15). Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat sich der HSC Haltern-Sythen die ersten zwei Punkte in der aktuellen Oberliga-Saison gesichert.

Am Samstagabend (23. Oktober) trafen die bis dahin sieglosen Halterner auf TuRa Bergkamen. Die Gäste kamen mit einem Sieg aus den ersten vier Spielen in die Seestadt und so entwickelte sich von Minute eins an das erwartet enge Spiel auf Augenhöhe.

Auf Seiten des HSC startete vor allem einer richtig gut in die Partie: Julian Schrief, der nach seiner Kapselverletzung im linken Knie erstmals wieder auf der Platte stand, erzielte die ersten vier Treffer für den HSC. In einem Spiel mit immer wechselnder Führung konnte sich kein Team bis zur 25. Minute beim Stand von 14:14 so richtig absetzen. Dann begann allerdings die „entscheidende Phase“ für den HSC, wie Halterns Trainer Gerard Siggemann später analysierte.

HSC Haltern-Sythen liegt zur Pause mit 19:15 vorne

„Wir wollten viele Zwei-Minuten-Strafen durch Eins-gegen-Eins Situationen ziehen. Das war die taktische Vorgabe“, erklärte Siggemann. Und das gelang seinen Spielern rund um Spielmacher Michel Sorg mehrfach. Die Überzahlsituationen konnte der HSC bis zur Halbzeit durch sehenswerte Treffer ausnutzen und so sorgte Jan-Bernd Kruth kurz vor dem Halbzeitpfiff für die Vier-Tore-Führung beim Stand von 19:15. Diese Führung sollte der HSC auch bis zum Ende nicht mehr abgeben.

Zwar kamen die Gäste aus Bergkamen, die erstmals Neuzugang Jan Rotert aufboten, immer mal wieder auf ein Tor ran, doch der Ausgleich sollte ihnen nicht mehr gelingen. „Das wurmt mich“, gab Thomas Rycharski nach dem Spiel zu. „Es kommt, was immer kommt. Wir starten gut, brechen dann aber ein und produzieren zu viele technische Fehler. So kommt Haltern zu leichten Toren und wir haben den Rückstand zur Pause“, analysierte der angefressene TuRa-Trainer nach dem Spiel.

Der HC TuRa biss sich ein ums andere Mal die Zähne an der flexiblen HSC-Deckung und an Keeper Fabian Zindel aus. Der HSC fing Pässe ab und leitete Tempogegenstöße ein – mit Erfolg. „In der zweiten Halbzeit ist es das Gleiche. Wir decken richtig gut, kriegen nur ein Gegentor in den ersten zehn Minuten und denken, wir sind im Spiel. Aber dann passieren wieder diese vielen Fehler und dann wird es in Haltern schwer“, erklärt Rycharski.

So wirklich am Sieg des HSC gezweifelt hatte Mitte der zweiten Halbzeit keiner mehr in der Dreifachhalle. Auch die zwischenzeitliche offensive Manndeckung der Bergkamener, die sich immer wieder durch Zwei-Minuten-Strafen selbst schwächten, hatte die Halterner nicht aus der Fassung gebracht.

Am Ende sammelten die Gastgeber durch den 34:29-Erfolg zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Der TuRa muss sich hingegen auf einen harten Abstiegskampf einstellen. „Am Ende ist der Sieg zu Hoch aber verdient. Haltern war abgezockter als wir. Das hatten wir uns anders vorgestellt“, so ein enttäuschter TuRa-Trainer Thomas Rycharski.