Die Rückkehr von Christopher Nöthe auf den Platz ist ungewiss

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Fußball-Profi Christopher Nöthe arbeitet nach einer Knieverletzung einem Comeback. Derzeit ist alles in der Schwebe. Auch wohin er und seine Familie umziehen.

Castrop-Rauxel

, 21.10.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen heftigen Karriereknick macht der aus Castrop-Rauxel stammende Profifußballer Christopher Nöthe seit Beginn des Jahres durch. Nach überstandenem Kreuzbandriss zog sich der 31-Jährige im Januar eine Reruptur des vorderen Kreuzbandes und einen Außenmeniskusschaden zu. Mit Sportredakteur Jens Lukas sprach Nöthe über seine Leidensphase und Perspektiven.

Gute Besserung, Herr Nöthe. Das vergangene Interview haben wir im März geführt. Ist Ihr Comeback in Sicht?

Ich bin nunmehr in der 13. Woche nach meiner zweiten Operation. Nach einem zweiten Kreuzbandriss spricht man eigentlich von acht Monaten, bis man wieder voll hergestellt ist. Derzeit ist alles in der Schwebe. An meine Rückkehr kann ich derzeit noch nicht denken.

Seit dem Sommer stehen Sie nicht mehr bei Arminia Bielefeld unter Vertrag. Haben Sie von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber zum Abschied noch etwas gehört?

Nein, seit meiner Verletzung habe ich nichts mehr gehört. Wenn ich in der Altstadt einen der Spieler treffe, unterhält man sich nett. Wie etwa mit Sven Schipplock. Engen Kontakt habe ich nur zu Spielern, mit denen ich zu Beginn meiner Bielefelder Zeit zusammengespielt habe: Christoph Hemlein, der jetzt bei Kaiserslautern spielt, Sebastian Schuppan, der jetzt bei den Würzburger Kickers ist – und Julian Börner, der für Sheffield Wednesday in England aufläuft.

Da Sie nicht im Mannschaftstraining stehen: Wie sehen Ihre Tage aus?

Jeden Tag bin ich mindestens vier Stunden in der Reha. Im Vergleich zum Fußball-Training, das durchaus auch Spaß macht, ist das richtig monotone Arbeit. Da geht es einfach nur von Termin zu Termin. Zunächst war ich eine Zeit lang an Krücken. Danach wurde das Knie langsam beweglicher – aber alles andere als voll belastbar.

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Wird Ihnen in der Reha Mut gemacht, bald wieder wiederhergestellt zu sein?

Ja, allerdings merkt man auch, dass die Oberschenkelmuskulatur erst langsam wieder aufbaut. Wir haben nachgemessen. Der Unterschied zwischen den beiden Oberschenkeln betrug zuletzt bei mir fünf Zentimeter. Ein wichtiger Termin kommt für mich im Februar. Dann unterziehe ich mich dem Return-To-Play-Test. Das bedeutet, dass die Belastung des Knies im Vergleich zum gesunden Knie geprüft wird – und über den Übergang in ein eingeschränktes Mannschaftstraining entschieden wird. Ich möchte gerne wieder spielen, egal in welcher Liga.

Sie sind ein Kind des Ruhrgebiets, wohnen derzeit aber in Bielefeld. Wird das auf lange Sicht so bleiben?

Nein, wir werden wieder richtig in den Westen kommen. Wann und wohin steht noch nicht fest. Zunächst muss ich die Reha abschließen. Wir schauen uns aber schon um. Vielleicht bahnt sich zum Beispiel in Bochum etwas an.

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