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Der FC Frohlinde peilt die Überholspur an

rnFußball-Wochenende

In der Fußball-Landesliga kann der FC Frohlinde eine Woche vor dem Topspiel in Obersprockhövel den zweiten Platz erobern. Alle Vorberichte zu den Partien bis zur Kreisliga B.

Castrop-Rauxel

, 10.05.2019 / Lesedauer: 7 min

Das ist die Gelegenheit. Der SV Sodingen hat in der Fußball-Landesliga am Sonntag, 12. Mai, spielfrei (wegen des Rückzuges der Hammer Spvg II). Dadurch kann der FC Frohlinde (3.) auf der Überholspur fahren.

FC Frohlinde - TuS Wiescherhöfen

(So, 15.15, Brandheide)

Die Stimmung ist schon wieder obenauf nach dem 1:0-Sieg beim stark spielenden Hombrucher SV (5.). „Jetzt wollen wir gegen Ende der Saison wieder Stabilität ins Spiel bringen“, sagte Trainer Michael Wurst vor dem 32. Spieltag. Die in der Start-Aufstellung stark veränderte Mannschaft vom Vorsonntag konnte voll überzeugen.

Coach Wurst resümierte: „Wir hatten ja unser zentrales Mittelfeld getauscht, da hat einer dem anderen geholfen.“ Besonders gelobt wurde Marco Führich, der lange Zeit verletzt war und eine ganz starke Partie in Hombruch ablieferte. Auch Kevin Brewko hat seine Sache mehr als gut gemacht. Immerhin hat der flinke Stürmer das Siegtor (82.) erzielt. Beide haben natürlich beste Chancen in der Start-Elf zu stehen.

Personell ist alles im grünen Bereich, die Reservebank quillt vor Spielern fast über. Die Qual der Wahl. Da frohlockte auch Trainer Stefan Hoffmann: „Mehr kann man sich nicht wünschen.“ Wer denn von Beginn an aufläuft, darüber will sich das Trainer-Gespann nochmals Gedanken machen. Für Hombruch hatte das Wechselspiel bestens gewirkt. Gegen den TuS Wiescherhöfen, der im Hinspiel mit 2:1 besiegt wurde, wird ähnliche Dominanz enorm wichtig sein. Bei einem Sieg würde Frohlinde den SV Sodingen (2.) hinter sich lassen. Einem „Endspiel“ um die Meisterschaft eine Woche später in Obersprockhövel wären Tür und Tor geöffnet.

Der FC Frohlinde peilt die Überholspur an

Für das Landesliga-Spiel beim SSV Mühlhausen-Uelzen steht Marcel Herder (l) nicht zur Verfügung. Er ist im Urlaub. © Foto:Jens Lukas

SSV Mühlhausen-Uelzen - Wacker Obercastrop

(So, 15.15, Zum Osterfeld 13/Unna)

Das 0:7 gegen Obersprockhövel ist aufgearbeitet. So sagte es Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu vor dem Spiel in Mühlhausen-Uelzen: „Für uns steht fest, dass wir 60 bis 70 Minuten trotz Unterzahl eine gute Leistung gezeigt haben. Wir waren dem 1:1 ganz nahe.“ Der Coach bedauerte am Donnerstag nur, dass seine Mannschaft nach dem unglücklichen 0:3 nicht kompakter verteidigt hätte. „Da haben wir immer weiter munter nach vorne gespielt. Und später fehlte die Kraft.“

Für das Ligaspiel am Mühlenbach im Vorort von Unna steht Marcel Herder (Urlaub) nicht zur Verfügung. Und auch bei Serhat Can (verletzt) bestehen Zweifel, dass er schon wieder auflaufen kann. So richten die Wackeraner verstärkt ihr Augenmerk auf das Kreispokalfinale am Donnerstag, 16. Mai (Anstoß 19 Uhr), gegen den DSC Wanne (Westfalenliga). Trainer Uzunoglu erwähnte: „Wir werden die Jungs schonen, die in den letzten Wochen angeschlagen spielen mussten. Ebenso Spieler, die vier Gelbe Karten haben, um eine Sperre nicht zu riskieren.“


Mit einem Auge schauen in der Fußball-Bezirksliga am Sonntag, 12. Mai, wohl alle auf den Spieltags-Knüller zwischen dem Tabellenzweiten Langenbochum und dem Spitzenreiter Disteln. Das wird die Spvg Schwerin (11.) allerdings nicht tun. Denn beide Augen sind auf die Partie bei den Sportfreunden Stuckenbusch (10.) gerichtet. Die Castrop-Rauxeler müssen die letzten nötigen Punkte für den Klassenverbleib einsammeln. Das Spiel des Tabellendritten SG Castrop beim Schlusslicht und feststehenden Absteiger SW Röllinghausen gerät dagegen schon etwas in den Hintergrund.

