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Die Liga-Konkurrenten der SG Castrop und der Spvg Schwerin haben in der Fußball-Bezirksliga Verträge mit Trainern verlängert und neue Spieler in der Winterpause geholt.

Frohlinde

, 18.01.2019 / Lesedauer: 4 min

Die Fußball-Winterpause gibt Trainern und Spielern die Gelegenheit zu entspannen, den Akku neu aufzuladen oder Verletzungen auszukurieren. Zudem werden hier und da die Kader personell aufgebessert. Wir haben uns bei der SG Castrop, der Spvg Schwerin sowie ihren Konkurrenten umgehört.

Von unterschiedlichen Startplätzen aber gleichsam wenig veränderter Personal-Lage, gehen Castrop (2.) und Schwerin (9.) in die Saison-Fortsetzung ab 17. Februar.

SG-Trainer Dennis Hasecke sagt: „Unser Kader ist groß und gut genug. Da wir mit dem Trainerteam nach dieser Saison hier aufhören, könnte man das einem Neuzugang auch nicht vermitteln.“ Trotzdem sei das Ziel: Vestia Disteln an der Spitze zu jagen. Da passt es gut, dass das Topspiel direkt nach der Winterpause steigt. Nur Christopher Rupieper wird dann nicht mehr dabei sein. Wie der SG-Trainer berichtete, hat sich der Spieler bei Fortuna Herne (Kreisliga A) angemeldet.

Bruder kickt auf Schwerin

Ein Personal-Karussell dreht sich auf Schwerin. Als neuen Spieler begrüßt Trainer Marco Gruszka den jüngeren Bruder von Mohamed El Marsi, Ayoub El Marsi, der aus Marokko kommt und sich den Blau-Gelben anschließt. Nicht abgemeldet aber sich selbst stillgelegt hat Tolga Yasar. In Dustin Bartecki stößt ein junger Spieler aus eigenen Reihen zum Bezirksliga-Kader, der lange Zeit verletzt ausfiel.

Einen „Königstransfer“ hat der BV Rentfort (6.) gelandet mit Abwehrmann Justin Mingo, der von RW Ahlen kommt. 22 Mal hat Mingo dort im Oberliga-Team gespielt. Und: Er soll Angebote aus der Westfalen- und Landesliga ausgeschlagen haben.

Verträge bis 2020

Mit Stürmer Kevin Kriebel (A-Jugend Westfalia Langenbochum) wurde ebenfalls „ein Riesentalent verpflichtet“, wie Marcel Cornelissen sagte, der neue Rentfort-Sportchef. Cornelissen meinte: „Wenn alle Spieler fit bleiben, sind wir so gut aufgestellt wie noch nie.“

Das Spielerkarussell dreht sich bei den Konkurrenten der SG Castrop und der Spvg Schwerin

Bleibt bis 2020 Distelner Trainer: Roman Stöckl (vormals Malasewski).

Spitzenreiter SV Vestia Disteln sieht keinen Grund, das Personal aufzustocken. Allein die Führungsriege erhielt neue Verträge: Der Sportliche Leiter Martin Schmidt, die Trainer Roman Stöckl (vormals Malasewski) und Adi Cetera wie auch Torwart-Trainer Markus Matschassek bleiben bis zum 30. Juni 2020.

Beim Tabellendritten BW Westfalia Langenbochum brannte zwar kurzzeitig der Baum mit Trainer-Rücktritten und 17 Spieler-Abmeldungen (wir berichteten). Die Wogen haben sich aber wieder geglättet: Alle Spieler bleiben. Wie zu hören ist, ging es dabei auch ums liebe Geld, da vereinbarte Siegprämien nicht geflossen sein sollen. Beide Seiten sind sich offenbar in diesem Punkt entgegengekommen. Westfalia Langenbochum bleibt also ein heißer Kandidat für den Meistertitel.

Das Spielerkarussell dreht sich bei den Konkurrenten der SG Castrop und der Spvg Schwerin

Ist nicht mehr Langenbochum-Trainer: Mirko Talaga © Michael Steyski

Sorgen ganz anderer Art hat der Erler SV 08 (5.) aus Gelsenkirchen: Der Bezirksliga-Torjäger Maurice Meinert (18 Treffer) hat den Klub verlassen. „Es passte einfach nicht mehr – von beiden Seiten“, sagt dazu Erles Trainer Hartmut Scholz. Es wechselten zwar auch zwei neue Spieler zum Gelsenkirchener Forsthaus, doch ein 18-Tore-Mann wird nicht leicht zu ersetzen sein. „Mehr geht bei uns finanziell nicht. Welche Summen Spieler aufrufen, da wird einem glatt schwindelig. Das habe ich früher in der Oberliga nicht verdient“, so Scholz.

