Der Schweriner KC wirft beim Europa Shield weit am Halbfinale vorbei

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Bereits nach dem zweiten Turniertag beim Europa Shield war bei den Korfballern des Schweriner KC in Tschechien die Luft raus. Wir haben aufgeschrieben, wie es dazu kam.

Castrop-Rauxel

, 27.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Die lange Fahrt nach Prostejov in Tschechien hat sich nicht gelohnt. Die Korfballer des Schweriner KC haben beim sechsten Auftritt auf internationaler Bühne beim Europa Shield noch nie so schlecht abgeschnitten wie diesmal. In der Vergangenheit waren die Castrop-Rauxeler Korbjäger stets in das Halbfinale eingezogen. Dreimal schafften sie sogar den Sprung in das Endspiel. Diesmal wurde der SKC nur Sechster im Feld von acht Mannschaften.

Gute Vorzeichen

Eigentlich wollten es die Schützlinge der Trainer Thomas Lipperheide und Björn Schlachzig dem KV Adler Rauxel gleichtun. Der hatte im Januar 2018 mit einem 16:13 gegen den Bec Korfball Club (England) in Portugal den Schild gewonnen.

Nach dem 17:12 zum Vorrunden-Auftakt gegen den ungarischen Vize-Meister Szentendre KK standen die Vorzeichen gut, dass der SKC auf Rang eins oder zwei das Halbfinale erreichen könnte. Es folgte aber die Ernüchterung durch eine knappe 20:21 (13:11)-Niederlage gegen den Gastgeber SK RG Prostejov. Hier hatten die Castrop-Rauxeler kurz nach der Pause gar eine scheinbar komfortable 15:11-Führung herausgeworfen. Danach ging es aber bergab bis zum letztlich vorentscheidenden Treffer zum 19:21.

Mit einem Sieg gegen den CK Vallparadis/Assessoria aus Katalonien hätte es der SKC noch kitten und sich das Halbfinal-Ticket sichern können. Das Duell mit den Spaniern ging allerdings deutlich mit 10:15 (4:7) verloren. Sein Team habe hier zu keinem Zeitpunkt zu seinem Spiel gefunden, gestand Trainer Thomas Lipperheide ein.

Die Partien gegen Prostejov und Vallparadis müsse man laut Lipperheide allerdings „zusammen betrachten“. Denn seine Schützlinge hätten in der ersten Begegnung am frühen Morgen „alles in das Spiel gebracht, was zur Zeit zur Verfügung steht“. Kraft, Spielwitz, Konzentration und Gefährlichkeit. Und es habe auch fast alles gestimmt, nur die Belohnung nicht. Delegationsleiter Jochen Schittkowski sprach hier sogar vom „besten Saisonspiel“, das er gesehen habe. Die Bitternis der knappen Niederlage habe sein Team gegen Vallparadis noch im Kopf gehabt, meinte Lipperheide: „Deshalb waren wir weder sportlich noch mental mit den Katalanen auf Augenhöhe.“ Co-Trainer Björn Schlachzig brachte zudem zur Sprache, dass die „miserablen Schiedsrichterleistungen“ ebenfalls nicht förderlich für sein Team gewesen seien.

Deutliche Niederlage

Im Spiel um Platz fünf war am Sonntag gegen Grupo Desportivo dos Bons Dias (Portugal ) die Luft komplett raus beim SKC. Das Duell, in dem der gesamte Schweriner Kader zum Einsatz kam, ging überraschend deutlich mit 10:17 (5:8) verloren. Der Turniersieg ging am Ende nach England: Der Bec KC gewann das Finale gegen Ceské Budejovice (Tschechien) mit 11:5.

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