34:27 - TuS Ickern siegt gegen den Spitzenreiter

Handball-Landesliga

So hatten sich die Handballer des Landesliga-Spitzenreiters TuS Hattingen ihr Gastspiel beim Tabellenvorletzten TuS Ickern nun wirklich nicht vorgestellt. Die Castrop-Rauxeler schickten den Liga-Primus mit der ersten Saisonniederlage wieder nach Hause. Mit 34:27 (18:12) hatten die Ickerner auch für ihren Trainer Stephan Pade überraschend die Nase vorn.

CASTROP-RAUXEL

von Von Jens Lukas

, 13.11.2011, 21:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alle seine sieben Tore warf Nils Rodammer (hinten) für den TuS Ickern in der zweiten Halbzeit.

Alle seine sieben Tore warf Nils Rodammer (hinten) für den TuS Ickern in der zweiten Halbzeit.

Pade: "Wir haben zuletzt einige Punkte verschenkt. Da habe ich der Mannschaft gesagt, dass wir jetzt für Überraschungen sorgen müssen. Dass das gegen Hattingen klappt, damit habe ich wirklich nicht gerechnet."

Mit einer überdurchschnittlichen Trefferquote von fast 70 Prozent hielten die Ickerner die Hattinger in Atem. Nur 15 von 49 Würfen fanden nicht ins Ziel.

Pade: "In der Abwehr gewonnen"

Pade: "Wir hatten uns vorgenommen, uns nicht auf das Tempospiel der Hattinger einzulassen und lange Angriffe zu fahren. Es hat sich bestätigt, dass sie solch ein Spiel überhaupt nicht mögen." Zudem hätten seine Mannen "das Spiel in der Abwehr gewonnen" - und zwar mit einem über 60 Minuten kompakten Defensivverband.

Drei der ersten vier Ickerner Treffer markierte Björn Böcking, der sich durch die Hattinger Verteidigung wühlte. In der Folgezeit setzten sich die Europastädter auf 7:2 sowie 9:6 ab. Über ein 14:11 und 18:11 ging es mit 18:12 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel ließ Ickern die Hattinger nicht mehr näher als auf fünf Tore herankommen, führte zwischenzeitlich auch einmal mit acht Toren Vorsprung.

Kilian Esser glänzt als Spielmacher Besonders freute sich Stephan Pade über die Vorstellung von Linksaußen Robin Sachweh, der in den vergangenen Partien nicht viel Spielzeit eingeräumt bekommen hatte. Mit sechs Treffern bei sieben Versuchen hatte er eine ähnlich gute Quote wie Rechtsaußen Stefan Kresse, der bei drei von vier Gelegenheiten einnetzte.

Nils Rodammer, der zuletzt nicht sein volles Leistungsvermögen abrufen konnte, spielte eine starke zweite Halbzeit und markierte darin seine sieben Treffer. Pade: "Das waren einige wichtige Tore dabei." Spielführer Kilian Esser versuchte diesmal nicht mit der Brechstange Tore zu erzielen, sondern glänzte als Spielmacher und Vorbereiter.

 

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