DTB-Trainer Müller peilt Top 5-Platzierung an

Korfball: WM

Die deutsche U23-Korfball-Nationalmannschaft startet am Samstag, 9. Juli, in die Weltmeisterschaft im tschechischen Olmütz. Die Internationale Korfball Föderation (IKF) hatte die deutschen Nachwuchs-Korbjäger für die WMals Nachrücker nominiert, weil Vize-Weltmeister Belgien aus finanziellen Gründen überraschend abgesagt hatte.

CASTROP-RAUXEL

, 07.07.2016 / Lesedauer: 3 min
DTB-Trainer Müller peilt Top 5-Platzierung an

Gemeinsame Sache machen Johanns Treffts (links) und Lea Witthaus (rechts) vom Schweriner KC, die sich in der Regionalliga duellieren. Die beiden Korfballerinnen aus Castrop-Rauxel laufen in einer Mannschaft ab Samstag, 9. Juli, bei der U23-WM in Olmütz (Tschechische Republik) auf.

Die Auswahl des Deutschen Turnerbundes (DTB) von Trainer Sven Müller (Spieler bei NIC Groningen/Niederlande) trifft auf Taiwan, England, Hongkong, Polen und Neuling Dominikanische Republik trifft.

Im deutschen Kader stehen fünf Korbjägerinnen aus Castrop-Rauxel: Lea Sander und Johanna Treffts vom Regionalliga-Meister KV Adler Rauxel sowie vom Schweriner KC Johanna Gnutt, Ina Heinzel und Lea Witthaus. Selbst verblüfft ist Müller, dass die Damen-Seite in seinem Aufgebot so stark von Akteurinnen aus der Europastadt geprägt ist.

Von Lea Sander erhofft sich der Übungsleiter – auch wegen ihrer Körpergröße – viele abgefangene Bälle unter beiden Körben. Sollten sich die Gegner auf sie eingestellt haben, solle sie zudem Lösungen finden, ihre Mitspieler gut in Szene zu setzen. Johanna Treffts und Ina Heinzel seien stark in puncto Spielübersicht. Johanna Gnutt sei laut Sven Müller eine talentierte Allrounderin. Lea Witthaus gilt für ihn als begabt, auf kreative Art Korbchancen zu schaffen.

Eine Position in den Top 5 strebt Sven Müller mit seinem Team an. Wahrscheinlich sind dazu zumindest drei Siege aus den fünf Vorrunden-Duellen. Nicht unterschätzen solle man die Dominikanische Republik, betont Müller. Er selbst war im Dezember vor Ort im Karibik-Staat, um Training im Auftrag des niederländischen Verbandes zu leiten. Der Korfballsport habe in der Dominikanischen Republik in Windeseile professionelle Strukturen bekommen.

Sven Müller berichtet: „Alle Spieler sind sehr athletisch und trainieren fünf Mal pro Woche.“ Der erste Erfolg: Die U19 wurde im Frühjahr Vierte beim World Cup in den Niederlanden. Coach Müller sagt: „Und ich gehe davon aus, dass die U23 noch stärker ist. Allerdings habe ich von meinen niederländischen Kollegen noch keine Informationen bekommen.“

Am Freitag, 8. Juli, machen sich die deutschen Korbjäger auf den Weg nach Olmütz. Um 5 Uhr morgens geht ihr Flieger ab Düsseldorf in Richtung Tschechische Republik. Einigen von Müllers Schützlingen sind das Team-Hotel sowie die Sporthalle, in der gespielt wird, vertraut. Sie waren nämlich 2014 bei der U21-EM dabei, wo das DTB-Team nur Siebte wurde und dadurch die Fahrkarte für die U23-WM auf dem sportlichen Weg nicht lösen konnte.

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