Australische Korfballer reisen mit Fußball-Bus an

Auf der Außenbahn

Ein putzender Korfballspieler, ein Spiel um die Wurst, eine witzige Begründung, ein wichtiger Anruf vom Standesamt und eine Nachricht während einer Autoreparatur. Das sind die Castrop-Rauxeler Sportgeschichten vom Wochenende.

CASTROP-RAUXEL

, 17.07.2017, 15:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Australische Korfballer reisen mit Fußball-Bus an

Pascal Demuth, mit Ball, fungierte am Sonntag als Putzmann.

Pascal Demuth, Korfballnationalspieler in Diensten des Schweriner KC, gehört aus schulischen Gründen zwar nicht dem deutschen Kader für die World Games (21. bis 25. Juli in Breslau/Polen) an, hatte aber Sonntag im Testspiel gegen Australien (27:14) in der ASG-Sporthalle einen umjubelten Auftritt. Als Schiedsrichter Jan Weber-Winkels (KC Grün-Weiß) wegen eines Schweißfleckens auf dem Hallenboden nach einem Wischmop fragte, lief Demuth spontan auf das Feld – und wienerte mit seinem roten Handtuch das Parkett.

Jörg Wunsch, Sportlicher Leiter des Landesliga-Aufsteigers FC Frohlinde, sagte trotz der 0:3-Testspielniederlage gegen den TuS Kaltehardt (Bezirksliga) lächelnd nach Spielschluss: „In der kommenden Woche gegen Westfalia Rhynern geht es um die Wurst.“ Mit dieser Aussage nahm Wunsch nicht Bezug auf die Grill-Party nach dem Testspiel am Sonntag, 23. Juli, gegen den Regionalligisten. Vielmehr meinte er damit, dass Dustin Wurst (Cousin von FCF-Coach Michael Wurst) bei Rhynern Co-Trainer und Spieler ist.

Henning Peuters, Trainer der deutschen Korfball-Nationalmannschaft, war am Sonntag vor dem Länderspiel gegen Australien nicht der einzige, dem aufgefallen ist, dass die Gäste aus Ozeanien nicht mit einem Mannschaftsbus des Königlichen Niederländischen Korfballverbandes (KNKV), sondern des Königlich Niederländischen Fußball Bundes Fußballverbandes (KNVB) angereist waren. Peuters hatte dafür eine recht witzige Begründung parat. Er sagte: „Die niederländische Fußball-Nationalmannschaft braucht die Fahrzeuge im Sommer ja nie, weil sie nur selten für Weltmeisterschaften und Europameisterschaften qualifizieren.“ – frei nach dem Spruch: „Ohne Holland fahren wir zur WM.“

Dennis Hasecke, Fußball-Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers SG Castrop, konnte am Freitag für eine Aussage zu den Testspielen am Wochenende nicht sofort ans Telefon gehen. Er meldete sich aber zurück – und berichtete von dem wichtigen Termin, durch den er nicht direkt erreichbar war. Hasecke rief vom Standesamt aus an, wo er als Trauzeuge seines ehemaligen Mitspielers Roger Schajor fungierte. Wegen der kirchlichen Hochzeits-Feier am Samstag wurde Hasecke von Co-Trainer Marco Taschke vertreten.

Jürgen Hahn, Geschäftsführer des SV Wacker Obercastrop, hatte den Termin des Westfalenpokalspiels gegen den VfL Bad Berleburg dem Schreiber dieser Zeilen live während der Planung des Datums weitergegeben. Auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Dort half Hahn nämlich Franz Pape (SuS Merklinde), einem Bekannten aus alten Fußballzeiten, dessen Auto per Ladekabel in Gang zu bringen, als sein Handy klingelte. Es war ein Verantwortlicher des Klubs aus dem Siegerland, der den 6. August als Spieltermin bestätigte. Weil der Reporter dieser Zeitung ebenfalls an der Autoreparatur beteiligt war, bekam er die Nachricht aus erster Hand.

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