Corona: An Castrop-Rauxeler Fußball-Platz werden Zuschauer weggeschickt

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Das hat es auf einem Amateurfußball-Platz in Westfalen so wohl noch nicht gegeben: Fans, die ein Testspiel anschauen wollten, wurde die Tür vor der Nase verschlossen. Wegen einer Corona-Regel.

Castrop-Rauxel, Schwerin

, 12.07.2020, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Der Satz des einstigen russischen Staats-Chefs Michail Gorbatschow fand am Sonntag überraschend in Castrop-Rauxel Anwendung - am Fußball-Kassenhäuschen der Spvg Schwerin.

Denn das Testspiel-Derby der Schweriner Bezirksliga-Kicker gegen den VfB Habinghorst (Kreisliga A) lockte gegen alle Erwartungen mehr als 100 Fußball-Fans an. Derzeit aber sind wegen der Corona-Pandemie nur 100 Zuschauer zugelassen. Die Folge: Mehr als 15 Fans wurden regelkonform abgewiesen. Ordner schlossen das Eingangstor ab.

Schließung wegen Regel der NRW-Landesregierung

Die Zahl 100 hat die NRW-Landesregierung in ihren Corona-Schutzbestimmungen fixiert und dadurch für die Schließung am Grafweg gesorgt. Unter den Zuschauern, die abgewiesen wurden, war übrigens auch der FLVW-Funktionär Klaus Overwien (Staffelleiter aus Waltrop). Da waren die Ordner auf Schwerin gnadenlos.

Ein Ordner verschloss am Sonntag nach dem 100. Zuschauer das Eingangstor zum Sportplatz am Grafweg in Castrop-Rauxe

Ein Ordner verschloss am Sonntag nach dem 100. Zuschauer das Eingangstor zum Sportplatz am Gr Grafweg in Castrop-Rauxel. © Jürgen Weiß

Für den Großteil der Castrop-Rauxeler Sportplätze und viele weitere in Westfalen wird das 100er-Limit bei Testspielen sicher keine Rolle spielen. Und wirkt auch absurd. Denn die Anlagen sind in den Bereichen für die Zuschauer so weitläufig, dass diese sich mit mehrfachem Mindestabstand auf den Anlagen aufhalten könnten.

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Das Problem wird sich so schnell aber nicht wiederholen. Denn ausgerechnet am Sonntag hat die NRW-Landesregierung die Verordnung modifiziert. Künftig, so hieß es in Düsseldorf, werde die „zulässige Zuschauerzahl von 100 auf 300“ erhöht.

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