Der VfB Habinghorst bekommt einen Regionalliga-Spieler

rnFußball-Kreisliga A

Nach dem Ex-Profi Marc Kruska haben sich die Kreisliga-A-Fußballer des VfB Habinghorst die Dienste eines weiteren Hochkaräters gesichert. Aus der 4. Liga.

Habinghorst

, 04.08.2020, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kollege Zufall hat einmal mehr Pate gestanden. Diesmal bei den Kreisliga-A-Fußballern des VfB Habinghorst, denen aktuell noch zwei Neuzugänge in den Kader gespült wurden. Diese hatte dort keiner auf dem Zettel. Über die Schiene „Ich kenne einen, der wiederum einen kennt“, fanden Fatlum Zaskoku und Oilid Hammouda zum VfB.

99 Jahre Erfahrung im Mittelfeld

Beide Fußballer sind zwar keine Jungspunde mehr mit fast 33 Jahren, doch seien die Mittelfeldspieler „drahtig und stehen voll im Saft“, wie Trainer Marc Olschewski erkannt hat. Da auch Ex-Profi Marc Kruska, der dritte hochkarätige Neuzugang, dem Jahrgang 1987 entstammt, könnte der VfB Habinghorst in der neuen Saison mit einem 99-Jahre-Mittelfeld auflaufen. „Diese drei Spieler bringen aber auch 99 Jahre Erfahrung mit und tun unserer jungen Mannschaft gut“, kontert Olschewski.

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Wie kam es zu diesen überraschenden Neuverpflichtungen? „Die haben sich einfach ergeben. Wir selbst kannten beide Spieler nicht. Als der Kontakt zu Fatlum Zaskoku geknüpft war, habe ich ihn über WhatsApp ständig bombardiert. Wir haben uns zu Gesprächen getroffen und ihn von unserem Konzept überzeugt. Fatlum hat angefragt, ob er einen Freund mitbringen könne. So kam Oilid zu uns“, erklärt VfB-Trainer Olschewski, der betont, dass insbesondere die Vorstandsriege mit Gordon Schwarze, Markus Lüneberg und Klaus Schweiger hier eine sehr gute Arbeit geleistet habe.

Fatlum Zaskoku (r) war 2017 der Kapitän von Westfalia Herne - und gewann mit seinem Team das Kreispokal-Endspiel in Herne gegen Wacker Obercastrop (mit Kapitän Moritz Budde) mit 7:6 nach Elfmeterschießen.

Fatlum Zaskoku (r) war 2017 der Kapitän von Westfalia Herne - und gewann mit seinem Team das Kreispokal-Endspiel in Herne gegen Wacker Obercastrop (mit Kapitän Moritz Budde) mit 7:6 nach Elfmeterschießen. © Jens Lukas

Altherren-Keeper Juchems bringt Stein ins Rollen

Der Urheber der ganzen Geschichte aber ist Altherren-Torwart Frank Juchems, der den Bruder von Zaskoku kennt. Als Juchems hörte, dass der Kapitän des überragenden Regionalliga-Aufsteigers SV Straelen im Fußball kürzer treten will, da er U14-Co-Trainer des FC Schalke 04 wird, pries Juchems den VfB Habinghorst als gute Adresse an - was ja auch Erfolg hatte.

Die fußballerische Vita von Fatlum Zaskoku im hochklassigen Amateurfußball ist beeindruckend, wenngleich er mit neun Vereinen auch ein „Wandervogel“ ist. Gekickt hat er unter anderem in der A-Junioren-Bundesliga mit dem VfL Bochum, später in 368 Spielen bei den Amateurfußball-Hochkarätern SG Wattenscheid 09, Westfalia Herne, SV Schermbeck, Wuppertaler SV, Fortuna Düsseldorf II, FC Kray - und in den beiden vergangenen Jahren beim SV Straelen, den er als Kapitän in der wegen Corona abgebrochenen Saison in der Oberliga-Mittelrhein zum Regionalliga-Aufstieg führte.

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Am Sonntag beim 6:3-Testspielsieg gegen Bezirksligist SG Castrop sollte der beidfüßige Mittelfeldspieler erstmals für den VfB auflaufen – es wurde nichts draus. „Fatlum hat mich gegen Mittag angerufen, dass er bei der U14 von Schalke im Einsatz ist und dortein Testspiel auf 15 Uhr verlegt worden ist“, so Olschewski.

VfB-Coach Olschewski mit Neuzugang Oilid Hammouda.

VfB-Coach Olschewski mit Neuzugang Oilid Hammouda. © Volker Engel

In der zweiten Halbzeit des Duells mit Castrop feierte Oilid Hammouda – zuletzt Kapitän bei A-Kreisligist SV Herbede - seinen Einstand im VfB-Trikot. Dessen Fußball-Vita liest sich zwar nicht so brillant wie jene von Zaskoku. Trainer Olschewski war aber begeistert: „Das war ein starkes Debüt von Oilid. Er hat ein gutes Auge, ist laufstark und spielt den Ball oft nach nur einem Kontakt weiter. Es war richtig gut, was er gezeigt hat.“

Hammouda war in Herbede der Kapitän, musste in den letzten Spielen vor dem Saison-Abbruch aber verletzt passen. „Fatlum und ich wollten immer irgendwann gemeinsam in einer Mannschaft spielen. Als er mich gefragt hat, ob ich zum VfB Habinghorst mitgehe, bin ich eben mitgegangen“, erklärt Hammouda. Beide Kicker wohnen nicht weit weg - in Bochum-Gerthe.

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Die Schlussfolgerung, dass der VfB Habinghorst jetzt der Top-Titelfavorit in der Kreisliga A sein muss, bremst Trainer Olschewski aus: „Wir wollen oben mitspielen, aber es gibt noch einige andere gute Mannschaften, die das ebenfalls wollen. Wichtig wären drei Siege zum Saisonstart, dann würde alles viel einfacher sein.“

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