Ein Sonderlob für die Currywurst mit Pommes

Auf der Außenbahn

Wenn uns der Amateurfußball etwas lehrt, dann dass nicht allein die Siege zählen; dass es nicht nur auf einen prall gefüllten Trophäenschrank ankommt. Der scheidende Trainer eines A-Ligisten weiß, dass auf Amateur-Ebene auch andere Dinge zählen – und weiß, dass er die beste "Currywurst mit Pommes" nie vergessen wird.

CASTROP-RAUXEL

, 23.05.2016, 18:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Holger Bombien, Trainer der Bezirksliga-Fußballerinnen der Spvg Schwerin und bekennender Bayern München-Fan, verzichtete am vergangenen Samstag auf einen Besuch des DFB-Pokal-Endspiels der Münchner gegen Borussia Dortmund - obwohl er eine Eintrittskarte in der Brieftasche hatte. Der Grund für den Verzicht war die Hochzeitsfeier seiner Spielerin Alexandra Dretakis. Das Berlin-Ticket verfiel allerdings nicht. Bombien berichtete: "Die Karte hat die einzige Bayern-Anhängerin in meiner Mannschaft bekommen - Dellany Sakayadas."

Gökhan Gül, Castrop-Rauxeler Profifußballer in Diensten des VfL Bochum, avancierte am Wochenende zum Pokalsieger. Es war zwar nicht die DFB-Trophäe in Berlin, die er in Empfang nehmen durfte, sondern "nur" der Westfalenpokal der U19-Kicker. Dennoch war der Jubel groß nach dem 2:0-Sieg, den Gül und seine Teamkollegen in der Verlängerung beim FC Schalke 04 unter Dach und Fach brachten. In der kommenden Saison darf der VfL-Nachwuchs somit im Pokalwettbewerb auf Bundesebene antreten.

Dieter Engel, zum Saisonende scheidender Fußball-Trainer beim A-Kreisligisten VfB Habinghorst, betonte in der Schlussphase seiner Tätigkeit an der Recklinghauser Straße, dass er trotz des ausbleibenden Erfolges in Zukunft gerne an seine Zeit in der "Kampfbahn Habichthorst" zurückdenken werde. Er berichtete, dass er vor allem die ehrenamtlichen Helfer des VfB in sein Herz geschlossen habe, Sein Lob gipfelte in der Aussage: "Hier am Platz gibt es die beste Currywurst mit Pommes weit und breit."

Chrisowalandis Mavridis, derzeit verletzter Fußballer beim Bezirksligisten Spvg Schwerin wusste am Sonntag genau, warum sein Teamkollege Fabian Gillner beim 0:2 gegen Erle kurzfristig aus der Startformation gestrichen worden war. "Wir waren zusammen beim Pokalfinale in Berlin, und ich hatte ihm noch gesagt, dass er zeitig losfahren sollte, um pünktlich zum Spiel da zu sein." Das klappte nicht ganz. Gillner kam im Lauf der ersten Halbzeit auf Schwerin an und wurde zu Beginn der zweiten Hälfte eingewechselt.

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