Der FC unternimmt Aufholjagd nach 0:3-Rückstand im Topspiel

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Der Kreisliga-A-Spitzenreiter FC Castrop-Rauxel konnte zum Jahresabschluss keinen Sieg verbuchen. Im Topspiel gegen VfB Börnig kassierte der FC schnell drei Tore - alle Spiele im Überblick

Merklinde

, 09.12.2019, 11:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Fußball-Kreisliga A verpasste der Spitzenreiter FC Castrop-Rauxel die Gelegenheit, den Vorsprung auf den Tabellenzweiten VfB Börnig weiter auszubauen. Im Spitzenspiel trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 3:3 (0:3)-Unentschieden. Dabei legte das Team von Trainer Patrick Stich in der zweiten Hälfte eine furiose Aufholjagd hin.

Frei nach dem Motto „Wir haben nichts mehr zu verlieren“ kam der FC Castrop-Rauxel nach der Halbzeitpause wieder auf den Rasen. „Ich habe den Jungs das Spiel Leipzig gegen Paderborn von letzter Woche als Beispiel gegeben. Und wenn eine Mannschaft einen solchen Rückstand noch drehen kann, dann sind wir das“, betonte Stich nach dem Abpfiff.

Joker Haji sticht

Und die Ansprache schien zu fruchten. Bereits vier Minuten nach Wiederanpfiff hatte der eingewechselte Rimon Haji die erste gute Gelegenheit - sein Distanzschuss ging jedoch knapp daneben. Den Wendepunkt der Partie leitete Haji dann aber trotzdem ein. In der 70. Minute holte er einen Elfmeter heraus und trat anschließend auch selbst als Schütze an. Souverän verwandelte er zum 1:3. Nur drei Minuten später fungierte Haji als Vorbereiter. Sein Abspiel verwandelte Vedat-Yusuf Öz zum Anschlusstreffer.

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In der Nachspielzeit erlöste Marco Führich alle Castrop-Rauxeler mit seinem Treffer. Nach der Hereingabe von Michael Dschaak scheiterte Öz erst an VfB-Keeper Kevin Helke. Der Abpraller landete jedoch vor den Füßen von Führich, der zum 3:3-Endstand einschob (90. +4). Zuvor verpassten Öz (76.) und Alan Alic (86.) jeweils den Ausgleich. Damit bleiben die Castroper-Rauxeler nach dem 15. Saisonspiel ungeschlagen. „Am Ende ist das Unentschieden auch verdient. Die Mannschaft hat in der zweiten Hälfte eine gute Moral gezeigt“, zeigte sich Stich stolz.

Erneut frühes Gegentor

In der ersten Halbzeit war davon jedoch wenig zu sehen. Bereits in der ersten Spielminute gingen die Gäste durch den Treffer von Jerome Laboch in Führung. „Gegen den VfB Habinghorst und Herne-Süd haben wir auch schon so frühe Gegentore bekommen“, kritisierte Stich, der vor Spielbeginn extra noch auf die wichtige Anfangsphase hingewiesen hatte.

Nach einer halben Stunde erhöhten die Herner dann zum 2:0. Den von Daniel Volprecht getretenem Freistoß vollendete Karsten Lissek. Lorenz Matthias Leicht erzielte schließlich noch das 3:0 (37.). An seinem Schuss waren die Finger von FC-Keeper Andre Dante zwar noch dran, entscheidend ableiten konnte der Torwart den Ball jedoch nicht mehr.

Der FC unternimmt Aufholjagd nach 0:3-Rückstand im Topspiel

Merklindes Trainer Marco Gruszka musste in Herne eine Niederlage mitansehen. © Volker Engel

Die Kreisliga-A-Fußballer des SC Arminia Ickern überwintern als Tabellenletzter. Am abschließenden Spieltag des Jahres unterlag das Team von Arminen-Coach Stephan Böhm letztlich deutlich mit 2:6 (1:3) beim FC Marokko Herne (9.). Das wohl vorentscheidende 1:4 kassierte Ickern in der 70. Minute.

Frohlinde II überwintert als Vorletzter

Vor dem Beginn der Restsaison am Sonntag, 16. Februar, haben die Arminen zwei Punkte Rückstand auf den neuen Tabellenvorletzten FC Frohlinde II. Die FCF-Reserve ging daheim gegen den SV Wanne 11 II (11.) mit 1:8 (0:3) baden. Trainer Jimmy Thimm sagte: „Wir haben in der ersten Halbzeit das 0:2 und das 0:3 durch individuellen Fehler bekommen. In der zweiten Halbzeit wollten wir in den ersten zehn Minuten erzwingen – und lagen plötzlich mit 0:6 zurück.“ Thimm zeigte sich „auf ganzer Linie enttäuscht“ und sagte: „Ich kann mich nur bei den wenigen Zuschauern entschuldigen für diesen desolaten und unerklärlichen Auftritt unserer Mannschaft.“

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Kopfball als Torpedo

Der SuS Merklinde (6.) verpasste durch ein 0:2 bei RWT Herne (3.) den Sprung auf Rang vier. Martin Broll, Sportlicher Leiter des SuS, berichtete: „Es war ein ausgeglichenes Spiel. Wir hatten in der ersten Halbzeit gute Chancen durch Linus Budde und Dennis Kleinhubbert.“ In Halbzeit zwei ging ein „Kopfballtorpedo“ (Broll) von Matondo Mbunga knapp am Pfosten vorbei. Ein Herner sah wegen einer Notbremse gegen Budde die „Rot“.

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