Bittere Niederlage für die Kuhn-Elf - 1:5 gegen SW Wattenscheid

VfB Habinghorst

Mit einem Erfolg hatte man im Vorfeld schon nicht gerechnet: Dennoch stößt die 1:5 (0:3)-Niederlage des Fußball-Landesligisten VfB Habinghorst, gegen den erklärten Favoriten, SW Wattenscheid 08, doch recht bitter auf.

CASTROP-RAUXEL

von Von Jürgen Weiß

, 13.02.2011, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bittere Niederlage für die Kuhn-Elf - 1:5 gegen SW Wattenscheid

Bitter deshalb, weil das Spiel schon nach zehn Minuten praktisch entschieden war. Andreas Stolzenberg, der später bei seiner Auswechslung schlechte Manieren zelebrierte, leistete sich schon in der 2. Minute eine folgenschweres Foul an der linken Strafraumlinie. Der Elfmeter, ein frühes Geschenk, das sich die Gäste zum 0:1 dann auch nicht nehmen ließen. Die Heimischen von allen guten Geistern verlassen, taumelten von einer Verlegenheit zur nächsten. Die in leuchtend gelben Leibchen auftrumpfenden Gäste glänzten auch mit ihren Spielzügen. Die Habinghorster ließen sie allerdings auch gewähren, waren in den meisten Szenen einfach zu weit weg vom Geschehen. Gäste drehen am Tempo-Rad Der nächste Torschock in der fünften Minute. Torwart Daniel Schultz, der vor dem Spiel vom nach seiner Verletzung überraschend fit wirkenden Keeper, Daniel Kozakowski warm geschossen wurde, unterlief ein folgenschwerer Fehler. Die weite Flanke sicher in seinen Händen? Denkste. Das Leder flutschte aus den Handschuhen genau auf den Kopf eines Gegenspielers: 0:2. Kopfschütteln überall. So kann man einen Abstiegskampf nicht gewinnen. Und gegen diese Wattenscheider, die ja auf Grund einer Nachholbegegnung als heimlicher Tabellenführer gelten, erst recht nicht. Die Gäste drehten weiter am Tempo-Rad und kamen nach einem Eckball zum dritten Treffer (10.). Alle Dämme schienen zu brechen. Doch da zeigte denn auch Neuzugang Schultz sein Können, als er mit energischen Paraden weitere Einschüsse verhinderte. Auf der anderen Seite konnte die erste Torchance in der 38. Minute notiert werden. Marc Olschewski scheiterte ganz knapp mit einem Freistoß.Unrühmlicher Abgang von Stolzenberg Dann kam Stolzenbergs unrühmlicher Abgang. Von Trainer Daniel Kuhn gegen Daniel Seil ausgewechselt, stakste er nicht nur grimmigen Blickes an seinem Coach vorbei, sondern warf noch das Trikot an die Eckfahne. Ex-Spieler Marco Hibbeln brachte das Hemd kopfschüttelnd zur Trainerbank zurück. Als wenn Habinghorst nicht schon genug Personalprobleme hätte. Dabei kam jetzt die eigentlich bessere Phase der Heimischen. Olschewski donnerte einen Direktschuss an die Querlatte (50.) und Patrick Podwysocki (51.) zögerte einfach zu lange vor dem Torwart. Das hätte was werden können. Wattenscheid zog mit dem 4:0 (62.) und 5:0 (67.) die Zügel schnell wieder an. Für Podwysocki (78.) reichte es nur noch zum 1:5 Ehrentreffer. Zu wenig.

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