Derby mit Remis - die Castrop-Rauxeler Partien im Überblick

Fußball-Bezirksliga 9

Der VfB Habinghorst erspielte im Derby gegen den SuS Merklinde ein Remis. Der SV Wacker Obercastrop konnte den Angstgegner Hillerheide mit 4:1 bezwingen und Spvg Schwerin unterlag Preußen Hochlarmark 1:2. Mehr zu den Partien lesen Sie hier.

CASTROP-RAUXEL

von Von Jörg Laumann und Jürgen Weiß

, 26.08.2012, 20:14 Uhr / Lesedauer: 3 min
Derby mit Remis - die Castrop-Rauxeler Partien im Überblick

Genüsslich rieb sich VfB-Trainer Helmut Schulz die Hände. Kaum jemand hatte seiner Formation diesen Erfolg zugetraut, die ja noch bei der Stadtmeisterschaft gegen den späteren Titelträger mit 0:4 verlor. SuS-Trainer Boll ärgerte sich dagegen in erster Linie über die dicken und vergebenen Torchancen von Mike Cittrich, der an Torwart Dennis Gaßner scheiterte. Oder an die Gelegenheit von Marcel Varbelow, der später mit einer Knieprellung aus dem Spiel musste.FC/JS Hillerheide - SV Wacker Obercastrop 1:4 (0:0)

Die Freude über die Führung währte in Habinghorst nicht lange. Obwohl der Ausgleichstreffer eigentlich nicht gegeben werden durfte. Schiedsrichter Sascha-Jens Tysiak (Herne) hatte zunächst nicht die Abseitsposition, geschweige das folgende Handspiel von Niko Kresic gesehen. Der legte schließlich quer auf Mike Cittrich, der ohne Mühe und unter wütenden Protesten, den Treffer zum 1:1 (19.) erzielte. 

Genüsslich rieb sich VfB-Trainer Helmut Schulz die Hände. Kaum jemand hatte seiner Formation diesen Erfolg zugetraut, die ja noch bei der Stadtmeisterschaft gegen den späteren Titelträger mit 0:4 verlor. SuS-Trainer Boll ärgerte sich dagegen in erster Linie über die dicken und vergebenen Torchancen von Mike Cittrich, der an Torwart Dennis Gaßner scheiterte. Oder an die Gelegenheit von Marcel Varbelow, der später mit einer Knieprellung aus dem Spiel musste.FC/JS Hillerheide - SV Wacker Obercastrop 1:4 (0:0)

Der Obercastroper Trainer Toni Kotziampassis hatte schon im Vorfeld die "Mär" vom Angstgegnertum aus dem Vokabular gestrichen: "Für mich gibt es so etwas nicht." Das hat er seinen Spielern wohl auch so vermittelt. Von der ersten Minute an war seine Formation voll da. Nur mit den Torchancen hatte der Coach so seine Probleme. Einmal hätte André Pape die Führung erzielen müssen, als er einen Kopfball frei vor dem Tor, ins Toraus setzte. Auch Sascha Schröder traf aus ähnlicher Situation nicht. Kotziampassis: "Da hätten wir gut führen können, denn auch Hillerheide besaß plötzlich zwei Chancen." Der nach der Halbzeit gekommene Christof Luka brachte das Team auf die Siegerstraße. Ahmed Caki und Stefan Kitowski bereiteten vor, Luka schöpfte zum 1:0 (55.). Kitowski war es dann selbst , der das 2:0 (63.) erzielte. Hillerheide verkürzte zum 1:2 (70.), aber Cihangir Sahinli, der unter der Woche berufsbedingt nicht regelmäßig trainieren kann, zeigte, dass es auch ohne große Übungseinheiten geht. Es folgten das 3:1 (76.) und das 4:1 durch Sahinli. Das letzte Tor fiel per Elfmeter nach Foul an Luka. 

In der ersten Spielhälfte boten die Schweriner eine insgesamt schwache Leistung. Während sie im Angriff zu wenig Durchschlagskraft entwickelten, waren sie im Defensivhalten in vielen Situationen nicht aufmerksam genug.  In der 31. Minute war es Dennis Gödecke, der freistehend aus 15 Metern das 1:0 für die Gäste markierte. Sechs Minuten später legte Hochlarmark den zweiten Treffer nach: Ein Freistoß von Patrick Wiedemeyer fand aus 35 Metern direkt den Weg vor das Schweriner Tor, setzte im Fünf-Meter-Raum auf und ging am überraschten Keeper Dante vorbei ins Netz.

 Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Schwerin mit einem komplett anderen Gesicht. Trainer Jürgen Klahs nahm in der Pause keine Spielerwechsel vor, richtete sein Team mit Gerrit Dettweiler als zweiter Spitze und Matthias Hipe auf der linken Mittelfeldseite aber offensiver aus. Die Gastgeber setzten die Recklinghäuser von Beginn des zweiten Durchgangs an unter Druck. Mindestens ein Unentschieden wäre noch möglich gewesen, doch es blieb lediglich beim Anschlusstreffer durch Dettweiler in der 62. Minute. Nun sind die Schweriner, derzeit mit einem Punkt aus zwei Spielen den elften Rang, nicht nur auf der Suche nach nach dem ersten "Dreier" in der neuen Saison, sondern auch nach einem Sportlichen Leiter. Thorsten Schreiber hatte diesen Posten und jenen als Co-Trainer von Coach Jürgen Klahs zuletzt aus beruflichen und privaten Gründen abgegeben.

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