So kannte man Torhüter Lukas Bommer: Der Spieler des HC TuRa Bergkamen lachte viel. Überraschend ist Lukas Bommer jetzt im Alter von 25 Jahren gestorben. © HC TuRa Bergkamen
Nachruf

Trauer um Lukas Bommer (25): Der Torhüter, der immer lachte, ist tot

Der HC TuRa Bergkamen trauert um Lukas Bommer. Der Torhüter starb am Dienstag völlig unerwartet. Am Sonntag stand er noch zwischen den Pfosten.

Der HC TuRa Bergkamen trauert um seinen Torhüter Lukas Bommer, der am Dienstag (5. Oktober) im Alter von 25 Jahre starb. Die Trauerfeier und anschließende Beerdigung findet am Mittwoch, 13. Oktober, um 13 Uhr auf dem Bergkamener Hauptfriedhof statt.

Sein Markenzeichen: Das Lachen. „Wenn Lukas einem die Hand gegeben hat, hat er immer gelacht“, sagt etwa sein Trainer Andreas Duda vom HC TuRa Bergkamen II. Und als hätten sie sich abgesprochen, sagt auch Thomas Rycharski, Trainer der Oberliga-Mannschaft, in der Lukas Bommer öfter mal aushalf: „Er war ein fröhlicher und lachender Mensch.“

In der Bezirksliga-Mannschaft von Andreas Duda war Lukas Bommer Kapitän. „Er war mein Ruhepol und mehr als ein Schlüsselspieler“, erzählt Duda. Bommer stand am Sonntag noch bei der 23:34-Niederlage gegen den HC Heeren-Werve zwischen den Pfosten. „Er hat ganz normal gespielt am Sonntag“, sagt Duda über die Partie, von der niemand ahnte, dass es seine letzte sein würde. Nach dem Spiel hatten Trainer und Kapitän noch zusammengesessen und über die Zukunft gesprochen. Sie verstanden sich gut.

Lukas Bommer galt als zuverlässig

Zwei Tage später versucht Duda Bommer anzurufen. Er erreicht ihn nicht. „Es war eigentlich typisch, dass er sofort zurückruft.“ Gerade weil Lukas Bommer als zuverlässig galt, wunderte sich Duda, dass sein Torwart sich nicht meldete. Dann schlägt die Nachricht ein: Lukas Bommer ist tot. Der, der immer lachte, ist nicht mehr da.

Viele ernste Gesichter. Nur Torhüter Lukas Bommer grinste auf diesem Mannschaftsfoto in der Mitte am stärksten in die Kamera. © HC TuRa Bergkamen © HC TuRa Bergkamen

Lukas Bommer war seit sieben Jahren Mitglied im Verein. Zuvor spielte er beim TuS Eintracht Overberge. Am Mittwoch gedachten ihm die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung des HC TuRa mit einer Schweigeminute. Nicht nur in der Handball-Bezirksliga war er aktiv. Bei der ersten Mannschaft des HC TuRa in der Oberliga war Lukas Bommer Ersatztorhüter. Wenn die Oberliga-Truppe Unterstützung brauchte, half Bommer ohne zu zögern aus, berichtet Trainer Thomas Rycharski. Auch kirchlich habe sich Lukas Bommer engagiert und war in Sozialprojekten mit Kindern eingebunden.

HC TuRa Bergkamen reagiert betroffen

Die TuRa-Handballfamilie charakterisiert Lukas Bommer als sozial engagiert. „Wir haben Lukas‘ Tod mit großer Bestürzung zur Kenntnis genommen. Die Betroffenheit ist groß, weil er nicht nur die Rolle des aktiven Spielers hatte, sondern als Mensch ausgesprochen angenehm war. Er hatte hohe Sozialkompetenzen“, sagt Vereinschef Hans-Georg Webers. Lukas Bommer sei jemand gewesen, dem das Mannschaftsgefüge wichtig war und der sein Umfeld immer positiver gemacht habe.

Was das konkret bedeutet? Vielleicht passt eine Anekdote von Andreas Duda: Denn Schalke-Fan Lukas Bommer liebte neben dem Handball auch Fußball. „Er wollte immer Fußball im Training spielen. Und wir haben dann immer gesagt: Wir sind ein Handballverein! Dass wir diese Diskussionen nicht mehr haben, daran müssen wir uns erst einmal gewöhnen“, sagt er und spricht von einer „sozialen Lücke, die keiner füllen kann. Er war ein TuRa-Kind.“

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Redakteur
Sportler durch und durch, der auch für alle Sportarten außerhalb des Fußballs viel übrig hat. Von Hause aus Leichtathlet, mit einer Faszination für Extremsportarten, die er nie ausprobieren würde. Gebürtig aus Schwerte, hat volontiert in Werne, Selm, Münster und Dortmund.
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Sebastian Reith