Das plant der VfR Rauxel im E-Sport-Bereich

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Der Fußball-Traditionsverein VfR Rauxel stellt eine E-Sport-Abteilung auf die Beine. Wir haben uns mit den Vereinsverantwortlichen unterhalten, was der Verein im E-Sport-Bereich geplant hat.

Rauxel

, 10.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange Zeit war es still geworden um den Traditionsverein an der Vördestraße. Doch nicht nur sportlich sorgt der Verein für Furore, schließlich könnte in dieser Saison die langersehnte Rückkehr in die Kreisliga B gelingen. Auch abseits des Fußballplatzes hat der Verein viel vor: Denn wie berichtet möchte der Klub eine E-Sport-Abteilung auf die Beine stellen. Nun haben die Vereinsverantwortlichen ihre Vorstellungen bei einer Pressekonferenz genauer vorgestellt.

So arbeitet der VfR künftig mit dem Team Leisure zusammen, einem E-Sport-Projekt, das sich in diesem Bereich ähnlich wie ein Fußballverein verhält. Nur ist dort eben die Rede von einem „Clan“.

Jahrelange Erfahrung im E-Sport-Bereich

Das Ziel der Zusammenarbeit des VfR und des Team Leisure ist es, mit eigenen Spielern an virtuellen Wettkämpfen teilzunehmen. Hauptverantwortlich dafür sind Nils Brauer als Abteilungsleiter und Christoph Crom als Trainer. Beide können jahrelange Erfahrung im E-Sport-Bereich aufweisen.

Passend zum Fußballverein VfR Rauxel soll es sich bei dem E-Sport-Projekt vorrangig um das Spiel „Fifa“ drehen. „Es gibt gerade beim Spiel ‚Fifa‘ viele Spieler, die vom E-Sport-Bereich eher wenig Ahnung haben, aber wirklich gut sind. Da wollen wir ansetzen“, so Christoph Crom.

Bundesligisten haben einen deutschen Meister ausgespielt

Der E-Sport rund um das Spiel Fifa erfuhr in den vergangenen Jahren immer größere Beachtung. In diesem Jahr fand zum ersten Mal sogar die „Virtual Bundesliga“ statt, an der 21 Profi-Fußballklubs aus der 1. und 2. Bundesliga teilnahmen. Allesamt haben eine eigene E-Sport-Abteilung mit Profispielern. Den ersten Meistertitel errang am Ende der SV Werder Bremen, der künftig mit seinen Spielern Mohammed Harkous („Mo Aubameyang“) und Michael Bittner („Megabit“) sogar zwei deutsche E-Sport-Nationalspieler stellt.

Künftig möchte der VfR Rauxel Sichtungsläufe starten, beispielsweise in Form von Grillabenden. „Wir stellen dann Konsolen und Fernseher auf, laden vielleicht auch wen für einen Vortrag ein, und schauen natürlich wie gut die Leute spielen können“, so der 1. Kassierer des VfR, Christoph Schalke.

Das plant der VfR Rauxel im E-Sport-Bereich

Mohammed Harkous („Mo Aubameyang“/r.) spielt für den SV Werder Bremen. © picture alliance/dpa

Doch im E-Sport-Bereich des VfR Rauxel sei nicht Jedermann willkommen: „Wir wollen den Zusammenhang mit dem Fußball nicht vergessen. Die Jugendlichen sollen auch nach draußen gehen und dort vor den Ball kicken. Das ist uns ganz wichtig, es soll im Einklang sein mit dem Sport draußen“, sagt Christoph Crom.

Sogenannte „Kellerkinder“ hätten beim VfR keine Chance. Dahinter steckt auch eine ganz einfache Begründung: „Die Wettkämpfe gehen über mehrere Stunden, da muss man körperlich fit sein“, so Christoph Schalke. Wer keine Lust auf Fußballspielen hätte, könnte eventuell auch einen anderen Sport betreiben, beispielsweise Handball bei einem der hiesigen Handballclubs.

So viel Geld muss der VfR Rauxel in die Hand nehmen

Einen Termin für einen Sichtungsabend haben die Rauxeler noch nicht gefunden. Auch für den geplanten Umbau des Vereinsheim, damit die E-Sport-Abteilung dort einen Platz findet, ist noch kein Zeitrahmen festgelegt worden. „Wir wollen und müssen uns die Zeit geben“, so Christoph Schalke.

Das hat natürlich auch finanzielle Gründe. Schließlich müsste der VfR für den Umbau etwa 30.000 bis 40.000 Euro in die Hand nehmen. Dazu käme die Erstausstattung für die Spieler.

Doch in einer Sache sind sich die Rauxeler sicher: Sie wollen unbedingt auf den Zug E-Sport aufspringen. Denn dieser hat in den vergangenen Jahren ordentlich an Fahrt aufgenommen. Längst schreiben Vereine wie der FC Schalke 04 mit ihren E-Sport-Abteilungen schwarze Zahlen. In der Nachbarstadt Herne hat erst kürzlich der DSC Wanne-Eickel eine E-Sport-Abteilung gegründet und möchte künftig mit einem Team in einer Liga antreten. „Es soll alles behutsam wachsen. Aber uns ist klar: Dort steckt eine Menge Potenzial drin“, sagt Christoph Crom vom Team Leisure.

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