Stuckenbusch - Spvg Schwerin

(So. 15, Am Leiterchen, RE)

Neun Punkte sind noch zu vergeben in dieser Saison. Mindestens drei davon braucht die Spvg Schwerin (34 Punkte), um ganz sicher zu sein, nicht mehr vom SV Zweckel (13./28 Punkte) und Genclerbirligi Resse (14./27 Punkte) auf den dritten Abstiegsplatz gedrückt zu werden. „Es ist unser Ziel, diesen Dreier in Stuckenbusch zu holen, um danach in Ruhe die Saison ausklingen zu lassen“, sagte Co-Trainer Frank Rupieper am Freitag.

Bis auf den gesperrten Niklas Jürgens (5. Gelbe Karte) kann Trainer Marco Gruszka auf alle Spieler zurückgreifen, die den so wichtigen 3:1-Heimsieg gegen den FC Marl geholt haben. Der Erfolg war Gold wert. Denn durch diesen kann die Spvg bereits am drittletzten Spieltag die Weichen für die neue Bezirksliga-Saison stellen.

Zwei Vorteile sprechen für die Spvg Schwerin: Erstens ist Stuckenbusch (35 Punkte) bereits auf der sicheren Seite. Zweitens beschäftigt man sich im Verein, der „Am Leiterchen“ in Recklinghausen beheimatet ist, schon intensiver mit der nächsten Saison als mit der verkorksten aktuellen Spielzeit.

Vor wenigen Tagen stellten die Sportfreunde offiziell das neue Trainerteam mit Nassir Malyar (derzeit beim Liga-Konkurrent SG Suderwich) an der Spitze vor. Zudem wurde bekannt, dass nur fünf Spieler aus dem aktuellen Kader bleiben sowie 18 neue Leute kommen. Ob das Auswirkungen auf den Leistungswillen der Stuckenbusch-Elf im Spiel gegen Schwerin hat, wird sich Sonntag zeigen. Ein 3:0-Sieg wie im Hinspiel wäre optimal für die Elf von Trainer Marco Gruszka.

Der FC Frohlinde peilt die Überholspur an

Mit einem Sieg kann die Spvg Schwerin (gelbe Hemden) den Verbleib in der Bezirksliga endgültig perfekt machen. © Volker Engel

Röllinghausen - SG Castrop

(So. 15, Klarastraße, RE)

Dass die SG Castrop beim feststehenden Absteiger SW Röllinghausen als Favorit aufläuft, darüber gibt es keine zwei Meinungen. Ob es ein 4:0-Sieg wie im Hinspiel wird, darauf will sich Trainer Dennis Hasecke nicht festlegen. Der Grund: „Wir spielen mit einer anderen Mannschaft als damals. Unsere jungen Spieler haben es zuletzt beim 3:1-Sieg gegen den Erler SV aber sehr gut gemacht. Schauen wir mal, ob sie in Röllinghausen an diese Leistung anknüpfen können.“ Tabellenplatz drei bleibt das Castroper Ziel. Diesen kann der SC Hassel (4.) mit nur zwei Punkten noch streitig machen.


Die Chance auf den Klassenverbleib ist für die Fußballer des TuS Henrichenburg (15.) in der Kreisliga A Recklinghausen nur noch eine theoretische. Um das Wunder möglich zu machen, müsste die Elf von TuS-Trainer Michael Heu aus den noch drei verbleibenden Partien mindestens sieben Punkte holen. Gleichzeitig darf der SC Herten (14.) überhaupt nicht mehr punkten.

Der FC Frohlinde peilt die Überholspur an

Nico Böcker (l) und dem TuS Henrichenburg steht wohl der Abstieg bevor. © Stimbergzeitung

Das bedeutet auch: Verlieren die Henrichenburger am Sonntag, 12. Mai, das Heimspiel gegen den Tabellenführer Teutonia SuS Waltrop, ist der Gang in die Kreisliga B endgültig besiegelt. Das Hinspiel verlor der TuS mit 1:3.

Auch FCF II gegen Ligaprimus

Der FC Frohlinde II (11.) empfängt am Sonntag ebenfalls einen Tabellenführer, allerdings den der Kreisliga A Herne/Castrop-Rauxel: Die Mannschaft von FCF-Trainer Jimmy Thimm trifft ab 13 Uhr auf die SG Herne 70 (1.), die ihren Drei-Punkte-Vorsprung auf den Verfolger FC Marokko Herne (2.) weiter ausbauen möchte. Doch auch die Frohlinder haben sich etwas vorgenommen – insbesondere nach der Partie der Vorwoche beim BV Herne-Süd (4.). Zwar unterlag der FCF II dort mit 2:4, doch Thimm war von der Leistung seiner Elf angetan. „Da war viel Pech dabei, weshalb ich der Mannschaft ein Kompliment für ihren Einsatz aussprechen muss“, betonte Thimm. Mit Blick auf die anstehende Partie prophezeit er: „Das wird ein heißer Tanz für Herne.“ Im Hinspiel setzten sie sich aber noch mit 5:0 durch.

