Castrop-Rauxeler Tennisspieler müssen auf ihren ersten Sommer-Einsatz noch warten

Tennis

Wird es ab dem 8. Juni Mannschaftsspiele in der Westfalenliga geben? Szenarien liegen in der Schublade des Westfälischen Tennisverbandes für den Fall, dass die Anlagen wieder geöffnet werden.

Castrop-Rauxel

, 18.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aktuell ist ungewiss, wann für Max Flüggen und den TuS Ickern die Westfalenliga-Saison beginnt.

Aktuell ist ungewiss, wann für Max Flüggen und den TuS Ickern die Westfalenliga-Saison beginnt. © Volker Engel

Jan-Lennart Struff, Deutschlands Nr. 2 und 34. der Weltrangliste, trainiert bereits im Bundesleistungszentrum in Kamen mit einer Ausnahmegenehmigung. Dagegen ist es für alle anderen Tennisspieler völlig ungewiss, wann sie ihren ersten Einsatz haben werden. Der TuS Ickern ist mit seinen Damen- und Herren-Tteams in der Westfalenliga vertreten, der höchsten Spielklasse im Westfälischen Tennisverband. TuS-Geschäftsführer Heiko Sobbe, verantwortlich für die beiden Topteams, hat keine Planungssicherheit: „Bisher können wir noch gar nicht abschätzen, ob es in dieser Saison einen Aufschlag geben wird.“

Castrop-Rauxeler Tennisspieler müssen auf ihren ersten Sommer-Einsatz noch warten
„Bisher können wir noch gar nicht abschätzen, ob es in dieser Saison einen Aufschlag geben wird.“
Heiko Sobbe, Geschäftsführer TuS Ickern

Aufgrund der Kontaktsperre hat der Deutsche Tennisbund alle Mannschaftsspiele bis zum 8. Juni abgesagt. Wie es danach weitergeht, steht noch in den Sternen. Im Gespräch mit unserer Redaktion berichtete Robert Hampe, Präsident des Westfälischen Tennisverbandes und Mitglied der DTB-Corona-Arbeitsgruppe, über den aktuellen Stand: „Leider war bei der Sitzung der Bund-Länder-Kommission in der letzten Woche der Sport kein Thema. Wir hoffen, dass das beim nächsten Zusammentreffen am 30. April anders sein wird.“

Sieben Kriterien für Tennissport

Bei ihrer letzten Tagung hat die Corona-Arbeitsgruppe sieben Kriterien aufgestellt, unter deren strenger Beachtung die Ausübung des Tennissports möglich erscheint. Beispielsweise muss danach jeder Verein einen „Corona-Beauftragten“ benennen, der sicherstellt, dass die allgemein geltenden Vorschriften, wie der Mindestabstand oder die hygienischen Regelungen, eingehalten werden. Dieser Entwurf wurde sowohl an die Bundesregierung als auch an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet geschickt.

Offensichtlich zeigt der Druck des DTB in einigen Bundesländern, im Gegensatz zu NRW, bereits Wirkung. In Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern darf ab Montag wieder offiziell Tennis gespielt werden. Rheinland-Pfalz-Ministerpräsidentin Malu Dreyer verwies auf die aktualisierte Landesverordnung, wonach „sportliche Betätigung alleine, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands im Freien von Montag an auch unter Benutzung von Sportanlagen zulässig ist.“ Das betrifft Sportarten wie zum Beispiel Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf oder Reiten.

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Sobbe: „Die komplette Saison absagen“

Sollte es auch in unserem Bundesland dazu kommen, hätte der WTV mehrere Szenarien in der Schublade. „Wir sind auf alles gut vorbereitet, aber für uns hat immer noch die Gesundheit der Menschen höchste Priorität“, erklärt Robert Hampe.

Eher skeptisch bezüglich der Durchführung von Mannschaftsspielen gibt sich Heiko Sobbe: „Auch wenn es einen Masterplan für die Zeit ab dem 8. Juni gibt, so wäre ich doch eher dafür, die kompletten Begegnungen für diese Saison abzusagen. In den Westfalenligen haben viele Vereine, so wie wir, mit ausländischen Spielern geplant, die sich jetzt noch in ihrer Heimat befinden. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sie innerhalb kurzer Zeit angesichts der Reise-Einschränkungen zu den Spielen eintreffen können.“

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