Adler Rauxel erkämpft sich Gruppensieg gegen Tschechen

Korfball-Europa-Shield

Das war spannend. Beim Korfball-Europa-Shield lief der KV Adler Rauxel zum Vorrunden-Abschluss lange Zeit Rückständen hinterher und gewann am Ende seine Gruppe.

Rauxel

, 25.01.2020, 16:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Adler-Trainer Patrick Fernow ist zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge in Bergisch Gladbach.

Adler-Trainer Patrick Fernow ist zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge in Bergisch Gladbach. © Jens Lukas

Die Korfballer des Regionalliga-Vizemeisters KV Adler Rauxel haben sich für das Halbfinale des Europa-Shield-Turniers in Bergisch Gladbach eine Pole Position erkämpft. Die Rauxeler treffen als Sieger ihrer Vorrunden-Gruppe in die Runde der besten Vier auf den Zweiten der Gruppe A.

Um Erste zu werden, mussten die Adleraner am Samstagnachmittag gegen Brno KK (Tschechische Republik) gewinnen. Das glückte mit einem letzlich durchaus deutlichen 19:14-Sieg. Allerdings mussten die Castrop-Rauxeler Korbjäger den Spieß kräftig umdrehen. Denn über ein 2:6 nach acht Minuten gingen sie mit einem 9:11-Rückstand in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel wendeten Johannes Langer, Lea Sander und Johanna Treffts mit ihren drei Körben in Folge das Blatt zum 12:11. Danach gerieten die Rauxeler nicht mehr in Rückstand. Im Gegenteil: In der 27. von 34 Spielminuten stand es vorentscheidend 16:12 durch Johanna Treffts. David Liepold legte vier Minuten vor dem Ende sogar noch das 17:12 obendrauf.

Umstellung in der Abwehr

Adler-Coach Fernow erklärte: „Wir haben in Abwehr etwas umgestellt, weil wir zuviele Frei- und Strafwurfentscheidungen gegen uns bekommeen haben. Danach funktionierte es sehr gut. Wir haben den Gegner dadurch in Würfe unter Druck gezwungen und die Rebounds geholt. Unsere gleichbleibende Trefferquote hat dann den Rest erledigt.“.

Im Halbfinale am Sonntag, 26. Januar, tritt Adler Rauxel ab 9.30 Uhr an. Aus dem Kreis der möglichen Gegner als Zweite der Gruppe A ist der Gastgeber TuS Schildgen durch zwei knappe Niederlagen bereits ausgeschieden. Die spielstarken Engländer des Bec KC oder Vallparadis (Katalonien) werden Erste.


Siegtreffer fällt sieben Sekunden vor dem Ende

Bec lag im „Finale“ gegen Vallparadis nach dem Adler-Spiel nach neun Minuten mit 5:2 vorn. Zur Pause stand es nur noch 5:4. Mittendrin: Schiedsrichter Jan Weber-Winkels (KC Grün-Weiß) , der als Assistent der belgischen Unparteiischen Tina van Grimberge die Begegnung mitleitete.

Zehn Minuten vor dem Ende führte Vallparadis mit 8:7. Wenig später holte sich Bec über ein 9:8 mit 11:8 die Führung. Durch einen Treffer sieben Sekunden vor dem Ende gewann Bec mit 15:14, wurde Gruppensieger. Somit ist Vallparadis der Adler-Gegner.

Endspielsieg 2018 war Revanche für Vorrunden-Niederlage

Die Rauxeler hatten 2018 den Europa Shield-Wettbewerb in Lissabon als erste deutsche Mannschaft gewonnen. Damals besiegten sie im Jahr des 50. Geburtstages ihres Vereins im Finale den Bec KC mit 16:13 (9:5). Nur einmal lagen die Castrop-Rauxeler zurück, beim 11:12 acht Minuten vor Schluss. Danach gelangen ihnen durch vier Körbe in Folge von Henning Schmidt (2), Johannes Langer und Julia Strach die vorentscheidende 14:13-Führung.

Mit sechs Körben hatte Lea Sander großen Anteil am Endspiel-Erfolg ihres Teams. Eigentlich hatte am Ende der Vorrunde die Zuversicht der Adleraner ein wenig gelitten. Denn es hatte eine überraschend deutliche 8:18 (5:7)-Niederlage gegen den späteren Endspielgegner gegeben.

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