Dritter Sieg im dritten Spiel - und doch Grund zum Ärger

Spvg Schwerin / SuS Merklinde

Drittes Spiel, dritter Sieg: Eine Feststellung, die auf die Fußball-Bezirksligisten Spvg Schwerin und SuS Merklinde gleichermaßen zutrifft.

CASTROP-RAUXEL

von Von Jürgen Weiß

, 02.04.2012, 16:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Locker vorbei, locker gewonnen: Die Art, wie Schwerin gewann, ärgerte Trainer Jürgen Klahs allerdings.

Locker vorbei, locker gewonnen: Die Art, wie Schwerin gewann, ärgerte Trainer Jürgen Klahs allerdings.

 

Beide Mannschaften sind ideal aus der Winterpause gekommen. Von Winterschlaf oder Frühjahrsmüdigkeit keine Spur. Doch während man in Merklinde recht zufrieden auf den Erfolg und das Vorpreschen auf den fünften Platz reagiert, weht bei den blau-gelben Nachbarn ein anderer Wind. 

Und das galt am Sonntag gegen den TuS Rahm im wahrsten Sinne des Wortes. Der kalte Wind holte den Winter in die Erinnerung zurück. Aber daran lag es nicht, dass Trainer Jürgen Klahs eine Halbzeit wie ein Rumpelstilzchen an der Linie auf und ab tanzte. Den Coach ärgerte, wie beim 6:2 in Lütgendortmund, die Spielweise seiner Jungs: "Wir haben letztendlich nur so klar gewonnen, weil der Gegner so schwach war; das lag nicht an unserer Stärke." Immerhin steht Schwerin nun auf Rang drei. Dabei erzielten Klahs' Mannen wieder einige schöne Treffer, ließen aber auch einen ganz unnötigen zu. Klahs: "Da spielen die auf Abseits und der Mann kann ganz alleine auf unserer Tor zulaufen." Zu diesem Zeitpunkt führte seine Elf mit 2:0 und man hatte nie den Eindruck, die Dortmunder könnten überhaupt ein Tor erzielen. Der Trainer: "Ein anderer Gegner hätte unsere Fahrlässigkeiten ausgenutzt; diese Einstellung ärgert mich."

 In Merklinde sieht das anders aus. Das große Ärgernis passierte in den Schlussminuten. Während die Spieler ihren 3:1-Sieg gegen "Angstgegner" Erkenschwick feierten, lag ihr Spielertrainer Marco Gruszka mit einer Leistenverletzung noch am Boden. Gruszka: "Die Schmerzen sind nicht so groß, ich hoffe dass es nicht so schlimm ist." Denn schlimm wäre es, wenn der zuletzt überragende Ex-Profi (unter anderem St. Pauli) ausfallen würde. Der Sportliche Leiter Martin Broll, der noch am Hamburger Flughafen vor seiner Urlaubsreise von dem dritten Sieg in Folge erfuhr: "Den Marco können wir nicht ersetzen." Und etwas ärgerte eben den dann doch. Gruszka: "Wir haben das Spiel sicher im Griff und lassen doch das Anschlusstor zu." Ärgern auf hohem Niveau.

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