Duell der Nachbarn

Keinen Sieger gab es im Hinspiel des Sportplatz-Derbys zwischen dem SuS Merklinde (9.) und dem FC Castrop-Rauxel (5.) – die Partie endete 0:0. Nun treffen die Mannschaften, die beide auf am Fuchsweg beheimatet sind, erneut aufeinander. Und beide Teams haben derzeit einen sehr guten Lauf: Die Merklinder haben aus den vergangenen sechs Partien 16 von möglichen 18 Punkten geholt. Die Elf von FC-Trainerduo Patrick Stich und Yannik Grondin feierte zuletzt sogar fünf Siege in Folge.

Ein spielfreies Wochenende wartet auf Arminia Ickern (14.). Der geplante Gegner TSK Herne (15.), der als Absteiger feststeht, hat sich vom Ligabetrieb abgemeldet. Weshalb auch die beiden weiteren ausstehenden Spiele der Herner in den abgesagt worden sind. „In der Kürze der Zeit war es nicht möglich, ein anderes Spiel auszumachen. Deshalb soll die Mannschaft das spielfreie Wochenende genießen“, berichtet Ickerns Stephan Böhm.


Die Meister-T-Shirts sind bereits gedruckt und werden am Sonntag, 12. Mai, in der Kampfbahn Habichthorst am Spielfeldrand bereit stehen. Der Karton wird gegen 16.45 Uhr geplündert, wenn es die Kreisliga-B-Fußballer des Spitzenreiters VfB Habinghorst schaffen, den SV Fortuna Herne II (3.) zu bezwingen. Denn dann hat Verfolger Eintracht Ickern (2.) mit sieben Punkten Rückstand bei zwei noch ausstehenden Partie auch theoretisch nicht mehr die Chance, den VfB einzuholen.

Die Habinghorster sind gefühlte Lichtjahre entfernt von ihrer jüngsten Glanzzeit, in der sie von 2007 bis 2011 in der Landesliga spielten. Aber das soll sie nicht vom Feiern abhalten. VfB-Trainer Marc Olschewski meinte am Freitag: „Dazu ist schon einiges in der Planung. Wir müssen allerdings zunächst unsere Hausaufgaben machen.“

Die Shirts, die sich seine Schützlinge am Sonntag nach Abpfiff anziehen möchten, haben eine pikante Fußnote. Sie tragen neben dem Schriftzug „Meister 2018/19“ noch einen sanften Seitenhieb auf die Konkurrenz. Wie dieser lautet, wird an dieser Stelle nicht verraten.

Gallige Gäste

Über das Team von Fortuna Herne II, das vor allem in der Hinrunde ein Konkurrent im Titelrennen war, sagte Olschewski: „Wir wissen um die Stärke der Herner – und dass sie unfassbar gallig sind. Das Spiel wird ein heftiges Brett, das wir durchbohren müssen.“ Die Habinghorster können bei ihrem Meister-Stück nicht auf die verletzten Thomas Bragin und Pascal Fritz zurückgreifen. Fahd Latrach kann wegen einer Rotsperre nicht mitwirken. Weshalb Routinier Patrick Fritz den Kader auffüllen wird.

Relegation gegen Herner


Um ihre theoretische Chance auf den Meister-Titel noch zu wahren, müssen die Kicker von Eintracht Ickern am Sonntag bei Arminia Sodingen (13.) gewinnen. Gut für das Team von Eintracht-Trainer Erkan Gül ist, dass sich noch eine Aufstiegschance über die Relegation der Tabellenzweiten auftut. Dazu müssen die Ickerner allerdings mit ihren aktuell fünf Punkten Vorsprung Fortuna Herne II auf Distanz halten.

Der Vize-Meister der Kreisliga B-Staffel 2 steht unterdessen bereits seit vergangenem Sonntag fest: Der SV Firtinaspor Herne II (11:1 gegen Schlusslicht Spvg Röhlinhausen) kann von seinem Tabellennachbarn SG Stephanus Holsterhausen (3./2:3 gegen Falkenhorst/10.) nicht eingeholt werden.

Fest steht in dieser Liga seit einer Woche auch der Meister und Direktaufsteiger: Die SF Wanne II haben durch einen 4:0-Erfolg gegen den SV Sodingen II (7.) schneller als der VfB Habinghorst ihr Meisterstück gemacht.


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