Die Spvg Schwerin holt in Marl nur einen Punkt in einem komischen Spiel

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Die Spvg Schwerin spielt nach einer hochverdienten 1:0-Führung zur Halbzeit, letztlich lediglich ein Unentschieden beim VfB Hüls im schmucken Evonik Sportpark.

Castrop-Rauxel

, 01.09.2019, 20:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn es komische Fußballspiele gibt, dann war das zwischen dem VfB Hüls und der Spvg Schwerin eines. Normal war eigentlich nur das Ergebnis von 1:1 (0:1). Wie es zustande kam, fällt in die Kategorie „komisch“. Zwischen der 86. und der 94. Minute setzte allem die Krone auf. Mit drei Gelben Karten für die Spvg Schwerin und den VfB Hüls, der zudem noch einmal „Gelb-Rot“ aufs Auge gedrückt bekam. Nicht zu vergessen zwei Rudelbildungen.

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Auch Schwerins Trainer Dennis Hasecke sah einen der gelben Kartons (86.), als er sich nach einem wiederholten falschen Abseitspfiff von Schiedsrichter Özgen Bicici (Bochum) lautstark beschwerte. Was diese Gelbe Karte nach sich zieht, wusste Hasecke nicht genau: „Vielleicht bin ich nach fünf Gelben Karten gesperrt. Diese Karte gegen mich war lächerlich.“ Zum Spiel selbst merkte Hasecke an: „Das 1:1 ist ärgerlich. Doch wer die Umstände gesehen hat, wie das 1:1 zustande kam, kann das Ergebnis verstehen. Der Schiedsrichter hat in der zweiten Halbzeit alles gegen uns gepfiffen – unsere Spieler haben sich dadurch nichts mehr zugetraut. Aber auch unsere vier Einwechselungen haben nicht das gezeigt, was ich mir erhofft habe.“

Die Spvg Schwerin holt in Marl nur einen Punkt in einem komischen Spiel

Schwerins Trainer Marco Taschke (l.) und Dennis Hasecke beschwerten sich häufiger über Entscheidungen von Trainer Özgen Bicici. © Klingsieck

Andre Pape köpft das 1:0


Die Spvg Schwerin führte zur Pause mit 1:0 (32.) durch ein wuchtiges Kopfballtor von Andre Pape nach einer Rechtsflanke von Timo Springwald. Schwerin hätte nach 45 Minuten mit 2:0 vorne liegen müssen: Pape, Stefan Fels und Justin Strahler vergaben beste Möglichkeiten. Der VfB Hüls hatte mit dem Halbzeitpfiff die erste Chance auf dem Fuß, doch Keeper Cedric Niemeyer fischte den Prudetskiy-Kracher aus 22 Metern unten links aus dem Toreck.

Nach der Pause gab es ein anderes Bild. Die Hülser übernahmen optisch das Geschehen, ohne jedoch zu glänzen. In der 53. Minute legten die Schweriner das 2:0 nach, dachten sie. Nur Schiedsrichter Biccici nicht. Der hatte wahrscheinlich als einziger im Stadion eine Abseitsstellung gesehen und gab den Treffer nicht. Was die bereits erwähnte Kuriositäten-Sammlung um ein Steinchen erweiterte. „Das war niemals Abseits“, beschwerte sich Schwerins Co-Trainer Marco Taschke lautstark, was Bicici jedoch völlig ignorierte.

Hektische Schlussphase


Erst in der hektischen Schlussphase gab es hüben wie drüben hochkarätige Torchancen. Eine davon verwertete zum Hülser 1:1 (79.) Moussa Sangare. Bei einem in der Mauer hängegebliebenen Freistoß reagierte er schnell und traf.

Hülser Schüsse von Marvin Wloch und Tim Theemann binnen einer Minute entschärfte Keeper Niemeyer reaktionsschnell. Dann war da in der Nachspielzeit ein Schweriner Freistoß, den Kevin Wagener gekonnt über die Mauer in den linken Torwinkel schlenzte, doch VfB-Torhüter Tim Breda beförderte das Leder zur Ecke. „Pfeif endlich ab“, forderten die Fans da bereits lautstark wegen der aufgeheizten Stimmung auf dem Platz. Was Schiedsrichter Bicici zum Wohle aller Beteiligten wenig später auch tat.

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