Der Vorsitzende von Wacker Obercastrop hofft auf Vernunft der Fans

rnFußball-Westfalenliga

Nach dem 3:0 (1:0)-Sieg des SV Wacker Obercastrop in der Fußball-Westfalenliga sind sportlich viele Fragen positiv beantwortet. Wie sieht es aber in der Erin-Kampfbahn mit dem Hygiene-Konzept aus?

Obercastrop

, 07.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußballer des SV Wacker Obercastrop sind als Aufsteiger wunderbar in der Westfalenliga angekommen. Mit dem dritten Sieg im fünften Spiel, bei einem Unentschieden, hat das Team von Trainer Aytac Uzunoglu schicke zehn Punkte auf dem Konto. Bei der Erfolgs-Euphorie dürfen nicht die Coronaschutz-Verordnungen aus den Augen verloren werden.

Konzept auf vier Seiten

Der 1. Vorsitzende der Obercastroper, Martin Janicki, sagte im Gespräch mit dem Reporter dieser Redaktion: „Das tun wir auch nicht. Wir haben ein komplettes Konzept nach Vorgabe des Deutschen Fußballbundes erarbeitet.“ Das 4-seitige Dokument liegt unserer Redaktion vor. Die Vorschriften liegen am Eingang des Sportgeländes aus.

Setzt auf die Vernunft der Zuschauer in der Erin-Kampfbahn: der Wacker-Vorsitzende Martin Janicki (l).

Setzt auf die Vernunft der Zuschauer in der Erin-Kampfbahn: der Wacker-Vorsitzende Martin Janicki (l). © Volker Engel

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Zudem ist es der Wacker-Chef selbst, der in der Funktion als Stadionsprecher die Gäste immer wieder darauf hinweist: Maske zu tragen und Abstand zu halten. Woran sich aber nur wenige halten. Janicki hat das Problem erkannt und sagte: „Wir müssen ja darauf hoffen, dass die Menschen vernünftig sind, aber wir können sie nicht dazu zwingen.“

Kassierer passt am Eingang auf

Beim Betreten der Anlage fruchten indes noch die Bestimmungen. Dort wird Maske getragen und auf den Abstand Wert gelegt. Darauf achtet schon intensiv Uwe Banach, der 1. Kassierer der Wackeraner. In Nähe des Kassenhäuschens und auch beim Eintragen der Zuschauer in den ausgelegten Kontaktlisten. Zumeist sind es zwei Listen, die von zwei Personen überwacht werden. Was aber dort auffällt ist, dass der Eingang auch gleich Ausgang geworden ist. Anfangs nach Wiederaufnahme des Spielbetriebes, waren beide Zonen noch mit rot-weißem Flatterband rund um das Vereinsheim gekennzeichnet. Das Band flattert noch immer. Aber die Fans verlassen den Sportplatz trotzdem über den Eingang.

Serhat Can, einer der verletzten Spieler des SV Wacker Obercastrop, gesellte sich während des Spiels gegen Lennestadt zu den Fans auf dem Rasenhügel hinter den Trainerbänken.

Serhat Can, einer der verletzten Spieler des SV Wacker Obercastrop, gesellte sich während des Spiels gegen Lennestadt zu den Fans auf dem Rasenhügel hinter den Trainerbänken. © Volker Engel

Schwierige Zeiten. Stefan Golob, Sportlicher Leiter und Co-Trainer meinte: „Im März und April wären die Leute noch vorsichtiger gewesen. Das hat sich gegeben.“ Selbst als sich ein Spieler wie Serhat Can am Sonntag unmittelbar bei einer größeren Fan-Gruppe - ohne Abstand- aufhielt, sah Golob keine Gefahr: „Es war ja auch seine Familie dabei.“ Und wie gehen die Trainer ansonsten mit der Krisen-Situation um? „Wer sich krank fühlt, soll daheim bleiben, aber das war in den letzten Jahren schon so, als wir nur über die Grippe geredet haben.“

Auch ein Testspiel-Sparringspartner würde nicht gesucht werden, falls doch einmal ein Westfalenliga-Spiel wegen Corona-Verdacht ausfallen würde. Golob sagte: „Unsere Spieler haben ein so großes Programm, die würden frei bekommen.“

Martin Janicki bilanziert: „Mit der augenblicklichen Zuschauerlage kommen wir mit unserem Konzept gut zurecht. Mehr Probleme könnten bei einem Derby wie gegen Bövinghausen kommen.“ Zum Glück für Wacker findet das Duell bei der Erwartung von 1000 Fans erst am 8. November statt - auswärts.

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