FC Frohlinde und der BVB: Die Parallelen der Teams im Abwärtstrend

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Bereits seit 19 Spieltagen steht der FC Frohlinde an der Tabellenspitze. Doch so eng wie jetzt war es im Aufstiegskampf bislang nicht – denn Frohlinde hat mit Problemen zu kämpfen.

Frohlinde

, 16.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Wochenlang haben die Frohlinder (47 Punkte) das Feld klar beherrscht. Der erste Verfolger hatte teilweise neun Punkte Rückstand, die weiteren scheinbar abgeschlagenen Teams gar zweistellige Punktezahlen auf den Plätzen dahinter. Doch die haben jetzt allesamt förmlich Blut geleckt – vor allem nach den drei Niederlagen des FCF zuletzt in Folge. Obersprockhövel (2.) hat nur noch einen Zähler weniger.

Die Kicker von Firtinaspor Herne (3.), die noch im Dezember 14 Zähler hinter Frohlinde lagen, haben als als Rückrundenerster den Rückstand auf zwei Punkte reduziert. Dem SV Sodingen (4.) fehlen nur noch drei Punkte zur Spitze. Der einzige positive Aspekt ist, dass die Frohlinder trotz der augenblicklichen Flaute immer noch an der Spitze stehen. Jedoch in der Rückrunden-Tabelle schlägt augenblicklich nur ein elfter Rang zu Buche.

Vergleichbar ist das mit der Situation vom Bundesligisten Borussia Dortmund. Der BVB hatte zum Ende der Hinrunde sechs Punkte Vorsprung auf den FC Bayern München. Nun liegen die Dortmunder einen Punkt hinter dem Rekordmeister und stehen in der Rückrunden-Tabelle lediglich auf Rang fünf.

Ist das Fehlen von drei Stammkräften entscheidend?

Wenn das Team des Trainer Duos Stefan Hoffmann und Michael Wurst zu alter Stärke findet, hat es alles selbst in der Hand. Doch was sind die Gründe für die schlechte Form? Es begann alles mit dem 0:4 in Mühlhausen-Uelzen. Coach Hoffmann sagte noch am Dienstag: „Da fehlte uns wie gegen Buer (0:1) und Sodingen (1:2) das Matchglück, das wir in der ersten Serie noch hatten.“ Von außen könnte man meinen, dass die verletzten oder ausgefallenen Spieler ein Grund der Negativserie sein könnte. Doch das verneint der FCF-Coach: „Wir haben einen großen Kader und jeder sieht seinen Anspruch natürlich in der ersten Elf zu spielen.“

Als neutraler Beobachter muss man allerdings feststellen, dass wenn Spieler wie Dominik Behrend, Timo Erdmann oder Dennis Lauth nicht dabei sind, ist das schon eine wichtige Komponente, die fehlt. Hoffmann signalisierte, dass das Trio am Donnerstag gegen Firtinaspor wieder dabei ist. Die Nerven würden in Frohlinde aber nicht blank liegen: „Überhaupt nicht, wir müssen jetzt unsere Kräfte bündeln und wenn ich heute auf die Tabelle schaue, sind wir schließlich noch Erster“, so Hoffmann.

Das sagt der Frohlinder Kapitän zur Krise

In das gleiche Horn stieß am Dienstag auch der FC-Kapitän und mit 14 Treffern bester Torschütze des Teams, Dietrich Liskunov: „Die letzten drei Wochen sind nicht gut gelaufen.“ Nötig für die Wende sind dazu auch seine Tore. Seinen letzten Treffer erzielte er beim 3:2 gegen SuS Kaiserau am 10. März. Wenn der Mannschaft das Spielglück fehlte, war es bei Liskunov das Schussglück. Latten- oder Pfostenschüsse waren oft dabei. Er selbst sagte salopp: „Ich hatte Sch… am Fuß.“ Allerdings kam dazu, dass sich Liskunov mit Rückenbeschwerden, einer Bauchmuskelzerrung sowie einer Erkältung herumplagen musste. Doch jetzt ist er wieder gesund und fit und sagte kämpferisch: „Am Donnerstag wollen wir unsere Führung verteidigen.“

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