Bundestrainer Peuters: "Alle müssen sich beweisen"

Korfball: Nationalmannschaft

Die Korfball-Nationalmannschaft, in der auch Castrop-Rauxeler spielen, hat einen neuen Trainer: Es ist der Kölner Henning Peuters, den die heimischen Korbjäger als Coach und Spieler des Regionalligisten SG Pegasus Rommerscheid kennen. Er wird vom Niederländer Jan de Jager unterstützt. Im Interview spricht der neue Nationalcoach über die Ziele 2016.

CASTROP-RAUXEL

, 02.02.2016 / Lesedauer: 3 min
Bundestrainer Peuters: "Alle müssen sich beweisen"

Im Jahr 2012 betreute Henning Eberhardt (Mitte) die U23-Junioren-Korfballnationalmannschaft, wie hier im Testspiel gegen den KV Adler Rauxel, und fuhr mit ihr zur Weltmeisterschaft nach Barcelona.

Herr Peuters, nach den Jahren als Coach der Nachwuchs-Auswahlen hat sich für Sie mit dem Amt des Nationaltrainers gewiss ein großer Wunsch erfüllt. Ist dem so?

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass es eine große Herausforderung ist, für die ich den Ehrgeiz habe, sie anzugehen. Ich bin aber auch froh, dass wir in Deutschland im U23- und U21-Junioren-Bereich so viele gute Kandidaten für die A-Nationalmannschaft haben.

Ihnen zur Seite steht der Niederländer Jan de Jager. Wie kommt es zu dieser Kombination?

Ich kenne Jan schon seit dem Jahr 2009, als er bei einer Trainer-Ausbildung bei uns Co-Referent war. Wir haben Kontakt gehalten - und haben uns zum Beispiel beim Europa Cup wieder getroffen. Er war Trainer von Papendrecht, und wir haben mit der SG Pegasus teilgenommen.

In diesem Jahr stehen die Europameisterschaft im Herbst und davor die EM-Qualifikation im Juni im Terminkalender. Wie wird die Vorbereitung dazu aussehen?

Wir werden die Philosophie unserer Vorgänger, Ruben Boode und Vincent van Slot, weiter verfolgen. Nach Ostern werden wir eine erste Kader-Selektion vornehmen. Nach der EM-Qualifikation müssen sich alle nochmals beweisen, weil wir den Kader weiter reduzieren werden.

Bei der WM im vergangenen Jahr ist Deutschland Sechster geworden. Das war eine gute Platzierung. Welches Ziel geben Sie für die EM aus?

Wir wollen unter die ersten Sechs kommen. Dazu muss man sagen: Eine EM ist schwerer zu spielen als eine WM. Die Leistungsdichte in Europa ist hinter den Favoriten Niederlande und Belgien hoch. Nicht nur die Engländer und die Tschechen sind neben uns Anwärter auf das kleine Finale. Die Katalanen, Polen sowie Ungarn mit ihrem Nachwuchs sind stärker geworden. Auch die Türkei hat sich entwickelt. Anstatt eines Platzes unter den ersten Sechs kann da auch unversehens Rang zehn stehen.

Bis zu Ihrer Verletzung waren Sie im vergangenen Jahr als Spieler WM-Kandidat. Könnten Sie sich einen Einsatz als Spielertrainer vorstellen?

Nein, Spielertrainer werde ich auf keinen Fall sein. Ich hatte vor einem Jahr geplant, meine ambitionierte Spieler-Laufbahn zu beenden - und wollte daher die WM und den Europa Cup 2016 mit Pegasus noch spielen. Durch die Verletzung hat beides nicht geklappt. Aber es bleibt bei der Entscheidung. Ich fokussiere mich auf den Trainer-Job.

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