Der VfR Rauxel trauert um seinen Vorsitzenden Günter Schulz

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Die Fußballer des einstigen Bezirksligisten VfR Rauxel trauern um ihren Vorsitzenden Günter Schulz. Er verstarb am Mittwoch im Alter von 73 Jahren.

Rauxel

, 17.01.2020, 16:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Sechsjähriger hatte sich Schulz dem VfR Rauxel angeschlossen und war viele Jahre Torwart im Verein. In den 1980er-Jahren war Günter Schulz schließlich bis hinein in die 90er-Jahre Vorsitzender des Clubs von der Vördestraße. Eine zweite Amtszeit startete das Rauxeler Urgestein im Februar 2009 und stand dem Verein seitdem vor. Dessen erste Mannschaft spielt aktuell in der Kreisliga C.

Großvater von Profi Michael Esser

Uwe Esser, der Rauxeler Aufstiegstrainer von 1999, ist der Schwiegersohn von Schulz. In der Fußballfamilie Schulz-Esser wandelt Michael Esser als Profi-Keeper (derzeit TSG Hoffenheim) auf den Spuren des Großvaters. „Wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis zueinander“, berichtete Günter Schulz einst. „Natürlich tauschen wir uns auch regelmäßig über unsere fußballerischen Erfahrungen aus.“

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Günter Schulz spielte schon für den VfR Rauxel, als der Klub noch den Beinamen „Staubwolke“ trug. Der Ex-Torwart, der in den 1980er-Jahren schon einmal als Vorsitzender des Fußballclubs fungierte, kehrte Ende Februar 2009 auf den Chefposten zurück. Langfristig wollte Schulz den heutigen C-Ligisten wieder dorthin führen, wo sein Schwiegersohn Uwe Esser erfolgreich war: in die Bezirksliga.

Eigentlich war die Funktionärs-Laufbahn von Günter Schulz in Rauxel schon seit vielen Jahren beendet. In seiner ersten Amtszeit hatte er den Bezirksliga-Aufstieg 1991 als Clubchef begleitet. Bis 2009 war der jetzt verstorbene Funktionär aber nur noch als passives Mitglied und als gelegentlicher Zuschauer an der Vördestraße präsent.

Debüt auf dem Sandplatz in Baldenhorst

Dann stellte sich Schulz doch wieder zur Verfügung. Da Vereinschef Wilfried Hermann nach fast 15 Jahren aus gesundheitlichen Gründen auf sein Amt verzichten musste, sprang der ehemalige Fleischer in die Bresche. Zunächst für zwei Jahre wählten ihn die Mitglieder an die Spitze der Blau-Schwarzen.

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Dem Verein ist Schulz seit über 50 Jahren verbunden. Bis auf ein Jahr zu Beginn der 70er-Jahre, in dem er für den Landesligisten VfB Habinghorst zwischen den Pfosten stand, war der Keeper vom Juniorenalter bis zur Altherren-Mannschaft für den VfR aktiv. Sein Debüt für die Rauxeler gab er im Alter von sechs Jahren auf dem Sandplatz in Bladenhorst, der dem Verein den Beinamen „Staubwolke“ einbrachte.

Heute: Schönerer Platz, schlechtere Ergebnisse

Heute verfügt der VfR mit dem Rasenplatz an der Vördestraße über eine ungleich komfortablere Sportanlage, kann aber nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. Zuletzt spielte Rauxel 2001 in der Bezirksliga, aktuell steht man in der Kreisliga C auf einem der vorderen Ränge.

Als Schulz vor zehn Jahren seine Mission antrat, sagte er, dass er die A-Junioren einbinden wolle. Ein Mann, ein Wort: A-Junioren-Coach Emin Özarslan rückte mit seinem Team auf.

Die Trauerfeier für Günter Schulz findet am Montag, 20. Januar, ab 10.30 Uhr statt – im „Haus der Trauer“ in Rauxel an der Bahnhofstraße 291.

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