DAS KOMMEN UND GEHEN IN DER WINTERPAUSE Spvg Schwerin Zugänge: Ayoub El Marsi (Marokko), Dustin Bartecki (reaktiviert). Abgänge: Tolga Yasar. SG Castrop Zugänge: keine. Abgänge: Christoph Rupieper (Fortuna Herne), Redouan Latrach (Ziel unbekannt). SV Vestia Disteln Zugänge: keine. Abgänge: keine Westfalia Langenbochum Zugänge: keine. Abgänge: keine. Trainer: Pascal Kötzsch, Markus Freitag, Mario Riethmann neu für Mirko Talaga/Pierre Bendig BV Rentfort Zugänge: Justin Mingo (RW Ahlen), Kevin Kriebel (A-Jgd. Westfalia Langenbochum, Maik Helwig (SF Stuckenbusch) Abgänge: Maurice Schwandt (VfB Kirchhellen) SV Zweckel Zugänge: Marcel Lachmanski (VfL Grafenwald), Kutsal Türkel (SFM Gladbeck), Yasin Karaca (FC Krey), Marcel Bufiera (SFM Gladbeck). Abgänge: Henriko van der Velde Genclerbirligi Resse Zugänge: Bayram Kayi (DTSG Herten). Abgänge: Lokman El-Kasmir, Mumi El-Kasmir, Volkan Yilmaz. SV Horst-Emscher II Zugänge: Sercan Köse (SFM Gladbeck), Mauricio Santana (VfB Günnigfeld), Narsi Loki (SFM Gladbeck). Abgänge: keine Westfalia 04 Gelsenkirchen Zugänge: Luka Borutta (Viktoria Resse), Artur Fetsch (Bergheim), Jörn Imort (DJK Wattenscheid/Torwart) Abgänge: Ufuk Ataman, Joel Herden, Danny Eggert, Marvin Scheffer, Enrico Ferchtmaier SC Hassel Zugänge: keine Abgänge: Yves Wolski (Torwart), Nico Ballschmiede. Erler SV Zugänge: Ridvan Bakir (Firtinaspor Herne), Dominik Rolofs (Wanne 11) Abgänge: Fabrice Meinert. FC Marl Zugänge: Yannik Goecke (SV Schermbeck), Ufur Acar (Germania Lenkerbeck), Mahmut Tas (TuS Haltern U19) Abgänge: Mike und Marvin Wloch (VfB Hüls) Trainer: Saiffidin El Batal (SV Hullern) verstärkt den Trainerstab. SG Suderwich Zugänge: Ilkay Halil (DTSG Herten), Nico York (SV Horneburg.) Abgänge: Adrian Stalka (FC Leusberg) SF Stuckenbusch Zugänge: Ekrem Kapusuz (SFM Gladbeck), Kahan Kiziltas (SFM Gladbeck), Mario Droste (FC Leusberg), Noel Galoska (SV Hochlar), Igor Ilic (FK Srbobran/3. Liga Serbien), Dragan Erdeljan (Rückkehrer),Jakob Knipfer, Lukas Veltmann (beide eigene Zweite) Abgänge: Maik Helwig (BV Rentfort), Tim Helwig. FC/JS Hillerheide Zugänge: Samet Civkin (DTSG Herten), Can Altunok (SG Hillen) Abgänge: keine SW Röllinghausen Zugänge: Levent Oral, Sefa Ceylan (beide DTSG Herten) Abgänge: keine

Und dann wäre da noch der freiwillige Oberliga-Absteiger SC Hassel (4.), der laut Trainer Tim Kochanetzki mit dem Vorsatz in die Saison gegangen ist, nur die Klasse zu halten. Nun mischt Hassel aber oben mit. „Wir haben eine Top-Hinrunde gespielt, wenn wir diese Leistung nach der Winterpause bestätigen, sind wir höchst zufrieden. Aufsteigen müssen wir nicht“, erklärt Kochanetzki. Neue Spieler wurden keine verpflichtet in der Winterpause.

Resse will angreifen

Und im Abstiegskampf? „Wir greifen an“, sagt Co-Trainer Ali Vural von Genclerbirligi Resse (14.) . Die beiden Siege vor der Winterpause - darunter das 4:2 gegen die SG Castrop - hätten Mut gemacht. „Der Klassenerhalt ist machbar“, denkt Vural.

Beim SV Zweckel (15.) hat Bezirksliga-Experte Michael Pannenbecker als neuer Trainer ein Himmelfahrts-Kommando angetreten. Worüber er sich auch im Klaren ist. Er betont: „Da habe ich eine Riesenaufgabe übernommen.“ Das einzige Ziel könne nur sein, den vierten Abstieg in Folge zu verhindern.

Nach den ersten Wochen sieht Pannenbecker auch gute Chancen. Zumal der SV Zweckel noch zwei Nachholspiele hat. „Wir dürfen zwar nicht unbedingt damit rechnen, gegen Langenbochum und in Suderwich sechs Punkte zu holen, in unserer prekären Lage sollten es aber doch einige werden“, ist Pannenbecker kämpferisch.

Um das Ziel Klassenerhalt zu realisieren, hat der SV Zweckel vier neue Spieler verpflichtet, auf den ersten Blick ist jedoch kein wirklicher Kracher darunter. Im Gegenzug hat der neue Trainer drei Spieler aussortiert vom alten Kader. Pannenbeckers Vorgabe an sein junges Team (alle Spieler sind aus den Jahrgängen 1995 bis 2000): „Wir müssen nur 13. werden, mehr nicht. Wenn wir das schaffen, können wir längerfristig beim SV Zweckel auch wieder daran denken, sportlich in erfolgreichere Bahnen einzuschwenken.“

Trainer bleiben trotz Roter Laterne

Ein für den Fußball positiven Akzent setzte aktuell der Tabellenletzte SW Röllinghausen: Die Verträge des Trainerduos Frank Fuhrmann und Daniel Konert wurden bis zum 30. Juni 2020 verlängert. Normalerweise werfen Klubs ihre Trainer in einer sportlich prekären Situation wie der in Röllinghausen eher raus.