Ingo Wagner (r.) - hier neben Lars Stratmann, der ab sofort auf die Co-Trainer-Position rückt - zieht die Reißleine und ist nicht länger Sportlicher Leiter beim HC TuRa Bergkamen. © Neumann
Handball

Nächster Paukenschlag beim HC TuRa: Ingo Wagner tritt als Sportlicher Leiter zurück

Der HC TuRa Bergkamen kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem vor Kurzem erst der Trainer der ersten Damen, Jörg Rode, hingeschmissen hat, zieht nun auch der Sportliche Leiter Ingo Wagner die Reißleine.

Die brisanten Nachrichten vom Bergkamener Friedrichsberg reißen nicht ab: Gab der HC TuRa Bergkamen noch zu Wochenbeginn bekannt, dass ab sofort wieder Thomas Rycharski nach einem Jahr Pause seine Arbeit als Cheftrainer aufnimmt, folgte am Mittwoch der nächste Paukenschlag: Ingo Wagner zieht sich mit sofortiger Wirkung als Sportlicher Leiter bei den TuRanern zurück.

Seine Begründung zu dieser überraschenden Entscheidung fiel denkbar knapp aus. Bergkamens 1. Vorsitzender Heinz-Georg Webers wurde da schon konkreter – und kündigte weitere sportliche Konsequenzen an.

Ingo Wagner führt „private Gründe“ für seinen Rücktritt an

All die Aufregung nur wenige Tage vor dem Oberliga-Auftakt am Freitagabend gegen den VfL Eintracht Hagen II (20.15 Uhr, Friedrichsberg-Halle). Nach einer kräftezehrenden Vorbereitung der ersten Herrenmannschaft, die Ingo Wagner noch gemeinsam mit Lars Stratmann als Übergangstrainer in der sportlichen Verantwortung stand, wird zum ersten Saisonspiel am Freitag „Tomek“ Rycharski wieder auf dem Trainerstuhl Platz nehmen. Er leitete in dieser Woche bereits die Übungseinheiten.

„Das war alles so abgesprochen und ist sauber gelaufen“, bestätigte Ingo Wagner auf Nachfrage dieser Redaktion. Warum er trotzdem umgehend auch seinen verantwortungsvollen Posten als Sportlicher Leiter des HC TuRa räumte, blieb zunächst offen. „Aus privaten Gründen“, so das knappe Statement des Bergkamener Urgesteins, das in den vergangenen Jahren vor allem auch als Trainer der Damenmannschaft große Erfolge bei den TuRanern gefeiert hatte.

Neues Anforderungsprofil an einen Wagner-Nachfolger

Heinz-Georg Webers, 1. Vorsitzender des HC TuRa Bergkamens, gab am Mittwoch einen etwas tieferen Einblick. Die kurzfristige Rycharski-Rückkehr auf den Trainerstuhl unmittelbar vor Saisonstart sei „vielleicht das Tröpfchen gewesen, das das Fass zum Überlaufen gebracht hat“, so Webers. Er erklärte, auch zeitliche Gründe hätten wohl eine Rolle für den überraschenden Rücktritt Wagners gespielt.

Webers informierte außerdem darüber, wie die Funktion des Sportlichen Leiters bei TuRa Bergkamen in Zukunft definiert sein soll: „Natürlich wird unserer ersten Herrenmannschaft immer eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Aber wir denken darüber nach, die Funktion ‚Sportlicher Leiter‘ etwas anders zu designen. Das Aufgabenfeld soll um den gesamten Erwachsenenbereich erweitert werden, also zum Beispiel auch die Damenmannschaften.“

Über eine mögliche Nachfolge für Ingo Wagner ist noch nichts bekannt. Wagner wollte dem Verein als einfaches Mitglied aber erhalten bleiben. Dass die personellen Überraschungen der vergangenen Tage Auswirkungen auf den Bergkamener Spielbetrieb in der Oberliga haben könnten, glaubt HCT-Vorsitzender Webers nicht: „So kurz vor der Saison ist so eine Unruhe natürlich etwas kurios. Ich habe mit der Mannschaft aber gesprochen. Die Spieler sind hochmotiviert, einen erfolgreichen Start in die Oberliga-Saison hinzulegen.“

Nach drei Abgängen: Mögliche Verstärkungen von der Ahlener SG?

Nachdem zuletzt außerdem bekannt wurde, dass mit Dmitri Stukalin (Ahlener SG), Dustin Kurschus (2. Mannschaft) und Nico Wagner (Ziel unbekannt) gleich drei Akteure das Team wenige Tage vor dem ersten Spiel verlassen haben, hält Webers kurzfristige Neuzugänge noch für möglich. Der Verein sei vor allem mit der Ahlener SG im Gespräch, um womöglich noch die eine oder andere potenzielle Nachwuchskraft für Bergkamen zu gewinnen.

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