Die Fußballer des SuS Pöppinghausen sehen sich als „gallisches Dorf“

rnFußball-Kreisliga C

Pöppinghausen ist ein Dorf für sich, das aus zentraler Castrop-Rauxeler Sicht sogar jenseits des Rhein-Herne-Kanals liegt. Der dortige Fußballklub SuS Pöppinghausen spielt in der Kreisliga C. Wie lange noch?

Pöppinghausen

, 23.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis zum Sommer 2018 hatte sich der SuS Pöppinghausen lange in seinem „Wohnzimmer“ Kreisliga B breit gemacht. Dann aber stieg der SuS in die unterste Spielklasse ab, in der er auch in der Saison 2020/2021 kicken wird. Mit Aussichten auf einen Aufstieg? „Wenn es optimal läuft, können wir an der Spitze mitreden. Aufstiegs-Favoriten sind aber andere“, sagt Trainer Torsten Heermann, und fügt hinzu: „Wir sind das gallische Dorf der C-Liga.“

Verein mit Alleinstellungsmerkmalen

Zumal der SuS Pöppinghausen einige Alleinstellungs-Merkmale für sich beanspruchen darf in der Castrop-Rauxeler Sportlandschaft: Er ist der einzige Fußballklub der Stadt, der auf roter Asche kicken muss. Und auch der einzige, der mit seiner Ersten Mannschaft in der Kreisliga C kickt.

Folglich ist der SuS etwas unattraktiv für wechselwillige Fußballer. Das Warum weiß Trainer Heermann: „Welcher junge Fußballer will denn heutzutage auf Asche spielen? Es muss mindestens Kunstrasen sein, womit wir aber nicht prahlen können.“ So verwundert es nicht, dass sich zur neuen Saison keine personellen Veränderungen ergeben haben: keine Abgänge, null Zugänge.

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Jedoch ist der SuS Pöppinghausen in der neuen Kreisliga C-Staffel 2 nicht die einzige Erstmannschaft. Dort spielen aus der Nachbarstadt Herne auch der SC Emscher Crange, ESV Herne und DJK Wanne 88 und teilen dasselbe Schicksal.

Die Kreisliga C2 besteht in der kommenden Spielzeit aus 14 Teams, von denen am Ende die beiden Führenden der Tabelle aufsteigen werden.

Der SuS Pöppinghausen verfügt an der Wewelingstraße über ein überdachtes Kassenhäuschen sowie eine sehr große Grünfläche in Nachbarschaft des Ascheplatzes.

Der SuS Pöppinghausen verfügt an der Wewelingstraße über ein überdachtes Kassenhäuschen sowie eine sehr große Grünfläche in Nachbarschaft des Ascheplatzes. © Volker Engel

Meldung als Altherren-Team ist möglich

„Unser Altersdurchschnitt bei den Spielern liegt bei über 32 Jahren - zu einer Altherren-Stadtmeisterschaft könnten wir locker melden“, so Heermann lachend. Junge Leute seien eben nur schwer zu begeistern, beim SuS zu kicken. Trotz roter Asche, unterster Liga und dörflichen Charakters kommen dort jedoch beileibe nicht alle Fußballer auch aus Pöppinghausen. „Wir haben viele Spieler aus Datteln, Recklinghausen, Herne, und sogar wenige aus Castrop-Rauxel“, weiß Heermann, der sein Team in der neuen Saison auf „Platz fünf oder sechs“ einordnet, „wenn alle eine Schüppe drauflegen, eventuell sogar noch etwas höher“.

Der in Datteln wohnende Torsten Heermann schwingt beim SuS Pöppinghausen das Trainer-Zepter.

Der in Datteln wohnende Torsten Heermann schwingt beim SuS Pöppinghausen das Trainer-Zepter. © Volker Engel

An einen Aufstieg denkt in Pöppinghausen ernsthaft aber keiner. „Durch Corona ist es überhaupt sehr schwierig, eine Prognose abzugeben“, so Heermann, für dessen Team die neue Saison am Sonntag, 6. September, um 15 Uhr beginnt mit einem Heimspiel gegen die SG Stephanus II. Zuvor, um 13 Uhr, kickt an gleicher Stelle schon der SuS II gegen SuS Merklinde II.

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Fußball hin, Fußball her: Grundsätzlich sieht sich der SuS Pöppinghausen als eine Familie, was er bei Facebook im Internet deutlich unterstreicht - mit dem Slogan: „Neben den sportlichen Qualitäten spielen bei uns Freundschaft, Spaß und Gemütlichkeit eine große Rolle.“ Womit wohl alles gesagt ist.

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