Ein Henrichenburger Gegner verschwindet von der Vereins-Bildfläche

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Drunter und drüber geht es bei einigen Vereinen, die bislang gegen den TuS Henrichenburg in der Recklinghäuser Kreisliga B4 gespielt haben. Gegen einen wird der TuS nichtmals mehr Testspiele bestreiten können.

Henrichenburg

, 30.07.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Fußballkreis Recklinghausen überschlagen sich die Ereignisse. Nach dem Ausschluss des SV Herta Recklinghausen vom Spielbetrieb durch das Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), wurde aktuell die Auflösung des Vereins des B-Kreisligisten SV Horneburg gemeldet.

Zieht das etwa Konsequenzen für den TuS Henrichenburg, der noch im Dezember in Horneburg (2:3) spielte, bei der anstehenden Staffeleinteilung der Recklinghäuser Kreisliga B4 nach sich? „Eigentlich nicht. Der SV Horneburg hatte ohnehin schon keine Mannschaft mehr gemeldet für die Saison 2020/2021. Horneburg hat keine Spieler und kein Geld mehr“, sagt der Recklinghäuser Fußball-Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey auf Anfrage.

Auflösung muss noch bestätigt werden

„Es ist nicht nicht ganz richtig, dass sich der SV Horneburg am letzten Freitagabend bei einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung aufgelöst hat. Dort wurde der Beschluss gefasst, am 20. August bei einer weiteren Versammlung die endgültige Auflösung mit Mehrheit zu beschließen“, erklärt Matthey. Erst wenn das geschehen sei, könne danach der Gang zum Amtsgericht erfolgen, um den SV Horneburg aus dem Vereinsregister streichen zu lassen. Dass alles ist aber wohl nur noch eine reine Formsache bis es den SV Horneburg in der Vereins-Landschaft nicht mehr gibt.

Herta zahlt die Abgaben nicht

Beim A-Kreisligisten SV Herta Recklinghausen, der ohnehin schon aus dem laufenden Spielbetrieb zurückgezogen wurde, verhält sich die Sachlage anders. „Ich habe beim FLVW den Antrag gestellt, den SV Herta aus dem Verband auszuschließen wegen hoher nicht gezahlter Abgaben“, erklärt Matthey. Diesem Antrag hat das FLVW-Präsidium zugestimmt. Die Einspruchsfrist ist abgelaufen ohne Reaktion des SV Herta 28. Die Spieler der Herta-Mannschaften konnten somit ohne Sperre den Verein wechseln und sind nun beim nur ein paar hundert Meter entfernten A-Kreisligisten FC 96 Recklinghausen untergekommen. „Der FC 96 hat daraufhin für die neue Saison zwei Mannschaften mehr für den Spielbetrieb gemeldet“, so Matthey. In der Kreisliga B waren die Henrichenburger auf Herta III getroffen. Also auch dieser Gegner fällt weg.

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Ein dritter ungewöhnlicher Fall betrifft den FC Leusberg in der Recklinghäuser Südstadt - ein Verein mit einem Top-Klubheim und einem Kunstrasenplatz der neuen Generation. Dort haben sich die Teams Leusberg II (Kreisliga B) und Leusberg III (C-Liga) nach Querelen, die in mehreren Gesprächsrunden nicht ausgeräumt werden konnten, komplett abgemeldet und sind zu den B-Kreisligisten Spvg 95/08 Recklinghausen sowie 1. FC Preußen Hochlarmark gewechselt.

Kreisvorsitzender glaubt nicht an Start am 6. September

„Die zwei Ex-Leusberg-Mannschaften werden jetzt bei ihren neuen Vereinen in der Kreisliga C eingruppiert“, erklärt Matthey, der zudem sehr skeptisch ist, ob das mit dem anvisierten Amateurfußball-Saisonstart am 6. September klappen wird: „Bedingt durch die Urlaubszeit steigen die Zahlen der Corona-Pandemie wieder kräftiger an. Da muss abgewartet werden, wie das im September ausschaut. Denn ein Corona-Fall im Verein kann schon reichen, um dort den gesamten Spielbetrieb lahmzulegen.“

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