70-Tore-Mann Niklas Groß, warum haben Sie noch kein Saisontor?

rnFußball Kreisliga A

Vor seinem Wechsel zu Victoria Habinghorst hat Niklas Groß zwei Treffer pro Spiel angekündigt. Nach den ersten Begegnungen prangt aber eine große Null auf seinem Tore-Konto. Der Stürmer nennt Gründe.

Habinghorst

, 12.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Spielzeit 2019/20, die schließlich Corona-bedingt abgebrochen wurde, füllten satte 70 Treffer das Tore-Konto von Niklas Groß. Der 21-Jährige spielte damals noch für den SC Pantringshof in der Kreisliga C. Seit ein paar Monaten läuft er nun für Victoria Habinghorst in der A-Liga auf.

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Vor seinem Wechsel kündigte er im Interview mit den Ruhr Nachrichten an, für den neuen Klub dort weiter zu machen, wo er aufgehört hatte – und zwei Treffer pro Spiel zu erzielen. Zu ambitioniert? Zumindest wartet Groß nach den ersten Begegnungen noch immer auf seinen Premieren-Treffer.

„Das nervt mich auf jeden Fall“

Vorab sei erwähnt: Als Groß die zwei Treffer pro Spiel ankündigte, ging er von einem Wechsel in die Kreisliga B aus. Dass er nun noch eine Liga höher spielt, hatte mit der Aufstiegs-Regelung in der vergangenen Saison zu tun. Dass Groß trotzdem bei null Liga-Toren steht, wurmt den sonst so treffsicheren Stürmer.
„Das nervt mich auf jeden Fall“, so der ehrgeizige 21-Jährige, „vor allem weil ich ein oder zwei gute Gelegenheiten hatte“.

Zu Beginn der Saison bremste ihn obendrein eine Verletzung am Knöchel aus, sodass Groß in den vier Spielen Habinghorsts nur zwei von Beginn an bestritt und in einem dritten eine Halbzeit lang spielte.

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Anders als in Pantringshof ist er außerdem nicht mehr die Speerspitze der Offensive, sondern soll vielmehr um seinen kongenialen Partner Dennis Teuber herumwirbeln und den 101-Tore-Mann mit Vorlagen füttern. „Im Vergleich zu meinem vorherigen Verein haben sich die Rollen getauscht: Ich spiele jetzt hinter der Spitze statt ganz vorne drin“, erklärt Groß, der mit der neuen Funktion aber gut zurecht kommt.

„Ich muss mehr laufen, mehr nach hinten arbeiten, aber das Zusammenspiel mit Teuber funktioniert richtig gut“, so Groß. Teuber mache die Bälle vorne fest, Groß könne dann mit seiner Geschwindigkeit in die Tiefe gehen oder als Vorlagengeber glänzen.

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Von dem routinierten Torjäger schaut sich Groß vieles ab. „Eigentlich kann ich bei allem, was er tut, dazulernen. Besonders erstaunen mich aber immer wieder seine Laufwege“, erklärt Groß, „das sind Wege, an die ich nicht mal denken würde, vor allem bei Flanken“.

An seinem Ziel, zwei Tore pro Spiel zu schießen, hat sich trotz der bisherigen Flaute übrigens nichts verändert. „Dabei bleibe ich. Ich bin aber auch zufrieden, wenn ich stattdessen zwei Vorlagen gebe oder der Teuber fünf Tore schießt - hauptsache wir gewinnen“, sagt Groß.

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