ABC Merklinde verliert 2:6 und bleibt im Tabellenkeller

Billard

CASTROP-RAUXEL Draußen eisige Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Drinnen gut beheizte Billardtische, an denen man sich notfalls auch mal die klammen Finger nach einer Zigarettenpause im Freien aufwärmen könnte. Doch die Randerscheinungen gerieten zur Nebensache, weil das Zweitliga-Team des ABC Merklinde gegen den BC Oberursel mit 2:6 verlor und weiter im Tabellenkeller festsitzt.

von Von Jürgen Weiß

, 20.12.2009, 14:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Merklinder (v.l.) Edmund Ehlert, Günter Wild, Uwe Klein, Christian Pöther mit ihren Gegnern vom BC Oberursel.

Die Merklinder (v.l.) Edmund Ehlert, Günter Wild, Uwe Klein, Christian Pöther mit ihren Gegnern vom BC Oberursel.

Die Heizungen an den großen Spielgeräten im Merklinder Bürgerzentrum sind natürlich nicht zum Aufwärmen gedacht, sondern damit die hochwertigen Baumwolltücher einen perfekten Lauf der drei Kugeln bieten. Perfekt war nur das Spiel von Christian Pöther. Der "Spoiler", wie ihn seine Kollegen rufen, ließ seiner Selbsteinschätzung - "Ich bin super drauf" - erneut auf der großen Wiese Taten folgen. So war Gegner Jens Haimerl bei Pöthers 200:4 Sieg in nur einer Aufnahme zum anerkennenden Gratulieren verurteilt.

Damit war allerdings auch Merklindes Herrlichkeit vorbei. Hatte Pöther bei seiner eigenen Leistungseinschätzung noch Recht, lag er bei Uwe Klein ("Wir beide gewinnen bestimmt") daneben. Dem sonst so erfolgreichen Bandenspezialisten, der auch an diesem Wochenende noch ein Dreibandmatch am Sonntag (20. Dezember) absolvieren muss, scheint bei der Vielspielerei die Form abhanden gekommen zu sein. Sicherlich wird er für seine Leistung bei der 61:70 Niederlage nach 20 Aufnahmen nur ein müdes Lächeln übrig gehabt haben.Cadre-Abteilung ist die Achillesferse von ABC

Die Mannen aus dem Hochtaunus hatten ausgeglichen und packten ihre große Siegchance beim Schopfe, um alles Zählbares über die Sauerlandlinie mit nach Hause zu nehmen. Denn die Achillesferse des ABC ist nun mal die Cadre-Abteilung. Der Holländer Willem Siebeling, der bei seinen zwei Einsätzen zwei Siege feierte, war nicht dabei. So konnte Edmund Ehlert im 47/2 seinem Gegner Stefan Henze nicht gefährlich werden, der mit 102:40 nach 15 Aufnahmen im "Schneider" gewann. Günter Wild mühte sich zwar im 71/2, doch am Ende lag Michael Henrich mit 125:70 nach 14 Aufnahmen klar vorne.

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