Der FC Castrop-Rauxel hat keine Meisterfeier geplant

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Der FC Castrop-Rauxel und sein Coach Patrick Stich haben in der Kreisliga A neun Punkte Vorsprung auf die Verfolger. Eine Vorentscheidung sei das längst nicht, so der Trainer.

Habinghorst

, 05.12.2019, 17:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Castrop-Rauxel führt nach 14 von 26 Spielen die Tabelle der Fußball-Kreisliga A mit neun Punkte Vorsprung auf den VfB Börnig (2.) an. Für FC-Trainer Patrick Stich ist das kein Ruhekissen, auf dem er und seine Mannschaft sich ausruhen sollten.

Zumal die Castrop-Rauxeler in den vergangenen Wochen sowie letztmals im Jahr 2019 am Sonntag, 8. Dezember, stark gefordert wurden und sind. Stich: „Gefühlt haben wir jede Woche ein Topspiel gegen den Tabellenzweiten gehabt.“ Das stimmte oftmals, da sich RWT Herne (3.), der DSC Wanne II (4.) und der VfB Börnig (2.) auf Rang zwei abwechselten. Auf die Börniger trifft der FC bei seinem letzten Auftritt im Jahr 2019 am kommenden Spieltag.

Großer Gradmesser


Die Börniger waren in der Hinrunde der gefühlt größte Gradmesser, erklärte Stich: „Sie waren sehr diszipliniert in der Defensivarbeit und nur schwer zu schlagen.“ Schwer seien alle Duelle mit den Teams aus den Top 8 gewesen, also auch das Derby gegen den Aufsteiger VfB Habinghorst. Das 1:1-Unentschieden sei hier für beide Seiten gerecht gewesen.

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Stolz sind die Trainer Patrick Stich und Yannick Grondin, dass ihre Schützlinge in den bisherigen 14 Spielen ungeschlagen blieben – mit elf Siegen und drei Unentschieden. Er sagte: „Darauf bin ich stolz. Die Serie möchte ich noch möglichst lange halten.“ Ähnliches ist Stich vor vier Jahren als Trainer des SC Arminia Ickern gelungen. Damals kassierten die Arminen in der Kreisliga B an den ersten zehn Spieltagen kein Gegentor – und stiegen danach als Meister auf.

Kein Selbstläufer


Ein „Selbstläufer“ sei die Saison keineswegs, betonte Patrick Stich: „Wir haben zwar gute Fußballer, die aus überkreislichen Ligen kamen. Aber aus solch einem Kader muss man erst einmal eine gute Mannschaft formen. Das ist durchaus viel Arbeit.“

Der FC Castrop-Rauxel hat keine Meisterfeier geplant

Möchte weiterhin Siege bejubeln: FC-Trainer Patrick Stich © Volker Engel

Das Plus seines Teams ist: Seine Akteure hätten die individuelle Klasse, auch in der Schlussphase noch ein Topspiel umbiegen zu können. Stich: „Wenn wir einwechseln, werden wir oft stärker. Wir haben viel Potenzial.“

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Dabei konnte Stich bislang an keinem der Spieltage auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. So fehlten zuletzt Almedin Ceric und Danny Strieder. Elvedin Ceric kehrte erst jüngst ins Team zurück. Seref Cakir kam wegen eines Armbruches noch nicht zum Einsatz. Rimon Haji ist seit vier Wochen beruflich in München.

Neuzugänge sind in der Winterpause nicht in der Planung, erklärte Stich: „Wir sind nicht auf der Suche. Unser Kader ist stark genug. Wir machen uns nur darüber Gedanken, wenn sich ein talentierter Spieler bei uns meldet. Aber auch dann wäre das eher eine Verpflichtung mit der Perspektive für die kommende Saison.“

Mahnendes Beispiel

Ein mahnendes Beispiel, wie ein Projekt „Aufstieg“ trotz eines großen Punktevorsprunges daneben gehen könne, biete der FC Frohlinde, so Stich.

Der FCF war in der vergangenen Saison in der Landesliga nach der Hinrunde den Verfolgern weit enteilt. Die Frohlinder mussten sich allerdings am Ende mit Rang drei begnügen.

Auch aus diesem Grund betonte Stich: „Eine Saisonabschlussfeier haben wir wie alle anderen Mannschaften der Liga geplant, eine Meister-Feier aber natürlich noch nicht.“

Der Übungsleiter gibt ein wenig Druck auf den Kessel seiner Schützlinge. Er bekräftigt: „Wir werden in der Vorbereitung auf den Rest der Saison Gas geben. Schließlich hat es noch keinem geschadet, schon im April als Meister festzustehen, anstatt erst Ende Mai.“

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