Corona-Verdachtsfall bei der Spvg Schwerin: Spieler mit Atemnot hat sich beim Trainer gemeldet

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Zwei Stunden vor Anpfiff wurde das Spiel der Spvg Schwerin wegen eines Corona-Verdachtsfalls in der eigenen Mannschaft abgesagt. Schwerins Trainer Hasecke blickt auf ungewisse Tage.

Schwerin

, 07.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass es in dieser Saison Spielabsagen wegen Corona geben wird, war ziemlich wahrscheinlich. Direkt zum Saisonstart am Sonntag traf es aber gleich zwei Castrop-Rauxeler Mannschaften, die wegen eines Corona-Verdachtsfalls in der eigenen Mannschaft nicht spielen konnten, die SG Castrop und die Spielvereinigung Schwerin. Ein Schweriner Spieler ließ sich wegen Atembeschwerden sogar ins Krankenhaus bringen.

„Ich habe mit unserem Spieler geschrieben. Ihm geht es mittlerweile wieder ganz gut. Da bin ich sehr froh, denn das ist das wichtigste“, beantwortet Schwerins Trainer Dennis Hasecke die wichtigste Frage nach dem Gesundheitsstand seines Spielers vorab. Weitere Fragen schließen sich jedoch an, denn am Montagmittag lag noch kein Ergebnis des Corona-Tests vor. Hasecke hatte wegen der Aufnahme ins Krankenhaus auf ein schnelleres Ergebnis gehofft.

„Wir halten uns an alle Regeln und warten erst mal ab“

Für die Schweriner Mannschaft bedeutet dies nun erst mal Ungewissheit. Bis das Ergebnis nicht vorliegt, wollen sie nicht trainieren. Am Freitag hatte der Spieler, der am Samstag bereits leichte Symptome gezeigt hatte, noch mit der Mannschaft trainiert. „Wir halten uns natürlich an alle Regeln und warten erst mal ab. Wir hoffen, dass wir vor dem Mittwochstraining mehr wissen“, sagt Hasecke.

Weil es sich bisher nur um einen Verdachtsfall handelt, muss niemand in Quarantäne. Dies würde erst bei einem positiven Befund notwendig. „Wir wussten alle, dass das passieren kann. Dass es nun direkt uns getroffen hat, ist natürlich ärgerlich, aber was will man machen?“, fragt er. Seiner Meinung nach, wäre es keine Alternative gewesen, die Saison nicht zu bestreiten.

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Von einem Wettbewerbsnachteil will Hasecke nicht sprechen, selbst wenn seine Mannschaft nun länger nicht trainieren könnte. „Es geht nun mal einfach nicht anders“, sagt der Schwerin-Coach. Nicht zu spielen sei auch keine gute Alternative.

Das Spiel war zwei Stunden vor Anpfiff abgesagt worden

„Wir haben alle Lust wieder Fußball zu spielen und irgendwie muss man ja auch wieder in den Alltag finden“, sagt Hasecke. Trotz der schwierigen Rahmenumstände der Saison, wolle man ein gutes Ergebnis erzielen.

Das Spiel gegen den Dortmunder Bezirksliga-Konkurrenten FC Roj wurde am Sonntag erst etwas mehr als zwei Stunden vor Anpfiff abgesagt. Nachdem Staffelleiter Klaus Overwien die Situation von Schwerins Geschäftsführer Peter Wach geschildert bekommen hatte, entschied er das Spiel abzusagen. Es soll nun in der Woche nachgeholt werden.

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